DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Japans Handelsausblick durch Nahostkonflikt getrübt
Japans Exporte und Importe sind im März weiter gestiegen, doch der Handelsausblick für die kommenden Monate bleibt durch den Krieg im Nahen Osten getrübt. Die Exporte kletterten im vergangenen Monat um 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und steigen damit den siebten Monat in Folge, wie Statistikdaten zeigten. Damit wurden sowohl der Anstieg von 4,0 Prozent im Februar als auch der in einer Umfrage des Datenanbieters LSEG unter Ökonomen prognostizierte Zuwachs von 11,0 Prozent übertroffen. Die Importe legten um 10,9 Prozent zu und damit etwas stärker als im Februar mit 10,3 Prozent.
Warsh schlägt Abschaffung der Forward Guidance der Fed vor
Kevin Warsh will nach eigenen Angaben die Tendenz der US-Notenbank abschaffen, Zinsentscheidungen im Voraus anzukündigen. Bei seiner Anhörung im Bankenausschuss des US-Senats argumentierte der Kandidat für den Fed-Vorsitz, dass die sogenannte Forward Guidance die Notenbanker träge machen könne. Sie würden dann bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu langsam umschwenken.
Warsh: Musste Trump keine Zinssenkungen versprechen
Kevin Warsh hat dem US-Präsidenten Donald Trump nach eigenen Angaben keine Zinssenkungen versprechen müssen. "Der Präsident hat mich in keinem unserer Gespräche jemals gebeten, eine Zinsentscheidung im Voraus festzulegen, mich zu verpflichten, sie zu fixieren oder darüber zu entscheiden, noch würde ich jemals zustimmen, dies zu tun", sagte der Kandidat für Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell bei seiner Anhörung im Bankenausschuss des US-Senats.
Warsh: Erhebliche Forschungsarbeiten zu KI-Wirkungen nötig
Der von US-Präsident Donald Trump für das Amt des Fed-Chairman nominierte Kevin Warsh rechnet damit, dass sich der wirtschaftliche Wandel durch die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) beschleunigen wird, hält aber zugleich weitere Forschungsarbeiten zu diesem Thema für nötig. Befragt von der Demokratin Lisa Blunt Rochester aus Delaware bezüglich seiner Ansichten zu KI und ob er auf deren potenziellen wirtschaftlichen Einfluss eine Wette abschließe, die sich als falsch erweisen könnte, sagte Warsh, dass zu KI noch "erhebliche Arbeit geleistet" werden müsse.
Waller strebt effizientere Federal Reserve an
Die geldpolitischen Entscheidungen der Fed seien aus gutem Grund zwischen den in Washington ansässigen und den regionalen Vertretern aufgeteilt, die unterschiedliche geografische Interessen widerspiegelten, sagte Fed-Gouverneur Christopher Waller in einer Rede in Washington. Das Fed-System könne jedoch effizienter werden, wenn die Back-Office-Abläufe gestrafft würden, argumentiert er. Funktionen wie IT, Personalwesen und Buchhaltung wiesen unnötige Doppelungen in den 12 regionalen Zentralbanken der Fed auf. Die Fed sollte daher eine Konsolidierung dieser Bereiche in Betracht ziehen, argumentiert Waller.
Inflation in Großbritannien steigt im März auf 3,3 Prozent
Die Inflation in Großbritannien ist im März gestiegen, da der Krieg im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe trieb, auch wenn dies die Bank of England (BoE) wahrscheinlich nicht dazu veranlassen wird, ihren Leitzins bei der Sitzung der geldpolitischen Entscheidungsträger nächste Woche anzuheben. Die jährliche Inflationsrate stieg von 3,0 Prozent im Februar auf 3,3 Prozent im März, teilte das britische Amt für nationale Statistik mit. Dies entsprach den Erwartungen der vom Wall Street Journal befragten Ökonomen.
Trump will Waffenstillstand verlängern und Blockade aufrechterhalten
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA ihre Waffenruhe mit dem Iran verlängern und die Blockade der Häfen des Landes fortsetzen werden, bis dessen Führung "einen einheitlichen Vorschlag" vorlegen könne. "Weil die Regierung des Iran ernsthaft zersplittert ist - was nicht unerwartet ist - und auf Bitten von Feldmarschall Asim Munir und Premierminister Shehbaz Sharif aus Pakistan, wurden wir gebeten, unseren Angriff auf das Land Iran so lange zurückzuhalten, bis deren Führung und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag vorlegen können. Ich habe daher unser Militär angewiesen, die Blockade fortzusetzen und in jeder anderen Hinsicht einsatzbereit zu bleiben. Daher werde ich die Waffenruhe verlängern, bis deren Vorschlag eingereicht und die Gespräche - wie auch immer - abgeschlossen sind", schrieb Trump auf Truth Social.
Vance sagt Reise nach Islamabad zu Iran-Gesprächen offiziell ab
US-Vizepräsident J.D. Vance hat seine Reise nach Islamabad laut einem Vertreter des Weißen Hauses auf unbestimmte Zeit abgesagt und dabei auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump verwiesen, den Waffenstillstand zu verlängern. Zudem hatte Trump den Iran aufgefordert, einen einheitlichen Vorschlag vorzulegen. Die für Dienstag geplante Reise sei abgesagt worden, so der Vertreter, ohne dass ein neuer Termin festgelegt worden sei. Trump hatte Vance zum Verhandlungsführer in den Gesprächen mit dem Iran bestimmt, zusammen mit seinem Schwiegersohn Jared Kushner und dem Sonderbeauftragten für den Nahen Osten, Steve Witkoff.
Iran knüpft Verhandlungen mit USA an Ende der Hafenblockade
Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen hat erklärt, sein Land sei bereit, mit den USA zu verhandeln, sobald diese die Blockade der iranischen Häfen beenden. Amir Saeid Iravani sagte, der Iran habe "gewisse Anzeichen" dafür erhalten, dass die USA bereit seien, die Blockade zu beenden, die er als Verstoß gegen den Waffenstillstand bezeichnete. "Sobald sie diese Blockade aufheben, denke ich, dass die nächste Verhandlungsrunde in Islamabad stattfinden wird", sagte er.
+++ Konjunkturdaten +++
GB/Erzeugerpreise (Output) März +0,9% gg Vm; +2,5% gg Vj
GB/Erzeugerpreise (Output) März PROG: +1,1% gg Vm; +2,7% gg Vj
GB/Erzeugerpreise (Input) März +4,4% gg Vm; +5,4% gg Vj
GB/Erzeugerpreise (Input) März PROG: +3,1% gg Vm; +3,9% gg Vj
DJG/DJN/apo
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April 22, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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