DJ MÄRKTE EUROPA/Seitwärts - Ölpreis bremst: Brent steigt auf über 111 Dollar
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstag im frühen Handel behauptet. Der DAX tritt mit 24.097 Zählern nahezu auf der Stelle, der Euro-Stoxx-50 bewegt sich um 0,2 Prozent nach oben. Im Handel herrscht Abwarten vor diversen Notenbanksitzungen im Wochenverlauf, dazu bremst der weiter steigende Ölpreis die Kaufbereitschaft. Unternehmensseitig nimmt die Berichtssaison Fahrt auf. und sorgt vor allem bei Einzelwerten für Impulse.
Die Bank of Japan hat bereits getagt und die Leitzinsen wie erwartet bestätigt. Zugleich erhöhte sie aber die Inflationserwartungen senkte die Wachstumsprognose. Am Mittwoch steht nach Handelsschluss hierzulande die Zinsentscheidung der US-Notenbank auf dem Kalender. Auch von ihr wird keine Änderung der Leitzinsen erwartet. Am Donnerstag folgen die EZB und die Bank of London. Überall dürften die begleitenden Kommentare zumindest ähnlich ausfallen wie nun in Japan.
Im Iran-Krieg gibt herrscht weiter Stillstand. US-Präsident Donald Trump und sein nationales Sicherheitsteam stehen einem neuen Vorschlag des Iran laut US-Regierungsvertretern skeptisch gegenüber. Teheran hat angeboten, die Blockade der Straße von Hormus zu beenden, wenn der Krieg dafür beendet wird und die USA die Blockade iranischer Häfen beenden. Außerdem sollen die Diskussionen über das iranische Atomprogramm zunächst zurückgestellt werden.
Bei den Ölpreisen sorgt das nicht für Entspannung, im Gegenteil: Brent-Öl steigt weiter, aktuell um 3,0 Prozent auf 111,46 Dollar. Das ist das höchste Niveau in diesem Monat. Allerdings scheint es an den Märkten inzwischen auch eine Art Gewöhnungseffekt an Preise jenseits von 100 Dollar zu geben. Der Euro tendiert mit knapp 1,17 Dollar etwas leichter.
Schlusslicht im DAX ist im frühen Handel die Qiagen--Aktie. Sie verliert 6,9 Prozent. Das Diagnostikunternehmen hat die Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach unten genommen und erwartet nun ein Umsatzwachstum von etwa 1 bis 2 Prozent bei konstanten Wechselkursen, nach zuvor mindestens 5 Prozent.
Bayer verlieren 3,1 Prozent nach einer Anhörung vor dem Obersten US-Gericht zu Glyphosat-Klagen. Die Richter haben sich empfänglich gezeigt für die Argumente, dass Bayer nach einem Gesetz in Missouri auf Schadensersatz verklagt werden kann, wobei es im Kern um fehlende Warnhinweise geht. Bayer hat dagegen mit der US-Regierung dargelegt, dass Warnhinweise auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten, die sich von dem durch die US-Umweltbehörde genehmigten Produktlabel unterscheiden, durch Bundesrecht ausgeschlossen sind. Ein Urteil des Gerichts steht zunächst weiter aus.
Die Aktie der Deutschen Börse legt nach überzeugenden Erstquartalszahlen um 0,8 Prozent zu. Nettoerlöse und operatives Ergebnis zogen im Auftaktquartal kräftig an. Neben strukturellem Wachstum profitierte der Börsenbetreiber von der gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten.
Henkel verlieren 2,7 Prozent, die Aktie wird allerdings ex Dividende gehandelt.
Im SDAX haussieren Init Innovation Traffic Systems um 13 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag in Australien zur Modernisierung von Fahrkartensystemen erhalten hat. Salzgitter geben um gut 2 Prozent nach. Der Stahlhersteller will den Streubesitz und die Liquidität seiner Aktie mit dem Verkauf selbst gehaltener Aktien erhöhen und zunächst rund 3 Millionen Aktien auf den Markt bringen.
Die hohen Ölpreise haben derweil dem britischen Ölkonzern BP zum Jahresstart sprudelnde Gewinne beschert, was an der Börse mit einem Kursplus von 2,7 Prozent goutiert wird. Für Novartis geht es dagegen um 2,7 Prozent abwärts nach Geschäftszahlen. Der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück und die Profitabilität sank stärker als erwartet, wie die Vontobel-Analysten feststellen.
In Oslo verbilligen sich Telenor nach einem gesenkten Ausblick des Telekommunikationsanbieters um 7 Prozent. In London zeigt sich die Aktie der Werbeagentur WPP nach dem Geschäftsausweis wenig verändert.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 5.873,12 +0,2 12,80 5.860,32 1,4 Stoxx-50 5.041,96 +0,0 1,87 5.040,09 2,5 DAX 24.097,06 +0,1 13,53 24.083,53 -1,6 MDAX 30.325,04 -0,1 -36,97 27.039,42 -1,0 TecDAX 3.624,34 -0,8 -27,41 3.091,28 0,1 SDAX 17.670,13 0,0 0,12 13.062,07 2,9 CAC 8.146,65 +0,1 4,73 8.141,92 0,0 SMI 13.071,28 -0,7 -93,95 13.165,23 -1,5 ATX 5.785,16 +0,4 21,39 5.763,77 8,6 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 19:56 EUR/USD 1,1703 -0,2 -0,0017 1,1720 1,1723 EUR/JPY 186,75 -0,0 -0,0700 186,82 186,8600 EUR/CHF 0,9228 +0,2 0,0022 0,9206 0,9209 EUR/GBP 0,8661 +0,0 0,0002 0,8659 0,8657 USD/JPY 159,58 +0,1 0,1600 159,42 159,3600 GBP/USD 1,351 -0,2 -0,0020 1,353 1,3538 USD/CNY 6,8359 +0,2 0,0131 6,8228 6,8228 USD/CNH 6,8383 +0,2 0,0131 6,8252 6,8261 AUS/USD 0,7175 -0,1 -0,0009 0,7184 0,7189 Bitcoin/USD 76.913,93 -0,1 -59,60 76.973,53 76.767,74 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 98,84 +2,6 2,47 96,37 Brent/ICE 111 +2,6 2,77 108,23 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.621,74 -1,3 -60,11 4.681,85 Silber 73,16 -3,1 -2,33 75,50 Platin 1.942,97 -2,0 -39,48 1.982,45
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April 28, 2026 04:23 ET (08:23 GMT)
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