NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag im US-Handel unter 1,17 US-Dollar gefallen. Ein Bericht über Machtkämpfe im Iran sorgte für Gegenwind. Im Tagestief erreichte der Kurs mit 1,1669 Dollar den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1687 Dollar. Im europäischen Nachmittagshandel war der Euro bis auf 1,1717 Dollar gestiegen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1694 (Mittwoch: 1,1733) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8551 (0,8522) Euro gekostet.
Eine zweite Gesprächsrunde zwischen den Kriegsparteien USA und Iran bleibt nicht absehbar. Für Aufsehen sorgte zuletzt ein Bericht des israelischen Nachrichtensenders N12 über Machtkämpfe im Iran und einen angeblichen Rücktritt des Parlamentssprechers Mohammad Baqer Qalibaf. Die wirkliche Situation blieb aber unklar. An der Nachricht kamen wegen anderslautender Stimmen schnell Zweifel auf.
Konjunkturdaten gerieten in den Hintergrund. Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im April wegen der Folgen des Iran-Kriegs weiter verschlechtert und deutet auf ein Ende des Wachstums hin. Vor allem hohe Öl- und Gaspreise sowie die Sorge vor möglichen Lieferengpässen lassen die Firmen pessimistischer in die Zukunft schauen. "Die Eurozone sieht sich aufgrund des Krieges im Nahen Osten mit konjunkturellen Problemen konfrontiert", sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global./tih/he
