BERLIN (dpa-AFX) - Die Gewerkschaften fühlen sich bei den Reformprozessen von der Regierung unzureichend wahrgenommen. "Wir erleben ja derzeit sowohl in der Rentenkommission als auch in der Finanzkommission, Gesundheit und anderen Bereichen, dass die Sozialpartner, also sowohl die Arbeitgeber als auch wir, gar nicht einbezogen werden", beklagte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Yasmin Fahimi, im "Spitzengespräch" des "Spiegel". "Wir werden da mal für ein Stündchen dazugeholt, dann können wir ein bisschen was kommentieren", sagte die DGB-Chefin.
Fahimi warnte, dieses Vorgehen schade sowohl der Qualität als auch der Akzeptanz von Reformen. "Ich kann nicht nur aus der wissenschaftlichen Blase heraus Gesellschaftspolitik machen", sagte Fahimi. Man müsse über "ganz viele Veränderungen" reden und "gemeinsame Initiativen" ergreifen. "Wir müssen gesellschaftliche Debatten befrieden. Und dazu braucht es einen größeren gesellschaftlichen Konsens."/shy/DP/he
