Leipzig (ots) -
Die Geburt eines Kindes ist ein einzigartiger Moment voller Emotionen, Hoffnung und Zukunftspläne. Was viele werdende Eltern nicht wissen: Genau in diesen ersten Minuten nach der Geburt stehen Zellen zur Verfügung, die der Medizin neue Wege eröffnen könnten. Aktuelle klinische Studien zeigen, dass Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta ein großes Potenzial besitzen, um schwere Erkrankungen besser zu behandeln - teilweise sogar schon vor der Geburt.
Was sind Stammzellen - und warum sind sie medizinisch so wertvoll?
Stammzellen sind besondere Zellen im menschlichen Körper. Sie haben die Fähigkeit, sich zu teilen, zu erneuern und sich - je nach Typ - in unterschiedliche spezialisierte Zellen zu entwickeln. In der Medizin unterscheidet man unter anderem:
- Hämatopoetische Stammzellen, die sich zu Blut- und Immunzellen entwickeln und seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden, etwa bei Leukämien oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems.
- Mesenchymale Stammzellen, die unter anderem an der Bildung von Knochen, Knorpel und Bindegewebe beteiligt sind und zusätzlich regulierende Effekte auf das Immunsystem haben können.
Besonders diese mesenchymalen Stammzellen stehen derzeit im Fokus der Forschung. Sie kommen in hoher Zahl in neonatalen Geweben vor - also im Nabelschnurgewebe und in der Plazenta, die nach der Geburt normalerweise nicht weiter genutzt werden.1-5
Aktuelle Studien: Stammzelltherapie rückt näher an die klinische Anwendung
Neue wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta nicht nur im Labor, sondern auch beim Menschen sicher eingesetzt werden können.
Einsatz bereits vor der Geburt: Hilfe bei offener Spina bifida
In einer US-amerikanischen Studie wurde erstmals untersucht, ob mesenchymale Stammzellen aus Plazentagewebe bei der operativen Behandlung einer offenen Spina bifida helfen können. Diese schwere Fehlbildung der Wirbelsäule wird bereits während der Schwangerschaft operiert.
Dabei wurden Stammzellen auf ein biologisches Trägermaterial aufgebracht und während der Operation auf das Rückenmark gelegt. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Alle behandelten Kinder wurden ohne Komplikationen geboren, die Operationsstellen heilten gut, und es traten keine Nebenwirkungen durch die Stammzellen auf. Auch Monate nach der Geburt zeigten sich keine Hinweise auf Risiken wie Tumorbildungen.6
Die Studie gilt als wichtiger Meilenstein für die regenerative Medizin und die Stammzellforschung in der Schwangerschaft.
Unterstützung des Immunsystems bei schwerem Lungenversagen
Auch bei Erwachsenen zeigen Stammzellen aus Nabelschnurgewebe großes Potenzial. In einer kanadischen Studie erhielten schwer an COVID-19 erkrankte Patient:innen mit akutem Lungenversagen zusätzlich zu ihrer Standardtherapie eine Infusion mit mesenchymalen Stammzellen.
Die behandelten Patient:innen benötigten weniger Sauerstoff, überlebten häufiger und berichteten über eine bessere Lebensqualität. Forschende vermuten, dass die Stammzellen das Immunsystem dabei unterstützen, überschießende Entzündungsreaktionen zu regulieren.7
Weitere klinische Studien, etwa zur Behandlung von schweren Blutvergiftungen, sind bereits im Gange.8
Ein einmaliges Zeitfenster: Stammzellen nur direkt nach der Geburt gewinnen
Allen genannten Therapieansätzen ist eines gemeinsam: Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta können ausschließlich direkt nach der Geburt gewonnen werden. Die Entnahme von Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta ist für Mutter und Kind vollkommen schmerzfrei und risikolos. Derzeit werden die potenziellen Quellen für Stammzellen in Deutschland allerdings meist direkt verworfen und nicht genutzt.
Vita 34: Stammzellvorsorge für die Zukunft des Kindes
Als eine der führenden Stammzellbanken in Europa bietet Vita 34 werdenden Eltern die Möglichkeit, Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe ihres Kindes einlagern zu lassen. Die Zellen werden langfristig kryokonserviert und stehen so für mögliche zukünftige medizinische Anwendungen bereit.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Einlagerung von Vollblut und Vollgewebe, sodass alle enthaltenen Zelltypen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften erhalten bleiben. Mit dieser Form der Vorsorge unterstützt Vita 34 Eltern dabei, ihrem Kind schon bei der Geburt eine zusätzliche Option für die Zukunft zu sichern. Weitere Informationen zur Einlagerung und den Potenzialen von Stammzellen finden Sie auf vita34.de.
