Der Markt hat den Schrecken des Kriegsausbruchs im Nahen Osten verdaut und setzt auf ein schnelles Ende des Konflikts. Was hinter dieser Gelassenheit steckt und warum sie noch eine Weile anhalten könnte. Beim Blick auf die Indizes könnte man kaum glauben, dass im Nahen Osten seit Anfang März Krieg herrscht und der Ölpreis in der Spitze bis auf 120 US-Dollar je Fass der Sorte Brent gestiegen ist. Der S&P 500 markierte am Mittwoch (15.4.) sein fünftes Rekordhoch des Jahres. DAX und STOXX 600 haben den März-Einbruch fast wettgemacht. Dabei war der März kein Spaziergang: Die drei Indizes verloren zeitweise zwischen 8 und 11%. Doch seit Anfang April scheint der Markt die Risiken konsequent auszublenden. Der STOXX 600 notiert Mitte April fast 5% über dem Jahresschluss, der S&P 500 2%. Nur der DAX hat die Delle noch nicht ganz aufgeholt. Die vergleichsweise gelassene Marktreaktion dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass die Analysten ihre Gewinnschätzungen im März kaum angepasst haben. Während die Erwartungen für den DAX lediglich um 1,2% nach unten revidiert wurden, wurden sie für den STOXX und den S&P 500 um 1,6% beziehungsweise 3,7% sogar angehoben. Die Kursverluste waren damit weniger Ausdruck eingetrübter Gewinnperspektiven als vielmehr einer zwischenzeitlichen ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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