DJ Große Ölkonzerne investieren wegen Iran-Unruhen in weit entfernte Bohrstellen
Von Collin Eaton
DOW JONES--Exxon Mobil, Chevron und andere Energieunternehmen beschleunigen ihre Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen - weit entfernt von den Gefahren des Krieges im Nahen Osten.
Exxon hat kürzlich einen möglichen Plan skizziert, bis zu 24 Milliarden US-Dollar in die Tiefsee-Ölfelder Nigerias zu pumpen. Chevron baut derweil seine Präsenz in Venezuela aus. BP hat Anteile an Ölfeldern vor der Küste Namibias erworben. Totalenergies hat ein Explorationsabkommen mit der Türkei unterzeichnet. Große Ölkonzerne könnten in den kommenden Jahren gemeinsam einen Wert von 120 Milliarden Dollar aus ihren Explorationsprojekten schaffen. Dies hat das Energieforschungs- und Beratungsunternehmen Wood Mackenzie am Donnerstag geschätzt.
Die Angriffe im Iran auf die Energieinfrastruktur sowie ein Schifffahrtsengpass in der Golfregion haben einen weltweiten Wettlauf um Öl ausgelöst. Zudem haben sie einige westliche Ölkonzerne Milliarden Dollar an Umsatz gekostet. Der Anstieg der Energiepreise beschert der Ölindustrie jedoch einen Geldsegen. Dieser dürfte ihr helfen, in Gebiete vorzudringen, die zuvor unerreichbar waren oder vor Jahren aufgegeben wurden. Dies erfolgt, nachdem viele Bohrunternehmen ihre Ausgaben für die Exploration gekürzt hatten, um den Aktionären mehr Barmittel zurückzugeben.
Exxon hat in der vergangenen Woche einen Schritt in Richtung Bohrungen vor der griechischen Küste unternommen. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen vorläufige Explorationsvereinbarungen mit dem Irak, der Türkei und Gabun unterzeichnet. In Trinidad und Tobago führt Exxon seismische Untersuchungen durch, um in den tiefen Gewässern des Landes nach Öl und Gas zu suchen.
Chevron plant noch in diesem Jahr Explorationsarbeiten vor Ägypten im Mittelmeer und hat kürzlich bedeutende Ölfunde im Golf von Mexiko bestätigt. Anfang dieses Jahres erhielt das Unternehmen vier Offshore-Konzessionen nahe Griechenland sowie einen Block in Libyen.
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