Über Vita 34
Vita 34 ist eine Marke der FamiCord AG. Die FamiCord AG ist ein 1997 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Leipzig und ist nicht nur die führende Stammzellenbank Europas, sondern auch die drittgrößte weltweit. Angetrieben durch den Leitgedanken, allen Menschen eine gesündere Zukunft zu ermöglichen, erbringt die FamiCord AG als Full-Service-Anbieter mit weltweit rund 800 Mitarbeiter:innen alle Leistungen rund um die Gesundheitsvorsorge mit Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe.
Referenzen
1. Malhotra A et al. Advances in neonatal cell therapies: Proceedings of the First Neonatal Cell Therapies Symposium (2022). Pediatric Res. 2023;94:1631-1638.
2. Davies JE, Walker JT, Keating A. Concise Review: Wharton's Jelly: The Rich, but Enigmatic, Source of Mesenchymal Stromal Cells. Stem Cells Transl Med. 2017;6(7):1620-1630
3. Galieva LR, et al. Human Umbilical Cord Blood Cell Transplantation in Neuroregenerative Strategies. Front Pharmacol. 2017 Sep 8;8:628.
4. Jin HJ, et al. Comparative analysis of human mesenchymal stem cells from bone marrow, adipose tissue, and umbilical cord blood as sources of cell therapy. Int J Mol Sci. 2013 Sep 3;14(9):17986-8001.
5. Marino L, et al. Mesenchymal Stem Cells from the Wharton's Jelly of the Human Umbilical Cord: Biological Properties and Therapeutic Potential. Int J Stem Cells. 2019 Jul 31;12(2):218-226
6. Farmer DL, et al. Feasibility and safety of cellular therapy for in-utero repair of myelomeningocele (CuRe Trial): a first-in-human, phase 1, single-arm study. Lancet. 2026 Feb 28;407(10531):867-875.
7. English SW, et al. Cellular immunotherapy for COVID-19-induced acute respiratory distress syndrome: Results of the CIRCA-19 phase 1 safety and phase 2 randomized controlled trials. Stem Cell Reports. 2026 Mar 12:102854.
8. Umbilical Mesenchymal Stromal Cells as Cellular Immunotherapy for Septic Shock (UC-CISSII); https://clinicaltrials.gov/study/NCT05969275. Letzter Zugriff April 2026.
Pressekontakt:
Benedikta Springer
dpmed GmbH
Tel: +49 89 71 67 231 - 10
Mobil: +49 171 - 790 26 42
E-Mail: benedikta.springer@dpmed.de
Original-Content von: VITA 34 AG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/41319/6264545
Die Geburt eines Kindes ist ein einzigartiger Moment voller Emotionen, Hoffnung und Zukunftspläne. Was viele werdende Eltern nicht wissen: Genau in diesen ersten Minuten nach der Geburt stehen Zellen zur Verfügung, die der Medizin neue Wege eröffnen könnten. Aktuelle klinische Studien zeigen, dass Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta ein großes Potenzial besitzen, um schwere Erkrankungen besser zu behandeln - teilweise sogar schon vor der Geburt.
Was sind Stammzellen - und warum sind sie medizinisch so wertvoll?
Stammzellen sind besondere Zellen im menschlichen Körper. Sie haben die Fähigkeit, sich zu teilen, zu erneuern und sich - je nach Typ - in unterschiedliche spezialisierte Zellen zu entwickeln. In der Medizin unterscheidet man unter anderem:
- Hämatopoetische Stammzellen, die sich zu Blut- und Immunzellen entwickeln und seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden, etwa bei Leukämien oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems.
- Mesenchymale Stammzellen, die unter anderem an der Bildung von Knochen, Knorpel und Bindegewebe beteiligt sind und zusätzlich regulierende Effekte auf das Immunsystem haben können.
Besonders diese mesenchymalen Stammzellen stehen derzeit im Fokus der Forschung. Sie kommen in hoher Zahl in neonatalen Geweben vor - also im Nabelschnurgewebe und in der Plazenta, die nach der Geburt normalerweise nicht weiter genutzt werden.1-5
Aktuelle Studien: Stammzelltherapie rückt näher an die klinische Anwendung
Neue wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta nicht nur im Labor, sondern auch beim Menschen sicher eingesetzt werden können.
