DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Warsh schlägt Abschaffung der Forward Guidance der Fed vor
Kevin Warsh will nach eigenen Angaben die Tendenz der US-Notenbank abschaffen, Zinsentscheidungen im Voraus anzukündigen. Bei seiner Anhörung im Bankenausschuss des US-Senats argumentierte der Kandidat für den Fed-Vorsitz, dass die sogenannte Forward Guidance die Notenbanker träge machen könne. Sie würden dann bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu langsam umschwenken.
Warsh: Musste Trump keine Zinssenkungen versprechen
Kevin Warsh hat dem US-Präsidenten Donald Trump nach eigenen Angaben keine Zinssenkungen versprechen müssen. "Der Präsident hat mich in keinem unserer Gespräche jemals gebeten, eine Zinsentscheidung im Voraus festzulegen, mich zu verpflichten, sie zu fixieren oder darüber zu entscheiden, noch würde ich jemals zustimmen, dies zu tun", sagte der Kandidat für Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell bei seiner Anhörung im Bankenausschuss des US-Senats.
Trump weist Vorschläge für Ausweg aus Blockade um Fed-Chef zurück
US-Präsident Donald Trump hat kein Interesse an einer Beendigung der Ermittlungen des Justizministeriums gegen Notenbankchef Jerome Powell. Eine solche Beendigung könnte eine politische Blockade lösen, die die Bestätigung von Powells designiertem Nachfolger im US-Senat auf unbestimmte Zeit zu verzögern droht.
Trump deutet möglichen Deal mit Anthropic an
Ein Abkommen zwischen dem Weißen Haus und Anthropic ist nach Aussage von US-Präsident Donald Trump möglich. Ziel sei die Nutzung der Technologie des KI-Unternehmens im Verteidigungsministerium. "Wir hatten einige sehr gute Gespräche mit ihnen, und ich denke, sie entwickeln sich gut", sagte Trump in einem Interview CNBC. "Sie sind sehr klug, und ich denke, sie können von großem Nutzen sein."
Umsätze der US-Einzelhändler steigen im März um 1,7 Prozent
Die US-Einzelhändler haben ihre Umsätze im März spürbar gesteigert. Die gesamten Umsätze stiegen um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 1,5 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter berichtete, stiegen die Umsätze ohne Kfz um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten in dieser Kategorie einen Zuwachs um 1,4 Prozent erwartet. Für den Februar gab das Ministerium einen Anstieg von revidiert 0,7 (vorläufig: 0,6) Prozent für die Gesamtrate an. Die Veränderung ex Kfz wurde ebenfalls auf plus 0,7 (vorläufig: 0,5) Prozent revidiert.
Trump: Der Iran hat Waffenruhe vielfach verletzt
Während die Aussichten auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran weiterhin ungewiss sind, hat US-Präsident Donald Trump dem Iran vorgeworfen, das Waffenstillstandsabkommen wiederholt verletzt zu haben. "Der Iran hat den Waffenstillstand mehrfach verletzt", schrieb er auf Truth Social. Der zweiwöchige Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA endet am Mittwoch. Trump hat in den letzten Tagen erklärt, er erwarte, dass diese Woche in Pakistan Gespräche zwischen dem Iran und den USA stattfinden, und hat gedroht, iranische Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sollte das Regime zu keiner Einigung bereit sein.
Trump: Habe alle Zeit der Welt bei Iran-Deal
US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben sicherstellen, dass die Bedrohung durch die Iran beendet wird, auch wenn der Krieg nicht schnell endet. In einem Interview mit CNBC zählte er eine Liste vergangener US-Konflikte auf. "Ich habe mir gerade ein kleines Diagramm angesehen: Erster Weltkrieg, vier Jahre, drei Monate. Zweiter Weltkrieg, sechs Jahre. Koreakrieg, drei Jahre. Vietnam, 19 Jahre. Irak, acht Jahre." "Ich möchte ein gutes Abkommen erzielen", sagte Trump. "Ich werde mich nicht hetzen lassen. Ich habe alle Zeit der Welt." Er sagte, er werde sich nicht von Stimmen im Kongress zur Eile drängen lassen. Diese untergrüben seiner Aussage nach seine Verhandlungsposition. Sie forderten einen sofortigen Rückzug. "Sie sollten das nicht sagen, wenn wir uns mitten in einer Verhandlung befinden, denn es schadet uns ein wenig", sagte er. "Es gibt der anderen Seite etwas Hoffnung, und ich möchte nicht, dass sie Hoffnung haben."
US-Militär entert sanktionierten Öltanker im Indopazifik
US-Streitkräfte haben einen Öltanker geentert. Dieser war zuvor von den USA wegen der Zusammenarbeit mit dem Iran sanktioniert worden, wie das US-Kriegsministerium mitteilte. Das Militär weitet damit sein hartes Vorgehen auf See aus. Das Schiff, die M/T Tifani, wurde nach Angaben des Ministeriums über Nacht in der indopazifischen Region geentert. Der Tanker hat häufig die Flagge gewechselt. Dies zeigen Schiffsregister. Die Adresse des Eigentümers befindet sich laut Equasis in Surinam. Die Adresse des kaufmännischen Verwalters ist in einem WeWork-Büro in Mumbai registriert.
EU-Handelskommissar wird Gespräche mit US-Amtskollegen führen
Der EU-Handelskommissar Maros Sefcovic wird diese Woche nach Washington reisen. Dort wird er das Handelsabkommen der EU mit seinen US-Amtskollegen besprechen. Sefcovic wird sich am Mittwoch mit US-Handelsminister Howard Lutnick treffen. Am Freitag wird er mit dem Handelsbeauftragten Jamieson Greer und Finanzminister Scott Bessent zusammenkommen, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission. Sefcovic wird zudem Mitglieder des Kongresses und Wirtschaftsvertreter treffen.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste 2 Wochen Apr +6,9% gg Vorjahr
US/Index ausstehende Hausverkäufe März +1,5% gg Vm auf 73,7 - NAR
US/Index ausstehende Hausverkäufe März -1,1% gg Vorjahr - NAR
US/Lagerbestände Feb +0,4%; (PROG: +0,3%) gg Vm
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April 21, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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