DJ IRAN-BLOG/Tui-Chef sieht kurzfristig keinen Kerosinmangel
Nachrichten, Kommentare, Einschätzungen und Entwicklungen im Nahen Osten:
Tui-Chef sieht kurzfristig keinen Kerosinmangel
Tui-Chef Sebastian Ebel macht sich keine Sorgen um einen kurzfristigen Kerosinmangel. "Wir haben sehr hohe Raffinerie-Kapazitäten, die auch im Januar nicht zurückgebaut wurden", sagte Ebel dem Sender Welt TV. "Das ist gut und so, dass wir von einer ausreichenden Versorgungssicherheit ausgehen." Außerdem habe man beim Kerosineinkauf gut vorgesorgt, was auch für Kostensicherheit sorge. Um den Sommerurlaub müssten sich die Kunden keine Sorgen machen. Bei Flugtickets sieht Ebel insgesamt "eine hohe Preisstabilität", die nur den normalen Nachfrageschwankungen unterliege. Wenn es etwa in Spanien teurer werde, so werde es eben anderswo billiger. "Deshalb glaube ich, dass wir auf der einen Seite sicher Urlaubsreisen anbieten können, Versorgungssicherheit da ist und eine hohe Preisstabilität vorhanden ist. Und wir sehen das auch, dass die Kunden ein fast normales Buchungsverhalten zeigen."
USA erwarten Gespräche - Iran will sie weiterhin nicht bestätigen
US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende erklärt, dass am Dienstag Gespräche mit dem Iran in Pakistan stattfinden würden. Nach derzeitigem Stand ist dies jedoch ungewiss. Der Iran droht weiterhin damit, einer zweiten Gesprächsrunde fernzubleiben. Teheran erklärte, die Forderungen der USA nach einem Rahmenabkommen seien überzogen. Washington müsse zunächst seine Blockade iranischer Häfen aufheben.
Katar öffnet Flugbetrieb für internationale Airlines
Die zivile Luftfahrtbehörde von Katar hat die schrittweise Wiederaufnahme des Flugbetriebs ausländischer Fluggesellschaften über den Hamad International Airport in Doha angekündigt. Die Behörde erklärte, dass alle Flüge und damit verbundenen Abläufe den international anerkannten Standards für Flugsicherheit und Luftsicherheit entsprechen würden, um Passagiere und das Flugpersonal zu schützen.
Iran lässt Teilnahme an Gesprächen offen
Der Iran hat noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob er an dieser Woche an einer neuen Runde von Friedensgesprächen mit den USA in Pakistan teilnehmen wird. Das sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA ein Sprecher des iranischen Außenministeriums. Der Sprecher fügte hinzu, dass Teheran nicht an "Fristen oder Ultimaten" glaube, wenn es um die Wahrung nationaler Interessen gehe. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass amerikanische Unterhändler am Montagabend in Islamabad eintreffen würden, um eine neue Runde von Friedensgesprächen mit dem Iran aufzunehmen. Der zweiwöchige Waffenstillstand, der die Feindseligkeiten zwischen Washington und Teheran beendet hat, läuft Mitte der Woche aus.
VAE bitten USA um finanzielle Rückendeckung
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Gespräche mit den USA aufgenommen, um sich eine finanzielle Absicherung für den Fall zu sichern, dass der Krieg mit dem Iran den ölreichen Staat am Persischen Golf in eine tiefere Krise stürzt, wie US-Beamte mitteilten. Der Gouverneur der Zentralbank der Emirate, Khaled Mohamed Balama, habe bei Treffen in Washington in der vergangenen Woche gegenüber Finanzminister Scott Bessent sowie Vertretern des Finanzministeriums und der Federal Reserve die Idee einer Währungsswap-Linie angesprochen, sagten die Beamten. Die Emiratis hätten betont, dass sie die schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts bislang vermeiden konnten, aber dennoch eine finanzielle Rettungsleine benötigen könnten. Die Gespräche unterstrichen die Sorge der Emirate, dass der Krieg ihrer Wirtschaft und ihrer Position als globaler Finanzknotenpunkt erheblichen Schaden zufügen könnte, indem er ihre Devisenreserven erschöpft und Investoren abschreckt, die das Land einst als stabilen und sicheren Ort für ihr Geld betrachteten.
