DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Teheran lehnt neue befristete Waffenruhe ab
Der Iran will keinen weiteren temporären Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran akzeptieren. Stattdessen wolle das Land, dass der Konflikt im Nahen Osten "hier ein für alle Mal endet." In Äußerungen gegenüber Reportern am Rande einer internationalen Konferenz in der Türkei betonte der stellvertretende iranische Außenminister Saeed Khatibzadeh Teherans "rote Linie". Demnach müssten die Feindseligkeiten "vom Libanon bis zum Roten Meer" - in allen Kriegsgebieten der Region - enden. Dies berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Khatibzadeh sagte zudem, dass ein neues Regelwerk für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus eingeführt werden könnte.
Irans Außenminister: Hormus während Libanon-Waffenstillstand offen
Die Straße von Hormus wird seitens des Iran zunächst geöffnet. "Im Einklang mit dem Waffenstillstand im Libanon wird die Durchfahrt durch die Straße von Hormus für alle Handelsschiffe für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands für vollständig offen erklärt", teilte der iranische Außenminister Abbas Araghchi auf seinem X-Konto mit. Die Ölpreise geben nach, da Händler optimistisch sind, dass die Erklärung auf eine Entspannung der Lage hindeuten könnte.
US-Blockade iranischer Häfen bleibt in Kraft
US-Präsident Donald Trump hat in einem Social-Media-Beitrag erklärt, dass die US-Blockade der iranischen Häfen in vollem Umfang in Kraft bleibt. Sie werde so lange aufrechterhalten, bis "UNSERE TRANSAKTION MIT DEM IRAN ZU 100 % ABGESCHLOSSEN IST", schrieb Trump. Er ging nicht näher darauf ein, was diese Transaktion beinhaltet, sagte jedoch, sie solle "sehr schnell" über die Bühne gehen, da die meisten Punkte bereits ausgehandelt seien. Trumps Ankündigung deutete darauf hin, dass der wirtschaftliche Druck bestehen bleibt, bis der Iran einer Liste von US-Forderungen zustimmt, die sein Atomprogramm sowie seine Raketen- und Drohnenbestände betreffen.
BoE/Chefökonom sieht abwartende Haltung zu Inflationsgefahren skeptisch
Nach Einschätzung des Chefökonomen der Bank of England (BoE) könnten Notenbanker einen Fehler begehen, wenn sie zu lange warten, ehe sie die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die britische Inflation beurteilen. Die endgültigen Auswirkungen auf die Inflation würden sich möglicherweise nicht so schnell zeigen, sagte Huw Pill am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington D.C..
DJG/DJN/apo/sha
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April 17, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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