MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Dieselpreis setzt seine Talfahrt fort - dagegen geht es bei Benzin seit einigen Tagen nicht mehr voran. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete ein Liter Diesel 2,129 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren 1,8 Cent weniger als am Vortag. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich dagegen nur um 0,2 Cent auf 2,059 Euro.
Noch deutlicher wird der Unterschied auf Wochensicht: Während E10 seit dem Dienstag vergangener Woche nur 4,8 Cent billiger geworden ist, ging es bei Diesel mit 15,7 Cent mehr als dreimal so schnell nach unten. Vor allem seit dem Wochenende gibt es bei Benzin kaum noch Bewegung beim Tagesdurchschnitt - obwohl der ADAC ihn nach wie vor für zu hoch hält, wenn man ihn mit Ölpreis und Dollarkurs abgleicht.
Normalerweise billiger
Diesel ist in normalen Zeiten billiger als Benzin, weil die Steuer auf den Kraftstoff deutlich niedriger ist. In Krisen steigt sein Preis allerdings oft schneller - unter anderem, weil Deutschland hier stärker auf Importe angewiesen ist. Ähnlich war es auch in den ersten Monaten des Ukraine-Krieges 2022 gewesen. Dass der Preis nun schneller fällt, könnte also auch damit zusammenhängen, dass der Sondereffekt aus der Anfangsphase langsam an Gewicht verliert.
Die aktuelle Entwicklung sorgt nun dafür, dass Diesel im Tagesdurchschnitt nur noch 7 Cent teurer ist als E10. Auf dem Höhepunkt kurz nach Ostern waren es noch mehr als 26 Cent./ruc/DP/jha
