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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

MITTWOCH: In Tokio bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Showa Day" geschlossen.

TAGESTHEMA

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Geldpolitik erneut unverändert belassen. Sie hob jedoch ihre Inflationsprognosen an und senkte die Wachstumsaussichten. Dabei warnte sie vor den Auswirkungen eines Anstiegs der Energiepreise.

Wie weithin erwartet, beließ die japanische Zentralbank ihren Leitzins am Ende ihrer zweitägigen Sitzung am Dienstag bei 0,75 Prozent. Die Entscheidung wurde mit sechs zu drei Stimmen getroffen - drei Mitglieder des Rats stimmten für eine Zinserhöhung.

Die Notenbank hielt an ihrer Haltung fest, weitere Zinserhöhungen anzustreben, sofern sich die Wirtschaft im Einklang mit ihren Prognosen entwickelt. Die Bank erklärte, sie werde den Zeitpunkt und das Tempo von geldpolitischen Änderungen bestimmen. Dabei werde sie die Auswirkungen der Situation im Nahen Osten auf die japanische Wirtschaft sorgfältig beobachten.

Die BoJ hob ihren Preisausblick an. Zudem stellte sie ihre ersten Prognosen für das im März 2029 endende Fiskaljahr vor.

Der geldpolitische Rat der BoJ erwartet, dass die Verbraucherinflation - ohne die volatilen Preise für frische Lebensmittel - in dem im März 2027 endenden Fiskaljahr 2,8 Prozent erreichen wird. In dem vorherigen Bericht vom Januar war noch ein Anstieg von 1,9 Prozent prognostiziert worden. Für das im März 2028 endende Jahr wird ein Anstieg der Verbraucherpreise um 2,3 Prozent und im darauffolgenden Jahr um 2,0 Prozent erwartet.

Während Energieschocks die Preise für Waren und Dienstleistungen in verwandten Sektoren anheizen könnten, schwächt die Nachfrage nach dem Dollar als sicherer Hafen auch den Yen. Dies droht eine weitere Beschleunigung der Inflation nach sich zu ziehen.

Die Bank erwartet, dass die japanische Wirtschaft im laufenden Fiskaljahr um 0,5 Prozent wachsen wird. Dies ist weniger als die vor drei Monaten prognostizierte Expansion von 1,0 Prozent. Für die beiden folgenden Fiskaljahre wird ein Wachstum von 0,7 Prozent und 0,8 Prozent projiziert.

Angesichts steigender Inflationsrisiken erwarten viele Ökonomen, dass die BoJ die Zinssätze bereits auf ihrer nächsten Sitzung im Juni auf 1 Prozent anheben wird.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:00 US/Sherwin-Williams Co, Ergebnis 1Q

12:00 US/Spotify Technology SA, Ergebnis 1Q

12:00 US/United Parcel Service Inc (UPS), Ergebnis 1Q

12:30 US/General Motors Co (GM), Ergebnis 1Q

13:00 US/Coca-Cola Co, Ergebnis 1Q

22:00 US/Booking Holdings Inc, Ergebnis 1Q

22:00 US/Starbucks Corp, Ergebnis 2Q

22:05 US/T-Mobile US Inc, Ergebnis 1Q

22:05 US/Visa Inc, Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  16:00 Index des Verbrauchervertrauens April 
     PROGNOSE: 89,0 
     zuvor:  91,8 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.200,25  -0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  27.370,00  -0,3 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.705,70  -0,7 
Topix-500 (Tokio)      3.758,08  +0,6 
Kospi (Seoul)        5.093,54  +0,4 
Shanghai-Composite      4.075,00  -0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.654,71  -1,1 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

An den Börsen in Ostasien und Australien lässt sich am Dienstag keine einheitliche Tendenz ausmachen. Übergeordnet dämpfen der Iran-Krieg und der wieder gestiegene Ölpreis die Stimmung. Brent-Öl kostet fast 110 Dollar, ungeachtet eines neuen Angebots des Iran, unter Bedingungen die Blockade der Straße von Hormus zu beenden. Während der Kospi in Seoul ein neues Rekordhoch erreicht, dreht der Nikkei-225-Index in Tokio ins Minus. Wie erwartet hat die die Bank of Japan (BoJ) den Leitzins unverändert belassen, zugleich aber Zinserhöhungen in Aussicht gestellt für den Fall, dass sich die heimische Wirtschaft im Einklang mit ihren Prognosen entwickelt. Auch hoben die Notenbanker ihre Inflationsprognose an. Technologiewerte stehen in der Region meist unter Druck. Händler verweisen auf einen Bericht des Wall Street Journal, der Zweifel an der Monetarisierung von KI-Investitionen befeuere. Dem Bericht zufolge hat OpenAI die eigenen Umsatz- und Nutzerziele verfehlt. Das habe bei Führungskräften des Unternehmens Befürchtungen geweckt, die massiven Ausgaben für Rechenzentren möglicherweise nicht mehr tragen zu können. Auch ein möglicher Börsengang könnte dadurch in Frage gestellt werden. Im japanischen Technologiesektor fallen Softbank Group um 9,5 Prozent und NEC um 3,1 Prozent. Die Aktie des Autoherstellers Nissan Motor rückt um 3 Prozent vor, nachdem das Unternehmen seine Ergebnisprognose erhöht hat. In Seoul verteuern sich LG Electronics um fast 9 Prozent. Anleger setzen darauf, dass das Unternehmen am Mittwoch starke Zahlen zum ersten Quartal vorlegen wird. Nach Vorlage überraschend guter Erstquartalszahlen gewinnen Samsung SDI 6,1 Prozent. Die Aktie des Stahlkonzerns Posco macht nachrichtenlos einen Sprung von rund 12 Prozent.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     49.167,79  -0,1  -62,92    49.230,71 
S&P-500    7.173,91  +0,1   +8,83    7.165,08 
NASDAQ Comp 24.887,10  +0,2  +50,50    24.836,60 
NASDAQ 100  27.305,68  +0,0   +2,01    27.303,67 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,13 Mrd  1,05 Mrd 
Gewinner       1.456     1.513 
Verlierer      1.278     1.221 
Unverändert       94      101 
 

