DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BANKENREGULIERUNG - Die Bafin stellt ihre Anforderungen an das Risikomanagement neu auf und zielt nach eigenen Angaben vor allem auf eine Entlastung kleinerer Banken. "80 bis 85 Prozent der Institute können Erleichterungen in Anspruch nehmen", sagte der für die Bankenaufsicht zuständige Exekutivdirektor Nikolas Speer der Börsen-Zeitung. Von den gut 1.200 Banken in Deutschland würden vor allem die vielen kleineren genossenschaftlichen Institute und Sparkassen profitieren. (Börsen-Zeitung)
ALLIANZEN - Die alte Ordnung zerfällt, die Demokratien Europas und Asiens reagieren und knüpfen Netzwerke. In den vergangenen fünf Jahren haben Deutschland, Frankreich, Großbritannien und andere europäische Länder ein Netz neuer bilateraler Sicherheitspartnerschaften und Rüstungsdeals mit Staaten wie Japan, Korea und Indien gebildet. Das geht aus einer Analyse der Heinrich-Böll-Stiftung hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Im gemeinsamen Gespräch mit dem Handelsblatt begründeten der französische Europa-Staatsminister Benjamin Haddad und sein deutscher Amtskollege Gunther Krichbaum die engere Zusammenarbeit mit dem Verlust des Vertrauens in die USA und dem Machtanspruch Chinas. Europa brauche neue Partnerschaften. (Handelsblatt)
IMMOBILIEN - Die Immobilienbranche muss in den kommenden Monaten und Jahren Finanzierungen in Milliardenhöhe erneuern. Durch den Irankrieg verschärft sich die Lage deutlich. Nach Berechnungen des Investmentmanagers HIH Invest erreicht das Refinanzierungsvolumen im Jahr 2026 seinen vorläufigen Höhepunkt und beträgt über 40 Milliarden Euro. Die prognostizierte Refinanzierungslücke liegt in diesem Jahr bei rund 6,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig hat der Krieg im Nahen Osten die Markterholung gebremst. (Handelsblatt)
US-ZÖLLE - Schätzungsweise 166 Milliarden Dollar sollen Importeure an unrechtmäßigen US-Zöllen gezahlt haben. Seit diesem Montagmorgen (Ortszeit) können betroffene Unternehmen die Summen mit wenigen Klicks zurückverlangen, lautet das Versprechen der US-Regierung, die eine entsprechende Online-Funktion freigeschaltet hat. Die Erstattungen erhalten Unternehmen allerdings nicht automatisch. Importeure oder spezialisierte Zollmakler müssen einen Antrag stellen. Wer das Onlineverfahren durchläuft, soll binnen 60 bis 90 Tagen erste Beträge zurückerhalten, heißt es von der US-Zollbehörde Customs and Border Protection (CBP). Doch zunächst bearbeitet die Behörde nur einen Teil der Fälle. Strikte Fristen könnten außerdem zu einem regelrechten Ansturm auf das Portal führen und die Systeme überlasten, befürchten manche Importeure. (Handelsblatt)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/mgo/sha
(END) Dow Jones Newswires
April 21, 2026 00:30 ET (04:30 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
