DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Nagel: Trumps Zinssenkungsforderungen reduzierten Renditen
Die Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach Zinssenkungen durch die US-Notenbank haben nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel zu einem kurzfristigen Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen geführt, allerdings auch unbeabsichtigte Nebenwirkungen gehabt. "Wenn der Druck steigt, sinken die Renditen von US-Staatsanleihen, was darauf hindeutet, dass die Märkte eine lockerere Geldpolitik erwarten", sagte Nagel bei einer Veranstaltung anlässlich des 90. Geburtstags des ersten Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing.
S&P Global: Aktivität in US-Wirtschaft legt im April zu
Die Aktivität in der US-Wirtschaft hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im April belebt. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 52,0 von 50,3 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb von 50 eine schrumpfende Wirtschaft.
Wirtschaftsindex der Chicago-Fed fällt im März
Das Wachstum der Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im März abgeschwächt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) fiel auf einen Stand von minus 0,20, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den Februar wurde der Indexstand auf plus 0,03 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von minus 0,11 genannt worden war.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gestiegen
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 18. April zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 6.000 auf 214.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 210.000 vorhergesagt.
Deutschland droht mit neuen Sanktionen gegen den Iran
Deutschland hat die Ankündigung der USA begrüßt, den Waffenstillstand mit dem Iran zu verlängern, erklärte jedoch, es werde zusätzliche Sanktionen gegen Teheran in Betracht ziehen, sollte das Land die Straße von Hormus weiterhin blockieren. "Teheran sollte diese Gelegenheit nutzen", erklärte Berlin und forderte den Iran auf, "sein Atomwaffenprogramm zu beenden und die Drohungen gegen Israel und andere Nachbarstaaten einzustellen". Deutschland erklärte letzte Woche, es werde sich militärisch an einer internationalen Mission zur Sicherung des Seeverkehrs in der Meerenge beteiligen, sobald die Feindseligkeiten eingestellt seien, jedoch nur, wenn die Mission ein Mandat der Vereinten Nationen, der Nato oder der Europäischen Union erhalten könne.
USA entern Tanker mit iranischem Öl im Indischen Ozean
US-Streitkräfte haben im Indischen Ozean ein sanktioniertes, staatenloses Schiff geentert, das Öl aus dem Iran transportierte, wie das US-Verteidigungsministerium auf X mitteilte. Die Soldaten enterten die "Majestic X" in der Nacht im Rahmen der US-Blockade von Schiffen, denen vorgeworfen wird, dem Iran zu helfen. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, es werde "die weltweite Durchsetzung der Seerechtsvorschriften fortsetzen, um illegale Netzwerke zu zerschlagen und Schiffe abzufangen, die dem Iran materielle Unterstützung leisten, wo auch immer sie operieren".
Iran verbucht erste Einnahmen aus der Hormus-Maut
Der Iran hat erste Einnahmen aus der Maut für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erzielt, wie ein iranischer Abgeordneter mitteilte. Hamid Reza Haji Babaei, stellvertretender Parlamentspräsident, erklärte laut der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim, dass die von den durch die Wasserstraße fahrenden Schiffen eingenommenen Gelder auf das Konto der Staatskasse eingezahlt worden seien. Der Iran hat nicht bekannt gegeben, wie viel er durch die Maut eingenommen hat.
+++ Konjunkturdaten +++
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April 23, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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