DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Optimisten setzen auf Iran-Verhandlungen
DOW JONES--Die europäischen Börsen sind mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Dienstag gestartet. Iran soll angeblich Vermittlern signalisiert haben, am Dienstag ein Verhandlungsteam nach Pakistan zu entsenden, um an einer zweiten Runde von Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. Teheran hat eine Teilnahme an den Friedensverhandlungen bislang nicht öffentlich bestätigt, entsprechende Berichte sind daher mit Vorsicht zu genießen.
Der DAX reagiert darauf mit Aufschlägen von 0,6 Prozent auf 24.555 Punkte, beim Euro-Stoxx-50 fällt das Plus mit 0,2 Prozent auf 5.996 Zähler bescheidener aus. Der Preis der Ölsorte Brent fällt leicht auf 94,18 Dollar das Fass zurück. An den Anleihemärkten ziehen die Renditen moderat an, der Euro gibt leicht nach auf 1,1771 Dollar um.
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, der Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA, der am Mittwochabend US-Zeit ausläuft, werde nicht verlängert. Derweil soll sich US-Vizepräsident JD Vance auf dem Weg nach Pakistan befinden. Am Donnerstag werden die USA zudem eine zweite Gesprächsrunde auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon im US-Außenministerium ausrichten. Im Handel heißt es, das Schlagzeilenrisiko an den Märkten bleibe hoch.
Neben dem Irankrieg könnten Anleger ihre Aufmerksamkeit am Nachmittag auf die Anhörung des designierten neuen Fed-Chairman Kevin Warsh vor dem Bankenausschuss des Senats richten. Dort wird er nach Informationen der "FT" erklären, die Unabhängigkeit der US-Notenbank sei durch politischen Druck nicht sonderlich bedroht. Mit Blick auf Konjunkturdaten steht am Vormittag die Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturbarometers an und am Nachmittag dann die US-Einzelhandelsumsätze für März.
Nach Umsatzzahlen notieren Beiersdorf-Aktien 1,3 Prozent niedriger. Der organische Umsatzrückgang fiel heftiger als erwartet aus. Belastend wirkte der Bereich Consumer, und hier Nivea mit einem Rückgang um 7 Prozent. Der Konzern hat zwar die Jahresziele bestätigt, RBC weist jedoch darauf hin, dass das Unternehmen weiterhin auf ein anhaltend herausforderndes Massenmarktgeschäft verweise.
Associated British Foods (AB Foods) verlieren 4,6 Prozent. Das EBIT hat die Marktschätzung um rund 5 Prozent verfehlt. Bernstein verweist auf die Margenkompression von 150 Basispunkten, was vor allem auf die Schwäche von Primark zurückzuführen sei. AB Foods will Primark nun abspalten und an die Börse bringen.
Thales (-1,8%) hat die Erwartungen an das organische Umsatzwachstum geschlagen. Dieses stieg im ersten Quartal um 9,7 Prozent und lag damit klar über dem Ziel von 6 bis 7 Prozent. Dies sei allerdings ausschließlich auf das bessere Rüstungsgeschäft zurückzuführen, so Berenberg, das um 14,3 Prozent zulegte. Schwach habe sich dagegen die Sparte Cyber entwickelt, der Bereich ist von KI-Disruptionen bedroht.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 5.996,12 +0,2 13,49 5.982,63 3,5 Stoxx-50 5.131,29 0,0 -0,13 5.131,42 4,3 DAX 24.555,22 +0,6 137,42 24.417,80 0,3 MDAX 31.733,84 +0,7 228,52 27.039,42 3,6 TecDAX 3.729,26 +0,5 17,90 3.091,28 3,0 SDAX 18.180,92 +0,6 102,80 13.062,07 5,9 CAC 8.326,15 -0,1 -4,90 8.331,04 2,2 SMI 13.230,15 -0,4 -54,07 13.284,22 -0,3 ATX 5.875,46 +0,2 9,13 5.866,33 10,3 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:17 EUR/USD 1,1765 -0,2 -0,0022 1,1787 1,1786 EUR/JPY 187,07 -0,1 -0,1000 187,17 186,9900 EUR/CHF 0,917 -0,0 -0,0001 0,9171 0,9169 EUR/GBP 0,8709 +0,0 0,0002 0,8707 0,8702 USD/JPY 159,02 +0,1 0,2300 158,79 158,6500 GBP/USD 1,3507 -0,2 -0,0025 1,3532 1,3542 USD/CNY 6,8154 -0,0 -0,0018 6,8172 6,8172 USD/CNH 6,8152 -0,0 -0,0006 6,8158 6,8153 AUS/USD 0,7151 -0,4 -0,0026 0,7177 0,7173 Bitcoin/USD 76.106,78 -0,3 -204,77 76.311,55 75.386,28 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 88,16 -1,6 -1,45 89,61 Brent/ICE 94,18 -1,4 -1,30 95,48 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.785,50 -0,7 -34,14 4.819,64 Silber 78,97 -1,2 -0,93 79,91 Platin 2.075,86 -0,6 -13,15 2.089,01 ===
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