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XETRA-SCHLUSS/Schwach - Wieder geschlossene Straße von Hormus verunsichert

DJ XETRA-SCHLUSS/Schwach - Wieder geschlossene Straße von Hormus verunsichert

DOW JONES--Nach der kräftigen Aufwärtsbewegung zum Vorwochenschluss ist es mit den Kursen am Montag am deutschen Aktienmarkt wieder nach unten gegangen. Nachdem am Freitag noch die Nachricht über die Öffnung der Straße von Hormus bei Investoren für Risikobereitschaft und Käufe gesorgt hatte, bewirkte nun die erneute Schließung das Gegenteil. Am Wochenende hatte der Iran die Straße von Hormus wieder für geschlossen erklärt und dies mit der Weigerung der USA begründet, ihre Seeblockade gegen iranische Häfen aufzuheben. Ob die Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA nun fortgesetzt werden, ist unklar.

Der Preis der Ölsorte Brent zog mit der neuen Entwicklung zwar an, der Anstieg fiel mit 3,4 Prozent auf 93,43 Dollar aber eher moderat aus. Zudem lag er zuletzt wieder klar unter dem Tageshoch von über 97 Dollar und auch klar unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Dass auch die Reaktion an den Aktienmärkten nicht schärfer ausfielen lässt vermuten, dass die Märkte mehrheitlich weiter auf eine Einigung in den kommenden Tagen setzen. Der DAX büßte 1,2 Prozent auf 24.418 Punkte ein.

Commerzbank legten gegen den schwachen breiten Markt um 1,2 Prozent zu. Hier stützte wieder etwas Übernahmefantasie. Die an der Übernahme der Commerzbank interessierte italienische Unicredit ist der Ansicht, dass das Frankfurter Kreditinstitut "auf zukünftige Herausforderungen unzureichend vorbereitet ist und sich zu sehr auf kurzfristigen Erfolg konzentriert". Nötig sei stattdessen eine Repositionierung, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Das ging aus Aussagen von Unicredit-Chef Andrea Orcel dazu hervor, wie die Commerzbank mehr Wert generieren könne. Unicredit gaben um 3 Prozent nach.

Versorgeraktien legten mit den wieder höheren Ölpreisen zu. RWE gewannen 2,6 Prozent, Eon zogen um 0,5 Prozent an.

SAP verloren nach der jüngsten Erholung 3,9 Prozent. Die Walldorfer legen am Donnerstag ihre Geschäftszahlen zum ersten Quartal vor. Die Aktie hat dieses Jahr bereits etwa 25 Prozent verloren. Investoren fürchten, dass SAP wie auch andere Softwareunternehmen unter KI-Disruptionen leiden könnte. Im MDAX verloren Atoss Software 1,6 und Nemetschek 4,0 Prozent.

Die vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs volatileren Aktienmärkte kommen der Deutschen Börse zugute. Die Aktie legte um 1,1 Prozent zu.

Für die Aktie der Lufthansa ging es mit dem wieder anziehenden Ölpreis und politischen Diskussionen um eine mögliche Kerosin-Knappheit um 3,4 Prozent nach unten. Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat das Thema Kerosinversorgung zur Chefsache erkoren und zu einem Branchengipfel geladen. Wie die Analysten von Jefferies anmerkten, warnte die Internationale Energieagentur in der Vorwoche bereits, dass bestimmten europäischen Ländern innerhalb der nächsten sechs Wochen physische Engpässe bei Flugzeugkraftstoff drohen könnten. Der Kurs des Reisekonzerns Tui gab um 3,1 Prozent nach.

Positiv wurden Geschäftszahlen von Wacker Chemie interpretiert, die Aktie schloss 2 Prozent fester. Beim Wachstum erwartet das Unternehmen nun ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich, nachdem man zuvor mit einem niedrigen einstelligen Wert kalkuliert hatte. Das dürfte höhere Konsensschätzungen zur Folge haben.

Index      zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX       24.418  -1,2    -0,2 
DAX-Future    24.558  -1,1    0,7 
XDAX       24.399  -1,1    -0,7 
MDAX       31.505  -1,4    2,9 
TecDAX      3.711  -1,4    2,5 
SDAX       18.078  -1,0    5,3 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future   125,91  -19 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 20, 2026 11:55 ET (15:55 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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