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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Hohe Ölpreise verhindern Gegenbewegung

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Hohe Ölpreise verhindern Gegenbewegung

DOW JONES--An den europäischen Börsen ist am Mittwoch nach den Verlusten der Vortage eine Gegenbewegung ausgeblieben, obwohl US-Präsident Trump den Waffenstillstand mit dem Iran verlängerte. Dieser soll nun so lange gelten, bis die "Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind". Bremsend wirkte der wieder auf über 100 Dollar gestiegene Preis für das Nordseeöl Brent vor dem Hintergrund der weiter nicht passierbaren Straße von Hormus. Und eine Öffnung der durch beide Kriegsparteien gesperrten Wasserstraße zeichnet sich derzeit nicht ab. "Die europäische Wirtschaft wird von den gestiegenen Energiepreisen stärker getroffen als die in den USA. Das preisen die Anleger gerade ein", kommentierten die Marktexperten von CMC, auch mit Blick auf die freundliche Tendenz an der Wall Street.

Der DAX büßte 0,3 Prozent auf 24.195 Punkte ein, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,3 Prozent auf 5.906 nach unten. Der Euro gab leicht auf 1,1722 Dollar nach, an den Anleihemärkten blieb es ruhig.

Bei Einzelwerten am Aktienmarkt lieferte auch die Berichtssaison Impulse. Positiv kamen neue Geschäftszahlen von ABB an, die Aktie legte um 3,4 Prozent zu und markierte ein Rekordhoch. Besonders der klar höher als erwartet ausgefallene Auftragseingang des Schweizer Industriekonzerns beeindruckte. Dazu kam eine Prognoseerhöhung. Die Kurse der Wettbewerber Siemens (unverändert) und Schneider (+0,7%) hielten sich im Sog von ABB zumindest besser als der breite Markt.

Tagesgewinner im DAX waren Siemens Energy mit einem Plus von 6,9 Prozent. Das Papier reagierte damit auf die Veröffentlichung starker Geschäftszahlen des US-Wettbewerbers GE Vernova. Der Konzern glänzte erneut mit einem Quartal mit übertroffenen Erwartungen und einer Prognoseanhebung.

Auf positive Kursresonanz stießen die Quartalszahlen von Akzo Nobel, die Aktie legte um 2,6 Prozent zu. Das bereinigte operative Ergebnis übertraf die Konsensschätzung um 7 Prozent.

ASM International schossen um 7,1 Prozent nach oben. Die Ergebnisse und der kurzfristige Ausblick des Chipausrüsters dürften eine Anhebung der Konsensschätzungen nach sich ziehen, hieß es von den Citi-Analysten. Im Gefolge ging es für Infineon im DAX um 3,5 Prozent nach oben, für ASML um 1,0 Prozent.

Angebliche Fusionspläne zwischen Deutsche Telekom und der Tochter T-Mobile US durch Zusammenlegung des jeweiligen Aktienkapitals zu einem Holding-Konzern kamen nicht gut an. Die T-Aktie sackte um 4,8 Prozent ab. Der Plan ziele offenbar darauf ab, das höhere Bewertungsniveau der US-Tochter anzuzapfen, hieß es von Analysten. Die Hürden dafür seien aber hoch und es sei fraglich, ob in T-Mobile US engagierte US-Investoren davon zu begeistern seien.

Nach starken Geschäftszahlen ging es im MDAX für K+S um 8,7 Prozent nach oben. Der Düngemittelhersteller meldete ein vorläufiges operatives Ergebnis im ersten Quartal von 280 Millionen Euro, was laut Jefferies 25 Prozent über dem Konsens liegt. Auch der bereinigte freie Cashflow übertraf die Markterwartungen deutlich.

Die Tui-Aktie gab um weitere 3,5 Prozent nach. Nachdem zuletzt der höhere Ölpreis auf den Kurs gedrückt hatte, kam nun eine Prognosesenkung für das Geschäftsjahr 2025/26 wegen den Folgen des Iran-Krieges dazu. Der Touristikkonzern rechnet nun mit einem bestenfalls stabilen operativen Ergebnis und setzt die Umsatzprognose vorübergehend aus.

Für Lufthansa ging es um 2,9 Prozent nach unten. Die Fluglinie hatte am Vorabend mitgeteilt, bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge aus dem Programm zu nehmen und dadurch 40.000 Tonnen Kerosin einzusparen. Dazu wird die mittelfristige Streckenplanung für die kommenden Monate nun überarbeitet. Vor dem Hintergrund der Kerosin-Thematik schlossen aber auch andere Branchenwerte wie IAG (-3,4%) oder Air France-KLM (-1,7%) sehr schwach.

Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.906       -0,3          2,40 
Stoxx-50       5.060       -0,2          3,18 
Stoxx-600        614       -0,3          4,03 
DAX         24.195       -0,3         -0,90 
FTSE-100 London   10.498       -0,2          5,71 
CAC-40 Paris     8.236       -1,0          1,06 
AEX Amsterdam     1.019        0,2          7,12 
ATHEX-20 Athen    5.749       -1,5          7,43 
BEL-20 Brüssel    5.431       -0,8          6,95 
BUX Budapest    135.644        0,5         22,17 
OMXH-25 Helsinki   6.254       -0,6          9,66 
OMXC-20 Kopenhagen  1.458        0,0         -9,31 
PSI 20 Lissabon    9.136        0,5         10,56 
IBEX-35 Madrid    18.143       -0,8          4,82 
FTSE-MIB Mailand   47.903       -0,3          6,58 
OBX Oslo       1.940        0,3         21,42 
PX Prag        2.656       -0,5         -1,10 
OMXS-30 Stockholm   3.133       -0,2          8,68 
WIG-20 Warschau   132.735       -0,3         13,61 
ATX Wien       5.852       -0,7          9,88 
SMI Zürich      13.134       -0,5         -1,01 
 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 19:02 
EUR/USD     1,1714  -0,2  -0,0028     1,1742   1,1741 
EUR/JPY     186,8  -0,2  -0,3300     187,13  187,2400 
EUR/CHF     0,9175  +0,1  0,0007     0,9168   0,9168 
EUR/GBP     0,8673  -0,2  -0,0018     0,8691   0,8697 
USD/JPY     159,43  +0,0  0,0600     159,37  159,4600 
GBP/USD     1,3501  -0,0  -0,0005     1,3506   1,3494 
USD/CNY     6,8275  +0,1  0,0067     6,8208   6,8208 
USD/CNH     6,8303  +0,0  0,0025     6,8278   6,8272 
AUS/USD     0,7161  +0,1  0,0010     0,7151   0,7150 
Bitcoin/USD 79.455,14  +4,9 3.713,46    75.741,68 75.799,81 
 
 
ROHOEL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    92,90  +3,6   3,23      89,67 
Brent/ICE    101,74  +3,3   3,26      98,48 
 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.732,61  +0,4   20,94    4.711,67 
Silber      77,93  +1,6   1,23      76,70 
Platin    2.075,55  +1,9   38,76    2.036,79 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 22, 2026 12:21 ET (16:21 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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