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MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Börsianer setzen weiter auf Diplomatie

DJ MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Börsianer setzen weiter auf Diplomatie

DOW JONES--Die jüngste Eskalation im Nahen Osten mit der erneuten Sperrung der Straße von Hormus hat zwar am Montag die Erdölpreise wieder etwas nach oben getrieben, die US-Börsen zeigen sich davon aber kaum belastet. Dabei hilft, dass die Ölpreise zwar steigen, aber nicht allzu stark, zudem liegen sie aktuell bereits wieder deutlich unter den Tageshochs. Brent-Öl kostet 4 Prozent mehr als am Freitag, knapp 94 Dollar - im Tageshochs waren es schon über 97 Dollar gewesen.

Laut Marktteilnehmern steckt nicht nur in den Ölpreisen noch immer eine Menge Optimismus, dass sich die USA und der Iran auf ein Kriegsende verständigen werden, obwohl sich die Lage über das Wochenende wieder verschlechtert hat. Nachdem die Straße von Hormus am Freitag für eine kurze Zeit wieder geöffnet war, ist sie inzwischen von Iran wieder geschlossen worden, weil die USA iranische Schiffe zur Umkehrt gezwungen hatten. Dazu kommt die Meldung über die Aufbringung eines iranischen Handelsschiffes durch die US-Marine im Golf von Oman, das die US-Blockade der Straße von Hormus zu durchbrechen versucht hatte. Darauf schloss der Iran nicht nur die Straße von Hormus wieder, sondern stellt auch die Teilnahme an der neuen Runde von Friedensgesprächen in Frage.

Der Dow-Jones-Index liegt fast unverändert bei 49.458 Punkten. Der breite S&P-500-Index und die Nasdaq-Indizes zeigen sich mit minimalen Abschlägen gegenüber Freitag, wobei Händler auch von Gewinnmitnahmen sprechen.

Weil die steigenden Ölpreise wieder Inflationssorgen heraufbeschwören, legen die US-Anleiherenditen zu, aber nur leicht. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zieht um 1 Basispunkt auf 4,25 Prozent an. Auch der Dollar verbucht kleine Aufschläge, weil er wieder von seinem Ruf als vermeintlich sicherer Anlegerhafen profitiert und weil die US-Zinsen anziehen. Der Euro wird mit 1,1775 Dollar gehandelt. Beim Gold tut sich wenig, die Feinunze geht mit 4.821 Dollar kaum verändert um.

Am Aktienmarkt ziehen mit den Ölpreisen Ölaktien an, der S&P-500-Subindx der Energiewerte legt um 0,8 Prozent zu. Am Ende bei den Branchen rangieren die zyklischen Konsumwerte, deren Subindex um 0,9 Prozent nachgibt mit der Aussicht auf steigende Preise.

Unter den Einzelwerten sinken American Airlines um 5,0 Prozent und United Airlines um 1,1 Prozent. Zum einen belastet die Aussicht auf höhere Kerosinkosten, zum anderen entweicht Fusionsfantasie, denn laut American Airlines führt man keine Gespräche über ein Zusammengehen. Zuvor hatte es in Medienberichten gelautet, United-Airlines-CEO Kirby habe US-Präsident Trump einen Megadeal vorgeschlagen, der zwei der größten US-Fluggesellschaften zusammenbringen würde.

Marvell Technology ziehen um 5,2 Prozent an. Laut einem Bericht befindet sich Alphabet in Gesprächen mit dem Unternehmen, in denen es um die Entwicklung zweier maßgeschneiderter Chips für künstliche Intelligenz gehen soll. Alphabet tendieren knapp behauptet. Broadcom verlieren 1 Prozent. Der Chiphersteller hatte Anfang des Monats eine Partnerschaft zur Entwicklung von KI-Chips mit der Alphabet-Tochter Google verlängert.

AST SpaceMobile knicken um knapp 10 Prozent ein. Der Satellitenhersteller hat einen Rückschlag bei seinem Plan für satellitengestütztes Breitband erlitten. Ein Satellit, der mit einer Rakete von Blue Origin transportiert worden ist, wurde in eine falsche Umlaufbahn gebracht und muss nun aus dem Orbit entfernt werden.

Fermi stürzen um 15 Prozent ab. Hier verstimmt, dass bei dem Entwickler von KI-Rechenzentren der Mitbegründer und CEO ausscheidet.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.457,79  +0,0   +10,36    49.447,43 
S&P-500     7.120,58  -0,1   -5,48    7.126,06 
NASDAQ Comp  24.419,71  -0,2   -48,77    24.468,48 
NASDAQ 100   26.636,49  -0,1   -35,95    26.672,43 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,72 +0,02    3,74      3,71 
5 Jahre       3,85 +0,01    3,88      3,84 
10 Jahre      4,25 +0,01    4,28      4,24 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag  Fr, 17:20 Uhr 
EUR/USD      1,1775  +0,1   0,0013     1,1762      1,1807 
EUR/JPY      186,81  +0,1   0,2600     186,55     186,4700 
EUR/CHF      0,9182  -0,1  -0,0013     0,9195      0,9200 
EUR/GBP      0,8701  NULL   0,0000     0,8701      0,8704 
USD/JPY      158,62  +0,0   0,0100     158,61     157,9300 
GBP/USD      1,3531  +0,1   0,0017     1,3514      1,3561 
USD/CNY      6,8172  0,0   0,0003     6,8169      6,8169 
USD/CNH      6,8145  +0,0   0,0010     6,8135      6,8159 
AUS/USD      0,7166  NULL   0,0000     0,7166      0,7187 
Bitcoin/USD  75.121,14  +0,6   459,89    74.661,25    77.956,03 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     87,58  +4,5    3,73      83,85 
Brent/ICE      93,3  +3,2    2,92      90,38 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.821,61  -0,1   -6,69    4.828,30 
Silber       80,26  -0,7   -0,53      80,79 
Platin     2.069,35  -1,6   -33,93    2.103,28 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/mpt

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April 20, 2026 10:07 ET (14:07 GMT)

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