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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA I

Siemens Energy verzeichnet eine starke Nachfrage insbesondere im Bereich Netztechnik. Der DAX-Konzern erzielte im zweiten Quartal ein kräftiges Wachstum beim Auftragseingang und hob seine Jahresprognose für Umsatz, Ergebnis und Cashflow an. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr nun mit einem bereinigten Umsatzwachstum von 14 bis 16 statt 11 bis 13 Prozent. Allein im Segment Grid Technologies wurde die Wachstumsprognose auf 25 bis 27 von 19 bis 21 Prozent erhöht. Für die Windkrafttochter Gamesa wurde der Ausblick leicht erhöht. Die bereinigte Ergebnismarge auf Konzernebene wird nun bei 10 bis 12 statt 9 bis 11 Prozent gesehen. Auch die Margenprognose bei Grid Technologies wurde erhöht - auf 18 bis 20 von 16 bis 18 Prozent. Für Gamesa geht Siemens Energy weiterhin davon aus, den Breakeven zu erreichen. Der Ausblick für den Nachsteuergewinn wurde auf rund 4 Milliarden Euro festgelegt, nachdem bisher eine Spanne von 3 bis 4 Milliarden genannt worden war. Der freie Cashflow wird nun bei rund 8 Milliarden Euro statt bei 4 bis 5 Milliarden erwartet.

Nachfolgend die Zweitquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro, je Aktie in Euro):

BERICHTET   PROG PROG PROG 
2. QUARTAL         2Q25/26 ggVj 2Q25/26 ggVj Zahl  2Q24/25 
Auftragseingang Konzern   17.749 +23%  15.893 +10%   9  14.433 
Umsatz Konzern       10.294  +3%  10.757  +8%  10   9.962 
Ergebnis Konzern      1.109 +80%  1.196 +94%   9    615 
Ergebnis bereinigt Konzern  1.164 +28%  1.203 +33%  10    906 
Ergebnis-Marge bereinigt   11,3  --   11,2  --   9    9,1 
Ergebnis nach Steuern     835 +67%   916 +83%  10    501 
Ergebnis je Aktie       k.A.  --   0,99 +98%   7   0,50 
Freier Cashflow       1.975 +42%    --  --  --   1.390 
 

TAGESTHEMA II

SAP ist mit einem stärkeren Cloud-Wachstum und einem höheren Auftragsbestand als erwartet ins Jahr gestartet. Zudem stieg die Ertagskraft. Für das laufende Jahr stellt SAP weiterhin ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent in Aussicht. Im Vorjahr hatte das Wachstum bei 26 Prozent gelegen. Der Anstieg des Current Cloud Backlog (CCB), der die gesicherten Aufträge auf ein Jahr anzeigt, soll hinter dem Wachstum von 25 Prozent aus dem Vorjahr zurückbleiben. Der aktuelle Analystenkonsens steht bei 22,5 Prozent. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) soll währungsbereinigt um 14 bis 18 Prozent zulegen. Für 2027 erwartet SAP weiterhin ein beschleunigtes währungsbereinigtes Wachstum des Gesamtumsatzes.

Nachfolgend die Erstquartalszahlen und die Konsensschätzungen (in Millionen Euro, je Aktie in Euro):

BERICHTET  PROG  PROG 
1. QUARTAL         1Q26 ggVj  1Q26  ggVj  1Q25 
Operative Marge      30,0  --  28,5   --  27,2 
Umsatzerlöse       9.555  +6%  9.526  +5,7%  9.013 
Cloud- und Softwareerlöse 8.548  +8%  8.481  +6,8%  7.938 
Softwarelizenzen      116 -37%   128  -30%   183 
Softwaresupport      2.469 -11%  2.481  -10%  2.761 
Clouderlöse        5.962 +19%  5.873  +18%  4.993 
Operatives Ergebnis    2.867 +17%  2.713  +11%  2.455 
Ergebnis nach Steuern   2.002 +19%  1.834  +9,1%  1.681 
Ergebnis je Aktie     1,72 +19%  1,59  +11%  1,44 
Current Cloud Backlog  21.900 +20% 21.739  +19% 18.202 
Freier Cashflow      3.248  -9%  3.824  +6,7%  3.583 
 

AUSBLICK UNTERNEHMEN

06:30 CH/Holcim Ltd, Trading Update 1Q

06:45 CH/Kühne & Nagel International AG, Ergebnis 1Q

07:20 SE/Volvo AB, Ergebnis 1Q

07:45 IT/Eni SpA, Ergebnis 1Q

10:00 DE/Bayer AG, HV

10:00 DE/Merck KGaA, HV

10:00 DE/Grenke AG, HV

12:55 US/Procter & Gamble Co, Ergebnis 3Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen    Dividende 
ASML       2,70 EUR 
Beiersdorf    1,00 EUR 
Eon        0,57 EUR 
Schaeffler    0,30 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- GB 
  08:00 Einzelhandelsumsatz März 
     PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+1,3% gg Vj 
     zuvor:  -0,4% gg Vm/+2,5% gg Vj 
- DE 
  08:00 Bauhauptgewerbe, Auftragseingang und Umsatz Februar 
  10:00 Ifo-Geschäftsklimaindex April 
     PROGNOSE: 85,5 
     zuvor:  86,4 
     Lagebeurteilung 
     PROGNOSE: 85,6 
     zuvor:  86,7 
     Geschäftserwartungen 
     PROGNOSE: 85,3 
     zuvor:  86,0 
- FR 
  08:45 Verbrauchervertrauen April 
     PROGNOSE: 87,5 
     zuvor:  89,0 
- BE 
  15:00 Geschäftsklimaindex April 
- US 
  16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) April 
     PROGNOSE:  48,6 
     1. Umfrage: 47,6 
     zuvor:   53,3 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        24.286,00  -0,1 
E-Mini-Future S&P-500   7.145,25  +0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100 27.061,75  +0,5 
Topix (Tokio)       3.719,80  +0,1 
Hang-Seng (Hongk.)    25.890,54  -0,1 
Shanghai-Comp.       4.064,47  -0,7 
 
Donnerstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        24.155,45  -0,2 
DAX-Future    24.243,00  -0,5 
XDAX       24.101,49  -0,2 
MDAX       30.851,74  -1,0 
TecDAX       3.648,09  -0,6 
SDAX       17.882,83  -0,9 
Euro-Stoxx-50   5.894,73  -0,2 
Stoxx-50      5.070,65  +0,2 
Dow-Jones     49.310,32  -0,4 
S&P-500      7.108,40  -0,4 
Nasdaq Composite 24.438,50  -0,9 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die Aktienmärkte werden etwas leichter erwartet. Das Schlagzeilenrisiko bleibt vor dem Wochenende hoch, während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin eine unübersichtliche Hängepartie bilden. Öl handelt weiter fest, was bei Anlegern eher zu Risikoaversion führen sollte. Ölnotierungen über 100 Dollar bergen auf Dauer die Gefahr, die globale Wirtschaft zu belasten und die Inflation anzuheizen. So hat die Inflation in Japan im März leicht angezogen. Die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten trieben auch dort die Energiekosten in die Höhe. Positive Nachrichten gibt es derweil von der Berichtssaison. Am Vorabend überzeugten aus dem DAX SAP und Siemens Energy. Am Vormittag steht der Ifo-Geschäftsklimaindex auf der Agenda, der etwas leichter erwartet wird.

Rückblick: Behauptet - Übergeordnet bremste weiter der Konflikt im Nahen Osten, wo es keine Fortschritte gab, weder bei den Friedensgesprächen noch bei der Blockade der Straße von Hormus. Vor diesem Hintergrund hielten die Ölpreise ihr zuletzt erhöhtes Niveau. Für Unterstützung sorgten derweil vielfach gut ausgefallene Unternehmenszahlen. Konjunkturdaten bewegten kaum. Sie fielen zwar schwach aus, die meisten Marktteilnehmer dürfte das aber angesichts des Krieges im Iran nicht überrascht haben. Im Technologiesektor schossen STMicro um 14,4 Prozent nach oben, im Sog legten im DAX Infineon um 8 Prozent zu. STMicro hatte starke Zahlen vorgelegt. Einen schwachen Tag erlebten Software-Aktien. Capgemini verloren 5,7, Temenos 7,0 und Sage 3,9 Prozent. Marktteilnehmer sahen die Verluste im Zusammenhang mit sehr schwachen US-Branchenwerten. Auslöser waren enttäuschend aufgenommenen Zahlen des US-Unternehmens Servicenow. Nestle gewannen nach Vorlage des Quartalsberichts 5,9 Prozent. Der Lebensmittelriese übertraf mit seinen Wachstumszahlen für das erste Quartal die Erwartungen. Für L'Oreal ging es nach starken Quartalszahlen um 7,7 Prozent nach oben. Essilorluxottica sanken um 4,8 Prozent, weil sich das Umsatzwachstum bei den Verkäufen von Smartglasses verlangsamt hatte.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Knapp behauptet - SAP stürzten im Vorfeld der Geschäftszahlen um 6,1 Prozent im Fahrwasser der Sektorschwäche ab. Ohne das SAP-Minus hätte der DAX im Plus geschlossen. Sartorius verloren im MDAX 9 Prozent. Analysten sprachen mehrheitlich von soliden Zahlen des Laborausrüsters. Von den MWB-Analysten wurde moniert, dass das Ergebniswachstum dem des Umsatzes hinterherhinke, was oft als Warnsignal interpretiert werde. Flatexdegiro schlossen 7,8 Prozent im Minus. Nach einem starken ersten Quartal bestätigte der Wertpapierhändler die Ziele lediglich, was für Enttäuschung sorgte. Vossloh erzielte im ersten Quartal beim Umsatz zweistellige Prozentwachstumsraten. Auch der operative Gewinn stieg im Vorjahresvergleich. Rückläufig waren allerdings die operativen Gewinnmargen des Bahntechnikkonzerns. Die Aktie gab um 1,5 Prozent nach.

XETRA-NACHBÖRSE

Siemens Energy legten auf Tradegate um rund 3 Prozent zu. Der Energiekonzern hatte am Abend überwiegend starke Quartalszahlen mitgeteilt und dazu den Ausblick angehoben. Hella zeigten sich kaum verändert. Das Unternehmen hatte einen auf bereinigter Basis stabilen Umsatz gemeldet. Deutlich nach oben um 6,5 Prozent ging es für die ADR von SAP, nachdem die Walldorfer am späten Abend Geschäftszahlen präsentiert hatten (siehe oben).

USA - AKTIEN

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 24, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
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