DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im April unerwartet deutlich
Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland ermittelten Konjunkturerwartungen sind im April unerwartet deutlich gefallen. Wie das ZEW mitteilte, sank der Index der Konjunkturerwartungen auf minus 17,2 (März: minus 0,5) Punkte. Das war der niedrigste Stand seit Dezember 2022. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf minus 5,0 Punkte prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung verschlechterte sich auf minus 73,7 (minus 62,9) Punkte. Die Prognose hatte auf minus 70,9 gelautet. "Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Konjunktur gehen weit über den Anstieg der Preise hinaus: Die Sorge vor einer längerfristigen Verknappung des Energieangebots hemmt Investitionen und schwächt die Wirkung staatlicher Impulse", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen.
Iran hat noch keine Delegation nach Pakistan entsandt - Medien
Der Iran hat noch keine Delegation für Friedensgespräche mit den USA nach Pakistan entsandt, wie das iranische Staatsfernsehen berichtet. Dies verstärkt die Unsicherheit darüber, ob die Gespräche stattfinden werden. Der Iran habe regionalen Vermittlern mitgeteilt, dass er am Dienstag ein Verhandlungsteam nach Islamabad entsenden werde, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Teheran hat das jedoch nicht öffentlich bestätigt. Die Verwirrung wuchs, nachdem der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, am Montag sagte, dass es keinen Plan für eine zweite Verhandlungsrunde in der pakistanischen Hauptstadt gebe. Der iranische Botschafter in Pakistan, Reza Amiri Moghadam, schrieb auf X, dass Verhandlungen nicht unter Drohungen oder Zwang stattfinden könnten.
Schiffe der iranischen Schattenflotte umgehen US-Blockade
Mehr als zwei Dutzend Schiffe mit Verbindungen zum Iran, die Öl und Gas transportieren, haben die US-Blockade der Straße von Hormus umgangen. Dies geht aus Angaben von Lloyd's List Intelligence und Maklern hervor, die solche Frachten organisieren. Seitdem die Blockade am 13. April in Kraft getreten ist, sind mindestens 26 beladene Schiffe in iranische Häfen ein- und ausgelaufen. Das US-Zentralkommando teilte mit, es habe 23 solcher Schiffe zurückgewiesen. Von den Schiffen, welche die US-Blockade passierten, waren elf Öl- und Gastanker. Zwei weitere waren große Rohölfrachter, die jeweils rund 2 Millionen Barrel Öl transportieren können.
Iran Air nimmt Inlandsflüge nach 50-tägiger Pause wieder auf
Die nationale Fluggesellschaft des Iran wird am Mittwochmorgen die Inlandsflüge wieder aufnehmen. Damit endet eine 50-tägige Pause wegen des Krieges, wie der staatliche Sender IRIB berichtete. Zuvor sagte der Chef der iranischen Flughafen- und Flugsicherungsbehörde, zwei der Inlandsflughäfen des Landes würden am Dienstag "betriebsbereit werden". Zudem werde der Flugverkehr in die Türkei und nach Oman bald vom internationalen Flughafen Imam Khomeini in Teheran wieder anlaufen. Dies berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die mit den Islamischen Revolutionsgarden verbunden ist.
DJG/DJN/apo
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April 21, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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