DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Japans PMI - Nahost-Krieg belastet Lieferketten
Die vorläufigen PMI-Daten für Japan deuten im April auf einen schwächeren, moderaten Anstieg der Produktion des Privatsektors hin, da der Krieg im Nahen Osten beginnt, die Industriezweige zu beeinträchtigen. Der von S&P Global ermittelte Composite Output Index hat sich zwar über der Marke von 50,0 gehalten, eine langsamere Aktivität im Dienstleistungssektor glich jedoch eine Erholung im verarbeitenden Gewerbe aus, wodurch die Gesamtdynamik auf ein Viermonatstief fiel. Annabel Fiddes von S&P Global Market Intelligence verweist auf Berichte, wonach einige Hersteller ihre Produktion aus Sorge vor dem Krieg und Unterbrechungen der Lieferketten erhöht hätten.
BoJ dürfte Zinsen beibehalten und hawkish bleiben - Fokus auf Yen-Schwäche
Die Bank of Japan (BoJ) dürfte auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen bei 0,75 Prozent stabil halten und dabei eine hawkishe Haltung einnehmen, meint Carl Ang, Analyst bei MFS Investment Management. "Wir erwarten, dass sich die Bank angesichts ihrer Mandate für Preis- und Finanzstabilität auf die Schwäche des Yen konzentrieren wird, da ein schwacher Yen zu höheren Verbraucherpreisen beiträgt", sagt Ang.
Asien droht wegen Nahost-Krieg ein Schock - Langsames Wachstum und höhere Inflation
Asien steht aufgrund des Nahost-Konflikts vor einem Stagflationsschock, einer Kombination aus hoher Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit, da die Region anfälliger für steigende Energiepreise ist als andere Weltregionen, schreiben die Volkswirte von Capital Economics in einer Research Note. Die Region sei stark von importierter Energie abhängig, insbesondere von Lieferungen, die durch die Straße von Hormus gehen, so die Volkswirte.
Trump will Iran wenige Tage für Friedensplan Zeit geben
US-Präsident Donald Trump will dem Iran laut US-Vertretern ein paar Tage für ein Angebot eines Friedensplans geben. Dies sei ein Zeichen dafür, dass seine Verlängerung des Waffenstillstands nicht auf unbestimmte Zeit andauern werde. Trump und sein Team waren laut den Offiziellen zu der gemeinsamen Einschätzung gelangt, dass es in der iranischen Regierung interne Meinungsverschiedenheiten über das weitere Vorgehen gebe und sie mehr Zeit brauche, um einen Konsensvorschlag zu erarbeiten. Trump zögert, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen. Er hält sich diese Option jedoch weiterhin offen.
Iran signalisiert Gesprächsoffenheit
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat Teheran als weiterhin offen für Dialog bezeichnet, Washington aber zugleich vorgeworfen, die Aussichten auf sinnvolle Verhandlungen durch Vertragsbrüche, eine anhaltende Blockade und fortwährende Drohungen zu untergraben. In einem Beitrag in den sozialen Medien kritisierte Pezeshkian die USA für ihre "endlosen heuchlerischen" Botschaften, während die Spannungen angesichts stockender diplomatischer Bemühungen hoch blieben.
US-Senat lehnt fünften Versuch zur Begrenzung von Trumps Kriegsbefugnis ab
Der von den Republikanern geführte US-Senat hat einen fünften Versuch abgeschmettert, die Befugnis von US-Präsident Donald Trump zur Kriegsführung gegen den Iran zu begrenzen. Der Senat stimmte mit 51 zu 46 Stimmen fast ausschließlich entlang der Parteilinien ab, mit Ausnahme des republikanischen Senators Rand Paul aus Kentucky, der für die Maßnahme stimmte, und des demokratischen Senators John Fetterman aus Pennsylvania, der dagegen stimmte.
US-Demokrat fordert Untersuchung wegen möglicher Insidergeschäfte am Ölmarkt
Der Abgeordnete Ritchie Torres drängt die Aufsichtsbehörden, wohlgetimte Ölgeschäfte vor marktbewegenden Nachrichten über den Krieg mit Iran zu untersuchen. Der Demokrat aus New York forderte die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) auf, eine laufende Untersuchung auszuweiten und die Minuten vor Präsident Donald Trumps Ankündigung einer verlängerten Waffenruhe am Dienstag einzubeziehen. In einem Schreiben an CFTC-Vorsitzenden Michael Selig hob Torres einen zweiminütigen Zeitraum im nachbörslichen Handel am Dienstag hervor, in dem der Verkauf von Öl-Futures sprunghaft angestiegen war.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Geschäftsklima Apr 100 (März: 99)
Norwegen März Arbeitslosenquote bereinigt 4,7%
Südkorea BIP 1Q +1,7% gg Vorquartal, +3,6% gg Vorjahr
Südkorea BIP 1Q PROGNOSE +0,9% gg Vorquartal, +2,7% gg Vorjahr
Singapur Verbraucherpreise März +1,8% gg Vj (PROG: +1,8%)
DJG/DJN/apo
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April 23, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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