Wenig verändert - Leicht stützend wirkte die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen um eine Lösung im Iran-Krieg. Jedoch hielten sich die Investoren im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch und den im Wochenverlauf anstehenden Quartalsergebnissen wichtiger US-Unternehmen zurück. Unter anderem werden Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon und Meta Platforms einen Blick in die Bücher gewähren. Qualcomm gewannen 1,0 Prozent, im frühen Geschäft hatten sie noch knapp 5 Prozent im Plus gelegen. Laut Technologie-Analyst Ming-Chi Quo arbeitet OpenAI mit dem Chiphersteller zusammen, um Prozessoren für ein Smartphone zu entwickeln. Intel stiegen um weitere 3,0 Prozent und setzten damit die Rally fort, als der Kurs im Fahrwasser starker Geschäftszahlen des Chipherstellers um knapp 24 Prozent haussiert hatte. Verizon legten um 1,5 Prozent zu. Der Mobilfunkanbieter verzeichnete solide Ergebnisse für das erste Quartal und hob seine Prognose an.

USA - ANLEIHEN

Die weiter anziehenden Ölpreise schürten Inflationssorgen, was Zinssenkungen unwahrscheinlicher erscheinen lässt bzw. eher auf Zinserhöhungen hindeutet. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legte um 3,0 Basispunkte zu auf 4,34 Prozent.

DEVISENMARKT

DEVISEN        zuletzt +/- %   00:00  Mo, 9:37 Uhr % YTD 
EUR/USD         1,1710  -0,1   1,1720     1,1729  -0,3 
EUR/JPY         186,31  -0,3   186,82     186,76  +1,3 
EUR/GBP         0,8656  -0,0   0,8659     0,8664  -0,7 
USD/JPY         159,10  -0,2   159,42     159,20  +1,6 
USD/KRW        1.472,19  -0,1  1.473,63    1.471,10  +2,2 
USD/CNY         6,8297  +0,1   6,8228     6,8265  -2,3 
USD/CNH         6,8310  +0,1   6,8252     6,8270  -2,1 
USD/HKD         7,8347  -0,0   7,8371     7,8368  +0,7 
AUD/USD         0,7177  -0,1   0,7184     0,7170  +7,6 
NZD/USD         0,5894  -0,2   0,5905     0,5892  +2,4 
BTC/USD       77.003,25  +0,0 76.973,53    77.626,25 -12,2 
 

Der Dollar bewegte sich kaum, der Dollarindex gab um 0,1 Prozent nach.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold         4.642,38  -0,8   -39,47    4.681,85 
Silber          73,48  -2,7   -2,01      75,50 
Platin        1.963,57  -1,0   -18,88    1.982,45 
 

Der Goldpreis konnte zwischenzeitliche leichte Gewinne nicht behaupten. Die Feinunze verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 4.680 Dollar.

ÖL

ROHOEL         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex        98,34  +2,0    1,97      96,37 
Brent/ICE        109,42  +1,1    1,19     108,23 
 

Die Ölpreise stiegen nach den weiter ausgesetzten US-iranischen Verhandlungen weiter. "Die Lage bleibt völlig unklar", so Fawad Razaqzada, Marktanalyst bei Forex.com. "Für Ölhändler ist nicht mehr die Rhetorik entscheidend, sondern der reale physische Fluss von Rohöl durch die Straße von Hormus, und dieser Fluss bleibt im Moment eingeschränkt." Das Barrel Brent erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 108,29 Dollar.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR

IRAN-KRIEG

Die iranische Regierung soll regionalen Vermittlern ein neues Angebot vorgelegt haben, um seine Angriffe in der Straße von Hormus einzustellen. Im Gegenzug fordere Teheran ein vollständiges Ende des Krieges sowie die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Beamte. Der Vorschlag soll die derzeitige Sackgasse im Konflikt durchbrechen und die Gespräche wieder in Gang bringen. Der Plan sieht vor, die Diskussionen über das iranische Atomprogramm vorerst zurückzustellen. Washington hat bislang nicht auf den Vorschlag reagiert, so eine der Quellen.

ARBEITSMARKT JAPAN

Die Arbeitslosenquote betrug im März 2,7 Prozent. Volkswirte hatten im Konsens mit 2,6 Prozent gerechnet.

BAYER

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 28, 2026 01:40 ET (05:40 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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