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MÄRKTE USA/Börsen vor Aufschlägen dank verlängerter Iran-Waffenruhe

DJ MÄRKTE USA/Börsen vor Aufschlägen dank verlängerter Iran-Waffenruhe

DOW JONES--Die Schlagzeilen zum Iran-Krieg halten die Wall Street zur Wochenmitte weiter fest im Griff. Nachdem US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der eigentlich am Mittwoch endenden Waffenruhe mit dem Iran angekündigt hat, steigt der Optimismus wieder an den US-Börsen. Der Aktienterminmarkt deutet einen freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt an. "Trumps Verlängerung der Waffenruhe hat über Nacht zu einer gewissen Erholung an den Märkten geführt (...)", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Am Vortag hatte der Umstand belastet, dass US-Vizepräsident JD Vance seine Pläne für eine Reise nach Pakistan zu Friedensgesprächen mit Iran auf Eis gelegt hatte.

Am Anleihemarkt geben die Renditen ganz leicht nach. "Die Verlängerung des derzeitigen Waffenstillstands durch Präsident Trump hat das Risiko einer unmittelbaren Eskalation verringert, aber die allgemeinen Aussichten unsicher gelassen", urteilt DHF-Analyst Bas Kooijman. Die fortgesetzte Schließung der Straße von Hormus lasse die Störungen der Energieversorgung fortbestehen, was weiterhin Inflations- und Wachstumsrisiken bergen könnte, so Kooijman. Die zehnjährige US-Rendite fällt um 2 Basispunkte auf 4,27 Prozent. Der Dollar-Index bewegt sich indes auf Tagessicht kaum.

Wie fragil die Lage in Nahost ist, wird derweil am Ölmarkt gespielt. Denn die Rohölpreise steigen - Brent pro Fass um 0,8 Prozent auf knapp unter 100 Dollar. Denn zwei Schiffe sind in der Straße von Hormus angegriffen wurden. Die iranischen Revolutionsgarden hätten auf ein Containerschiff geschossen, während ein zweites Schiff vor der Küste des Iran angegriffen worden sei, teilt UK Maritime Trade Operations mit.

Gold scheine mit Dollar-Schwäche und sinkenden Marktzinsen ein Comeback als Fluchthafen in Krisenzeiten zu feiern, heißt es. Die Feinunze verteuert sich um 0,9 Prozent.

Unter den Einzelaktien verlieren AT&T nach auf den ersten Blick positiven Erstquartalszahlen vorbörslich 0,7 Prozent. Der freie Cashflow des Telekommunikationskonzerns sank. Die Erstquartalszahlen von Boeing stoßen auf ein positives Echo - der Kurs des Flugzeugbauers zieht um 3,6 Prozent an. Das Geschäft mit Verkehrsflugzeugen hat sich verbessert, der Quartalsverlust verringerte sich. Philip Morris International hat im ersten Quartal einen höheren Umsatz verbucht, der von einem besonders starken Wachstum im rauchfreien Geschäft getragen wurde. Der Kurs des Tabakkonzerns legt um 3,5 Prozent zu.

United Airlines steigen um 0,9 Prozent, die Fluggesellschaft hat die Gewinnerwartungen der Analysten für das erste Quartal übertroffen. Die Medienberichte über ein möglichen Zusammenlegen des jeweiligen Aktienkapitals von Deutscher Telekom und T-Mobile US zu einem gemeinsamen Konzern bewegen den Kurs der US-Tochter kaum. Analysten sehen hohe Hürden und zweifeln am Zustandekommen des Plans.

Capital One Financial fallen nach schwachen Geschäftszahlen um 1,6 Prozent. Der Kreditkartenanbieter hat mehr Geld als im Vorjahr zur Deckung von Kreditausfällen zurückgelegt. Adobe gewinnen 2,9 Prozent, der Softwarekonzern hat ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 25 Milliarden Dollar aufgelegt.

=== 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,76 -0,02    3,78      3,76 
5 Jahre       3,88 -0,03    3,91      3,88 
10 Jahre      4,27 -0,02    4,30      4,27 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 19:02 
EUR/USD      1,1736  -0,1  -0,0006     1,1742   1,1741 
EUR/JPY      186,85  -0,2  -0,2800     187,13  187,2400 
EUR/CHF      0,9171  +0,0   0,0003     0,9168   0,9168 
EUR/GBP      0,8688  -0,0  -0,0003     0,8691   0,8697 
USD/JPY      159,2  -0,1  -0,1700     159,37  159,4600 
GBP/USD      1,3505  -0,0  -0,0001     1,3506   1,3494 
USD/CNY      6,8241  +0,0   0,0033     6,8208   6,8208 
USD/CNH      6,8276  0,0  -0,0002     6,8278   6,8272 
AUS/USD      0,7154  +0,0   0,0003     0,7151   0,7150 
Bitcoin/USD  78.340,23  +3,4  2.598,55    75.741,68 75.799,81 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     90,02  +0,4    0,35      89,67 
Brent/ICE     99,22  +0,8    0,74      98,48 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.754,97  +0,9   43,30    4.711,67 
Silber       78,14  +1,9    1,44      76,70 
Platin     2.079,92  +2,1   43,13    2.036,79 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

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April 22, 2026 08:13 ET (12:13 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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