DJ MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Börsen in angespanntem Wartemodus
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Nach der Wiedersperrung der Straße von Hormus sind die US-Börsen am Montag in einen angespannten Wartemodus übergegangen. Jeder Tag, an dem dieser strategische Engpass geschlossen bleibe, bringe die Welt einen Tag näher an eine Energiekrise, kommentierte Robert Yawger von Mizuho.
Insgesamt zeigten sich die Indizes aber eher widerstandsfähig angesichts der jüngsten Eskalation um die Abriegelung iranischer Häfen bzw. der Kaperung eines iranischen Schiffes durch die US-Marine. Dabei half, dass die Ölpreise zwar stiegen, aber nicht mehr so stark wie zuletzt noch. Brent-Öl kostete zuletzt mit 95,12 Dollar gut 5 Prozent mehr als am Freitag. Im Tageshoch waren es schon 97,50 Dollar gewesen. Am Freitag waren die Ölpreise abgerutscht, als der Iran die Sperrung der Straße von Hormus vorübergehend fallengelassen hatte
Der Dow-Jones-Index schloss minimal im Minus mit 49.443 Punkten. Der breite S&P-500-Index und die Nasdaq-Indizes zeigten sich mit Abschlägen von 0,2 und 0,3 Prozent, wobei Händler auch von Gewinnmitnahmen nach der Rally zum Vorwochenschluss sprachen. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 1.454 (Freitag: 2.157) Kursgewinner und 1.300 (607) Kursverlierer. Unverändert schlossen 64 (45) Titel.
Marktteilnehmern konstatierten trotz der verschlechterten Lage, der Unsicherheit, ob die Friedensverhandlungen überhaupt fortgesetzt werden, und der am Mittwoch endenden Waffenruhe weiter viel Optimismus, dass sich die USA und der Iran auf ein Kriegsende verständigen werden.
Weil die steigenden Ölpreise wieder Inflationssorgen anheizten, legten die Renditen am Anleihemarkt zu, die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen um 2 Basispunkte auf 4,26 Prozent. Der Dollar kam leicht zurück, der Euro wurde zuletzt mit 1,1788 Dollar gehandelt. Beim Gold tat sich wenig, die Feinunze verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 4.815 Dollar.
Die Kurse der Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines sanken um 4,2 und um 2,8 Prozent. Zum einen belastete die Aussicht auf höhere Kerosinkosten, zum anderen entwich Fusionsfantasie. Laut American Airlines führt man keine Gespräche über ein Zusammengehen. Zuvor hatte es in Medienberichten gelautet, United-Airlines-CEO Kirby habe US-Präsident Trump einen Megadeal vorgeschlagen, der zwei der größten US-Fluggesellschaften zusammenbringen würde.
Marvell Technology gewannen 5,8 Prozent an. Laut einem Bericht befindet sich Alphabet in Gesprächen mit dem Unternehmen, in denen es um die Entwicklung zweier maßgeschneiderter Chips für Künstliche Intelligenz gehen soll. Alphabet tendierten 1,2 Prozent schwächer. Broadcom verloren 1,7 Prozent. Der Chiphersteller hatte Anfang des Monats noch eine Partnerschaft zur Entwicklung von KI-Chips mit der Alphabet-Tochter Google verlängert.
Eli Lilly kamen um 0,8 Prozent zurück. Der Pharmariese will bis zu 7 Milliarden Dollar in die Hand nehmen zur Übernahme von Kelonia Therapeutics, um seine Position im globalen Markt für Krebsmedikamente zu stärken.
Honeywell verkauft seine Produktivitätssparte für 1,4 Milliarden Dollar. Der Markt quittierte das mit einem Kursminus von 1,6 Prozent.
AST SpaceMobile knickten um 5,3 Prozent ein. Der Satellitenhersteller erlitt einen Rückschlag bei seinem Plan für satellitengestütztes Breitband.
Fermi stürzten um 17,6 Prozent ab, nachdem der Rechenzentrumsentwickler den Rücktritt des CEO und eine Umstrukturierung des Vorstands bekannt gegeben hatte. Fermi hat Schwierigkeiten, einen Ankermieter für seinen Project Matador Campus in Texas zu finden und ist weiter unrentabel.
TopBuild machten einen Satz um 19,4 Prozent. Der Baustoffhändler QXO will den Experten für Isolationen für 17 Milliarden Dollar übernehmen. QXO verbilligten sich um 3,1 Prozent.
AtaiBeckley schnellten um 21,6 Prozent nach oben. Das biopharmazeutische Unternehmen profitierte von einem Erlass von US-Präsident Trump, der die behördliche Prüfung bestimmter psychedelischer Medikamente beschleunigt.
USA Rare Earth verteuerten sich um gut 13 Prozent zu mit der Nachricht, Serra Verde, den Eigentümer einer Seltene-Erden-Mine und -Verarbeitungsanlage in Brasilien, für 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen.
Die zuletzt gut gelaufenen Sandisk verloren 0,9 Prozent. Die Aktie des Anbieters von Speicherprodukten wurde am Berichtstag in den Nasdaq-100 aufgenommen worden. Platz machen müssen Atlassian, die 6,8 Prozent zulegten.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 49.442,56 -0,0 -4,87 49.447,43 S&P-500 7.109,14 -0,2 -16,92 7.126,06 NASDAQ Comp 24.404,39 -0,3 -64,09 24.468,48 NASDAQ 100 26.590,34 -0,3 -82,09 26.672,43 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,72 +0,02 3,74 3,71 5 Jahre 3,86 +0,02 3,88 3,84 10 Jahre 4,26 +0,01 4,28 4,24 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr EUR/USD 1,1785 +0,2 0,0023 1,1762 1,1807 EUR/JPY 187,21 +0,4 0,6600 186,55 186,4700 EUR/CHF 0,9171 -0,3 -0,0024 0,9195 0,9200 EUR/GBP 0,8709 +0,1 0,0008 0,8701 0,8704 USD/JPY 158,82 +0,1 0,2100 158,61 157,9300 GBP/USD 1,353 +0,1 0,0016 1,3514 1,3561 USD/CNY 6,8172 0,0 0,0003 6,8169 6,8169 USD/CNH 6,8147 +0,0 0,0012 6,8135 6,8159 AUS/USD 0,7178 +0,2 0,0012 0,7166 0,7187 Bitcoin/USD 76.266,96 +2,2 1.605,71 74.661,25 77.956,03 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 88,53 +5,6 4,68 83,85 Brent/ICE 95,1 +5,2 4,72 90,38 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.814,97 -0,3 -13,33 4.828,30 Silber 79,68 -1,4 -1,11 80,79 Platin 2.085,41 -0,8 -17,87 2.103,28
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April 20, 2026 16:10 ET (20:10 GMT)
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