US-Marine stoppt iranisches Schiff mit Gewalt
Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump im Golf von Oman ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff aufgebracht, das versucht hat, die US-Blockade zu durchbrechen. "Die iranische Besatzung weigerte sich, auf uns zu hören, also stoppte unser Marineschiff sie auf der Stelle, indem es ein Loch in den Maschinenraum sprengte", schrieb Trump in einem Social-Media-Beitrag. "Derzeit befindet sich das Schiff in Gewahrsam der US-Marine." Die USA haben zuvor bereits mehr als 20 iranische Schiffe zurückgeschickt, die iranische Häfen verlassen hatten und versuchten, die Blockade zu durchbrechen, doch dies ist der erste bekannte Vorfall, bei dem Gewalt angewendet wurde.
Iran droht mit Boykott der Gespräche in Pakistan - Bericht
Der Iran droht nach einem Bericht der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA, den von Präsident Donald Trump angekündigten Gesprächen mit den USA fernzubleiben. Die Nachrichtenagentur verwies auf Washingtons "überzogene Forderungen, unrealistische Erwartungen, ständige Meinungswechsel, wiederholte Widersprüche und die anhaltende Seeblockade", die Teheran als Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen betrachtet. Der Iran hat bereits zuvor in letzter Minute damit gedroht, Verhandlungen zu boykottieren, letztendlich aber doch teilgenommen. Trump sagte, die US-Delegation werde am Montag zu Gesprächen in Islamabad, Pakistan, eintreffen. Im Vorfeld eines früheren Treffens in derselben Stadt hatten iranische Beamte erklärt, ihre Teilnahme hänge von einem Waffenstillstand im Libanon ab, doch hochrangige Vertreter erschienen auch ohne eine bestehende Vereinbarung.
Iran weist US-Berichte über Übergabe der Uran-Bestände zurück
Der Iran wird einem Transfer seines angereicherten Urans ins Ausland nicht zustimmen. Die Regierung in Teheran widersprach Äußerungen von Präsident Donald Trump, wonach man zugestimmt habe, das Material zu übergeben. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte laut Staatsmedien, das Material werde "nirgendwohin" transferiert, und unterstrich damit Irans langjährige Haltung, die Kontrolle über seine nuklearen Bestände zu behalten. Eine Übergabe des Materials an die USA sei "nie eine Option" gewesen, sagte er und wies zudem Berichte über einen möglichen dauerhaften Stopp der Urananreicherung zurück. Dies sei Teil einer Medienkampagne, den Verlauf der Gespräche zu bestimmen.
USA erlauben Ölkäufe aus Russland für einen weiteren Monat
Die USA verlängern das Moratorium für ein Verbot des Kaufs von russischem Öl um einen weiteren Monat. Zuvor hatte Washington angekündigt, diese Ausnahmegenehmigung nicht zu verlängern. Laut einer vom US-Finanzministerium veröffentlichten Mitteilung dürfen russisches Rohöl und Erdölprodukte, die ab Freitag auf Schiffe verladen wurden, gekauft werden. Die Genehmigung endet am 16. Mai. Die Ausnahmeregelung ersetzt eine frühere Maßnahme zur Erhöhung des Angebots, die Mitte März eingeführt und am 11. April ausgelaufen war. Finanzminister Scott Bessent hatte noch Mitte vergangener Woche erklärt, die USA würden sie nicht verlängern.
Iran erklärt Straße von Hormus wieder für geschlossen
Das iranische Militär hat weniger als 24 Stunden die Straße von Hormus wieder für geschlossen erklärt und begründet dies mit der Weigerung der USA, ihre Seeblockade aufzuheben. US-Präsident Donald Trump reagierte mit scharfen Worten, erklärte jedoch auch, er sei weiterhin optimistisch, was ein Friedensabkommen angeht. Der Schritt sorgte für weitere Unsicherheit hinsichtlich des Status der Meerenge, einer wichtigen Schifffahrtsroute für Öl sowie anderer entscheidender Güter wie Helium und Düngemittel. Wenige Stunden, nachdem der Iran die Meerenge geschlossen hatte, griff die iranische Marine zwei Handelsschiffe an - einen Tanker und ein Containerschiff, wie eine britische Schifffahrtsorganisation berichtete. Die von der britischen Royal Navy verwaltete Organisation UK Maritime Trade Operations teilte auf X mit, dass zwei Kanonenboote der Islamischen Revolutionsgarde auf den Tanker geschossen hätten und dass "ein unbekanntes Projektil" das Containerschiff getroffen habe. Bei keinem der beiden Angriffe wurde jemand verletzt, doch das Projektil beschädigte einige Container.
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April 20, 2026 09:51 ET (13:51 GMT)
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