WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Vorfall mit Schüssen beim Gala-Dinner der US-Hauptstadt-Korrespondenten mit der Regierung wirft Fragen zum Sicherheitskonzept auf. Mehrere Teilnehmer kritisierten die Vorkehrungen.
Wie in den Aufnahmen einer Sicherheitskamera zu sehen ist, stürmte ein Mann kurz nach Beginn der Veranstaltung durch die Sicherheitsschleuse des Secret Service. Mehrere Beamte zückten ihre Waffen und richteten sie auf den mutmaßlichen Angreifer. US-Präsident Donald Trump postete den kurzen Clip selbst auf seiner Plattform Truth Social.
Doch dass der schwer bewaffnete Mann, der laut Behördenangaben ins Hotel eingecheckt hatte, überhaupt so weit kommen konnte, ließ Zweifel am Sicherheitskonzept aufkommen. Der mutmaßliche Angreifer trug Ermittlern zufolge eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich.
Hoteleingang war angeblich nicht gesichert
Teilnehmer des Gala-Dinners gaben an, die Vorlage einer Einladung habe ausgereicht, um in das Gebäude gelassen zu werden. Ein Ausweis sei nicht verlangt worden. Die MAGA-Aktivistin Kari Lake bestätigte das in einem Post auf X. Sie könne nicht fassen, "wie lax die Sicherheitsvorkehrungen" beim Korrespondentendinner waren, schrieb sie.
Der "New York Times" zufolge war der Eingang des Washington Hilton selbst nicht mit Metalldetektoren gesichert. Die Schleuse zur Sicherheitszone sei erst näher am Ballsaal eingerichtet worden.
Dabei hätte es wohl gute Argumente für intensive Sicherheitsvorkehrungen gegeben: US-Präsident Donald Trump war bereits mehrfach das Ziel missglückter Attentatsversuche. Vor dem Washington Hilton, in dem das Dinner nun stattfand, schoss zudem ein Angreifer 1981 auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und verletzte ihn./cmy/DP/he
