FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Montag mit Kursverlusten in die Woche der Notenbanken gestartet. Der richtungweisende Euro-Bund-Future gab um 0,12 Prozent auf 125,54 Punkte nach. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug auf 3,01 Prozent.
Den Reigen der Zentralbanksitzungen mit ihren Zinsentscheidungen eröffnet die Bank of Japan am Dienstag. Am Mittwoch folgen die Notenbanken aus den USA und Kanada. Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England anberaumt.
Obgleich am Donnerstag die Inflationsrate im Euroraum für April ansteht und auf 3,0 Prozent im Jahresvergleich zugelegt haben sollte, dürften die EZB-Vertreter aber zumindest in dieser Woche von einer Zinserhöhung absehen, schrieb Analyst Rene Albrecht von der DZ Bank. Auch die US-Notenbank dürfte die Leitzins-Spanne unverändert belassen. Die Marktteilnehmer gingen davon aus, dass sich die aktuelle Pause noch länger hinzieht.
Im Blick bleiben derweil der Iran-Krieg und die damit verbundenen Inflationsgefahren. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni liegt aktuell deutlich über der viel beachteten Marke von 100 US-Dollar. "Immerhin: Der Iran soll einen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus vorgelegt haben und dürfte damit bis auf Weiteres die Waffenruhe bewahrt haben, auch wenn Gespräche über das Atomprogramm Teherans erst im Anschluss an ein Ende der US-Blockade stattfinden sollen", ergänzte Albrecht./la/jsl/nas
