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MÄRKTE USA/Leichter - Dow & Co zeigen sich widerstandsfähig

DJ MÄRKTE USA/Leichter - Dow & Co zeigen sich widerstandsfähig

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die jüngste Eskalation im Nahen Osten mit der erneuten Sperrung der Straße von Hormus treibt zwar am Montag die Erdölpreise wieder nach oben, die US-Börsen zeigen sich aber dennoch eher widerstandsfähig. Dabei hilft, dass die Ölpreise zwar steigen, aber nicht allzu stark; zudem liegen sie wieder deutlich unter den Tageshochs. Brent-Öl kostet 5,5 Prozent mehr als am Freitag, rund 95,30 Dollar - im Tageshoch waren es 97,50 Dollar gewesen.

Laut Marktteilnehmern steckt nicht nur in den Ölpreisen noch immer eine Menge Optimismus, dass sich die USA und der Iran auf ein Kriegsende verständigen werden, obwohl sich die Lage über das Wochenende wieder verschlechtert hat. Nachdem die Straße von Hormus am Freitag für eine kurze Zeit wieder geöffnet war, ist sie inzwischen vom Iran wieder geschlossen worden, weil die USA iranische Schiffe zur Umkehr gezwungen hatten. Dazu kommt die Meldung über die Aufbringung eines iranischen Handelsschiffs durch die US-Marine, das die US-Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte. Darauf schloss der Iran nicht nur die Straße von Hormus wieder, sondern stellt auch die Teilnahme an der neuen Runde von Friedensgesprächen in Frage.

Der Dow-Jones-Index liegt zur Mittagszeit in New York 0,2 Prozent zurück bei 49.326 Punkten. Der breite S&P-500-Index und die Nasdaq-Indizes zeigen sich mit Abschlägen von 0,4 und 0,6 Prozent, wobei Händler auch von Gewinnmitnahmen sprechen.

Weil die steigenden Ölpreise wieder Inflationssorgen heraufbeschwören, legen die US-Anleiherenditen zu, aber nur leicht. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zieht um 3 Basispunkte auf 4,27 Prozent an. Der Dollar tendiert gut behauptet. Der Euro wird mit 1,1784 Dollar gehandelt. Beim Gold tut sich wenig, die Feinunze verbilligt sich um ein halbes Prozent auf 4.800 Dollar.

Am Aktienmarkt ziehen mit den Ölpreisen Ölaktien an, der S&P-500-Subindex der Energiewerte legt um 0,9 Prozent zu. Am Ende bei den Branchen rangieren die zyklischen Konsumwerte, deren Subindex um 1,0 Prozent nachgibt mit der Aussicht auf steigende Preise.

Unter den Einzelwerten sinken American Airlines um 4,7 Prozent und United Airlines um 2,6 Prozent. Zum einen belastet die Aussicht auf höhere Kerosinkosten, zum anderen entweicht Fusionsfantasie, denn laut American Airlines führt man keine Gespräche über ein Zusammengehen. Zuvor hatte es in Medienberichten gelautet, United-Airlines-CEO Scott Kirby habe US-Präsident Donald Trump einen Megadeal vorgeschlagen, der zwei der größten US-Fluggesellschaften zusammenbringen würde.

Marvell Technology ziehen um 4,3 Prozent an. Laut einem Bericht befindet sich Alphabet in Gesprächen mit dem Unternehmen, in denen es um die Entwicklung zweier maßgeschneiderter Chips für Künstliche Intelligenz gehen soll. Alphabet tendieren knapp behauptet. Broadcom verlieren 2,1 Prozent. Der Chiphersteller hatte Anfang des Monats noch eine Partnerschaft zur Entwicklung von KI-Chips mit der Alphabet-Tochter Google verlängert.

Eli Lilly büßen 0,1 Prozent ein. Der Pharmariese will bis zu 7 Milliarden Dollar in die Hand nehmen zur Übernahme von Kelonia Therapeutics, um seine Position im globalen Markt für Krebsmedikamente zu stärken.

Honeywell verkauft seine Produktivitätssparte für 1,4 Milliarden Dollar. Der Markt quittiert das mit einem Kursminus von 1,4 Prozent.

AST SpaceMobile knicken um 8,2 Prozent ein. Der Satellitenhersteller hat einen Rückschlag bei seinem Plan für satellitengestütztes Breitband erlitten. Ein Satellit, der mit einer Rakete von Blue Origin transportiert worden ist, wurde in eine falsche Umlaufbahn gebracht und muss nun aus dem Orbit entfernt werden.

Fermi stürzen um 21,8 Prozent ab, nachdem der Rechenzentrumsentwickler den Rücktritt des CEO und eine Umstrukturierung des Vorstands bekannt gegeben hat. Fermi hat Schwierigkeiten, einen Ankermieter für seinen Project Matador Campus in Texas zu finden und ist weiter unrentabel.

TopBuild machen mit einer Übernahme einen Satz um 17,8 Prozent. Der Baustoffhändler QXO will den Experten für Isolationen für 17 Milliarden Dollar übernehmen. QXO verbilligen sich um 5,4 Prozent.

AtaiBeckley schnellen um 27,3 Prozent nach oben. Das biopharmazeutische Unternehmen profitiert von einem Beschluss von US-Präsident Trump, der die behördliche Prüfung bestimmter psychedelischer Medikamente beschleunigt.

USA Rare Earth legen um 10,3 Prozent zu, nachdem der Bergbaukonzern sich bereit erklärt hat, Serra Verde, den Eigentümer einer Seltene-Erden-Mine und -Verarbeitungsanlage in Brasilien, für 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Die zuletzt gut gelaufenen Sandisk gewinnen 0,5 Prozent. Die Aktie des Anbieters von Speicherprodukten ist am Berichtstag in den Nasdaq-100 aufgenommen worden. Platz machen müssen Atlassian, die 4,4 Prozent zulegen.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.326,35  -0,2  -121,08    49.447,43 
S&P-500     7.094,82  -0,4   -31,24    7.126,06 
NASDAQ Comp  24.314,35  -0,6  -154,13    24.468,48 
NASDAQ 100   26.500,30  -0,6  -172,14    26.672,43 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,73 +0,03    3,74      3,71 
5 Jahre       3,87 +0,03    3,88      3,84 
10 Jahre      4,27 +0,03    4,28      4,24 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr 
EUR/USD      1,1786  +0,2   0,0024     1,1762   1,1807 
EUR/JPY      187,01  +0,3   0,4600     186,55  186,4700 
EUR/CHF      0,9171  -0,3  -0,0024     0,9195   0,9200 
EUR/GBP      0,8702  +0,0   0,0001     0,8701   0,8704 
USD/JPY      158,67  +0,0   0,0600     158,61  157,9300 
GBP/USD      1,3538  +0,2   0,0024     1,3514   1,3561 
USD/CNY      6,8172  0,0   0,0003     6,8169   6,8169 
USD/CNH      6,8155  +0,0   0,0020     6,8135   6,8159 
AUS/USD      0,7172  +0,1   0,0006     0,7166   0,7187 
Bitcoin/USD  75.389,25  +1,0   728,00    74.661,25  77.956,03 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     89,09  +6,3    5,24      83,85 
Brent/ICE     95,35  +5,5    4,97      90,38 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.796,78  -0,7   -31,52    4.828,30 
Silber       79,74  -1,3   -1,05      80,79 
Platin     2.070,50  -1,6   -32,78    2.103,28 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 20, 2026 12:43 ET (16:43 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

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