Berlin (ots) -
Das Bauhauptgewerbe in Deutschland verzeichnet laut Statistischem Bundesamt für den Februar 2026 einen realen Umsatzrückgang von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kumuliert für die ersten beiden Monate des Jahres lag der Umsatz nominal 8,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang stieg im Februar real um 9,8 Prozent. Wachstumstreiber sind der Tiefbau (nominal 21,2 Prozent) und der gewerbliche Bau (nominal 19,3 Prozent).
Dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:
"Der Umsatzrückgang im Februar ist im Wesentlichen witterungsbedingt. Anders als im überdurchschnittlich milden Februar 2025 haben Frost und Niederschläge in diesem Jahr an vielen Standorten die Bautätigkeit gebremst. Ein solcher Rückgang zum Jahresauftakt ist daher kein Konjunktursignal, sondern ein Saisoneffekt.
Dass es sich nicht um einen echten Konjunkturdämpfer handelt, sehen wir auch beim Blick auf die Auftragseingänge. Mit einem realen Plus von 9,8 Prozent im Februar und einem kumulierten Zuwachs im Tiefbau von rund 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zieht die Nachfrage im Tiefbau weiter an. Treiber sind der Bau von Rechenzentren, der Ausbau der Schieneninfrastruktur sowie Investitionen in Energie- und Wärmenetze.
Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ist in den Auftragsbüchern der Betriebe dagegen bislang nicht angekommen. Die jüngste ifo-Analyse hat bereits gezeigt, dass 2025 rund 95 Prozent der Mittel nicht für zusätzliche Investitionen verwendet wurden. Wenn das so bleibt, verpufft eines der wichtigsten Instrumente dieser Legislaturperiode.
Der Iran-Krieg hat die zum Jahreswechsel noch erfreuliche Aussicht für 2026 spürbar eingetrübt. Steigende Öl- und Gaspreise treiben die Baustoffpreise, die Zinsen geraten erneut unter Druck. Wir halten unsere Jahresprognose von 2,5 Prozent realem Wachstum vorerst aufrecht, müssen sie aber unter Vorbehalt der weiteren geopolitischen Entwicklung stellen.
Aufträge im Wohnungs- und Straßenbau schwach
Der Wohnungsbau bleibt unser Sorgenkind. Beim Auftragseingang liegen wir bis Februar 9,0 Prozent unter dem Vorjahr. Die 22.200 Baugenehmigungen im Februar sind ein Hoffnungssignal, aber noch keine Trendwende. Für den eigentlichen Bedarf im Land müssten es rund 30.000 monatliche Baugenehmigungen sein.
Der Straßenbau bleibt auch zum Jahresstart 2026 enttäuschend. Kumuliert liegt der Auftragseingang 5,8 Prozent unter Vorjahr. Hauptgrund ist die zögerliche Freigabe der Haushaltsmittel.
Die Politik muss jetzt handeln. Die Sonder-AfA im Mietwohnungsbau muss so schnell wie möglich an den EH-55-Standard gekoppelt werden, der Gebäudetyp E bis zum Sommer zur Verfügung stehen. Und die Mittel aus dem Sondervermögen müssen endlich zusätzlich und in der Fläche investiert werden, nicht zur Schließung bestehender Haushaltslücken."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
eMail rabe@zdb.de
Original-Content von: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/33001/6261750
Das Bauhauptgewerbe in Deutschland verzeichnet laut Statistischem Bundesamt für den Februar 2026 einen realen Umsatzrückgang von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kumuliert für die ersten beiden Monate des Jahres lag der Umsatz nominal 8,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang stieg im Februar real um 9,8 Prozent. Wachstumstreiber sind der Tiefbau (nominal 21,2 Prozent) und der gewerbliche Bau (nominal 19,3 Prozent).
Dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:
"Der Umsatzrückgang im Februar ist im Wesentlichen witterungsbedingt. Anders als im überdurchschnittlich milden Februar 2025 haben Frost und Niederschläge in diesem Jahr an vielen Standorten die Bautätigkeit gebremst. Ein solcher Rückgang zum Jahresauftakt ist daher kein Konjunktursignal, sondern ein Saisoneffekt.
Dass es sich nicht um einen echten Konjunkturdämpfer handelt, sehen wir auch beim Blick auf die Auftragseingänge. Mit einem realen Plus von 9,8 Prozent im Februar und einem kumulierten Zuwachs im Tiefbau von rund 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zieht die Nachfrage im Tiefbau weiter an. Treiber sind der Bau von Rechenzentren, der Ausbau der Schieneninfrastruktur sowie Investitionen in Energie- und Wärmenetze.
Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ist in den Auftragsbüchern der Betriebe dagegen bislang nicht angekommen. Die jüngste ifo-Analyse hat bereits gezeigt, dass 2025 rund 95 Prozent der Mittel nicht für zusätzliche Investitionen verwendet wurden. Wenn das so bleibt, verpufft eines der wichtigsten Instrumente dieser Legislaturperiode.
Der Iran-Krieg hat die zum Jahreswechsel noch erfreuliche Aussicht für 2026 spürbar eingetrübt. Steigende Öl- und Gaspreise treiben die Baustoffpreise, die Zinsen geraten erneut unter Druck. Wir halten unsere Jahresprognose von 2,5 Prozent realem Wachstum vorerst aufrecht, müssen sie aber unter Vorbehalt der weiteren geopolitischen Entwicklung stellen.
Aufträge im Wohnungs- und Straßenbau schwach
Der Wohnungsbau bleibt unser Sorgenkind. Beim Auftragseingang liegen wir bis Februar 9,0 Prozent unter dem Vorjahr. Die 22.200 Baugenehmigungen im Februar sind ein Hoffnungssignal, aber noch keine Trendwende. Für den eigentlichen Bedarf im Land müssten es rund 30.000 monatliche Baugenehmigungen sein.
Der Straßenbau bleibt auch zum Jahresstart 2026 enttäuschend. Kumuliert liegt der Auftragseingang 5,8 Prozent unter Vorjahr. Hauptgrund ist die zögerliche Freigabe der Haushaltsmittel.
Die Politik muss jetzt handeln. Die Sonder-AfA im Mietwohnungsbau muss so schnell wie möglich an den EH-55-Standard gekoppelt werden, der Gebäudetyp E bis zum Sommer zur Verfügung stehen. Und die Mittel aus dem Sondervermögen müssen endlich zusätzlich und in der Fläche investiert werden, nicht zur Schließung bestehender Haushaltslücken."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
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