DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Stimmung der Verbraucher im Euroraum verschlechtert sich
Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im April eingetrübt. Der von der EU-Kommission ermittelte Index verringerte sich um 4,2 auf minus 20,6 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 17,1 prognostiziert. Der Wert für März wurde auf minus 16,4 von minus 16,3 Punkte korrigiert. Für die EU-27 ging der Wert um 4,0 Punkte zurück auf minus 19,4. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für April wird in der kommenden Woche veröffentlicht.
EU gibt zugesagten Milliarden-Kredit für Ukraine frei
Die Europäische Union hat die für die Ukraine wichtige Finanzhilfe von 90 Milliarden Euro freigegeben, nachdem das Mitgliedsland Ungarn sein Veto gegen die für Kiew lebenswichtige Finanzierung zur Aufrechterhaltung des Kampfes gegen die russische Invasion aufgegeben hat.
Kocher: Ergebnis der EZB-Ratssitzung noch offen
Das Ergebnis der nächsten Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Martin Kocher noch offen. Es sei noch zu früh, um zu sagen, welche Entscheidung die EZB bei ihrer nächsten Zinssitzung treffen werde, sagte er am Mittwoch, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Man werde die Daten bis zur Sitzung nächste Woche und möglicherweise auch noch während des Treffens genau beobachten und darüber diskutieren, sagte er auf einer Pressekonferenz. Der Fokus liege dabei vor allem auf den Folgeeffekten der Inflation und einer Analyse der Inflationsgefahr, die über den Energiesektor hinausgehen könnte.
Schweizer Regierung entschärft Kapitalanforderungen für die UBS
Die Schweiz hat der UBS bei den Kapitalanforderungen Zugeständnisse gemacht, die die Großbank widerstandsfähiger machen sollen. Dennoch soll sie rund 20 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Puffern aufbauen, damit sich die Probleme, die zum Zusammenbruch des Wettbewerbers Credit Suisse geführt haben, nicht wiederholen können.
Türkische Zentralbank belässt Leitzins bei 37,00 Prozent
Die türkische Zentralbank hat die Zinssätze zum zweiten Mal in Folge unverändert gelassen. Sie wies darauf hin, dass sie die Auswirkungen der hohen Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten genau beobachtet. Die Notenbank beließ ihren einwöchigen Repo-Leitzins bei 37,00 Prozent. Investoren hatten im Vorfeld der Entscheidung laut LSEG-Daten eine Senkung auf 36,00 Prozent erwartet. Zuvor hatte die Zentralbank im Januar ihren Leitzins bei der fünften Sitzung in Folge gesenkt.
Trump will Iran für Friedensplan wenige Tage Zeit geben
US-Präsident Donald Trump will dem Iran laut US-Vertretern ein paar Tage für ein Angebot eines Friedensplans geben. ies sei ein Zeichen dafür, dass seine Verlängerung des Waffenstillstands nicht auf unbestimmte Zeit andauern werde. Trump und sein Team waren laut den Offiziellen am Dienstag zu der gemeinsamen Einschätzung gelangt, dass es in der iranischen Regierung interne Meinungsverschiedenheiten über das weitere Vorgehen gebe und sie mehr Zeit brauche, um einen Konsensvorschlag zu erarbeiten. Trump zögert, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen. Er hält sich diese Option jedoch weiterhin offen. Bei Treffen im Weißen Haus am Dienstag habe er seine Berater sogar nach zukünftigen Operationen gefragt. Dies sagten die Regierungsvertreter.
Iran: US-Blockade ist gleichbedeutend mit Bombardierung
Ein hochrangiger iranischer Berater hat erklärt, die Seeblockade der USA sei "nicht anders als Bombardierung" und müsse "mit einer militärischen Reaktion" beantwortet werden. Mahdi Mohammadi, ein Berater des Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, schrieb auf X zudem, die Verlängerung des Waffenstillstands durch Präsident Donald Trump "bedeute nichts" und es sei an der Zeit, dass "der Iran die Initiative ergreift". Die kriegerischen Äußerungen wurden von anderen hochrangigen iranischen Beamten wiederholt.
US-Rohöllagerbestände überraschend gestiegen
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 17. April überraschend ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,925 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 1 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 0,913 Millionen Barrel reduziert.
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April 22, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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