Einsatz bereits vor der Geburt: Hilfe bei offener Spina bifida
In einer US-amerikanischen Studie wurde erstmals untersucht, ob mesenchymale Stammzellen aus Plazentagewebe bei der operativen Behandlung einer offenen Spina bifida helfen können. Diese schwere Fehlbildung der Wirbelsäule wird bereits während der Schwangerschaft operiert.
Dabei wurden Stammzellen auf ein biologisches Trägermaterial aufgebracht und während der Operation auf das Rückenmark gelegt. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Alle behandelten Kinder wurden ohne Komplikationen geboren, die Operationsstellen heilten gut, und es traten keine Nebenwirkungen durch die Stammzellen auf. Auch Monate nach der Geburt zeigten sich keine Hinweise auf Risiken wie Tumorbildungen.6
Die Studie gilt als wichtiger Meilenstein für die regenerative Medizin und die Stammzellforschung in der Schwangerschaft.
Unterstützung des Immunsystems bei schwerem Lungenversagen
Auch bei Erwachsenen zeigen Stammzellen aus Nabelschnurgewebe großes Potenzial. In einer kanadischen Studie erhielten schwer an COVID-19 erkrankte Patient:innen mit akutem Lungenversagen zusätzlich zu ihrer Standardtherapie eine Infusion mit mesenchymalen Stammzellen.
Die behandelten Patient:innen benötigten weniger Sauerstoff, überlebten häufiger und berichteten über eine bessere Lebensqualität. Forschende vermuten, dass die Stammzellen das Immunsystem dabei unterstützen, überschießende Entzündungsreaktionen zu regulieren.7
Weitere klinische Studien, etwa zur Behandlung von schweren Blutvergiftungen, sind bereits im Gange.8
Ein einmaliges Zeitfenster: Stammzellen nur direkt nach der Geburt gewinnen
Allen genannten Therapieansätzen ist eines gemeinsam: Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta können ausschließlich direkt nach der Geburt gewonnen werden. Die Entnahme von Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta ist für Mutter und Kind vollkommen schmerzfrei und risikolos. Derzeit werden die potenziellen Quellen für Stammzellen in Deutschland allerdings meist direkt verworfen und nicht genutzt.
Vita 34: Stammzellvorsorge für die Zukunft des Kindes
Als eine der führenden Stammzellbanken in Europa bietet Vita 34 werdenden Eltern die Möglichkeit, Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe ihres Kindes einlagern zu lassen. Die Zellen werden langfristig kryokonserviert und stehen so für mögliche zukünftige medizinische Anwendungen bereit.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Einlagerung von Vollblut und Vollgewebe, sodass alle enthaltenen Zelltypen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften erhalten bleiben. Mit dieser Form der Vorsorge unterstützt Vita 34 Eltern dabei, ihrem Kind schon bei der Geburt eine zusätzliche Option für die Zukunft zu sichern. Weitere Informationen zur Einlagerung und den Potenzialen von Stammzellen finden Sie auf vita34.de.
Über Vita 34
Vita 34 ist eine Marke der FamiCord AG. Die FamiCord AG ist ein 1997 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Leipzig und ist nicht nur die führende Stammzellenbank Europas, sondern auch die drittgrößte weltweit. Angetrieben durch den Leitgedanken, allen Menschen eine gesündere Zukunft zu ermöglichen, erbringt die FamiCord AG als Full-Service-Anbieter mit weltweit rund 800 Mitarbeiter:innen alle Leistungen rund um die Gesundheitsvorsorge mit Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe.
Referenzen
1. Malhotra A et al. Advances in neonatal cell therapies: Proceedings of the First Neonatal Cell Therapies Symposium (2022). Pediatric Res. 2023;94:1631-1638.
2. Davies JE, Walker JT, Keating A. Concise Review: Wharton's Jelly: The Rich, but Enigmatic, Source of Mesenchymal Stromal Cells. Stem Cells Transl Med. 2017;6(7):1620-1630
3. Galieva LR, et al. Human Umbilical Cord Blood Cell Transplantation in Neuroregenerative Strategies. Front Pharmacol. 2017 Sep 8;8:628.
4. Jin HJ, et al. Comparative analysis of human mesenchymal stem cells from bone marrow, adipose tissue, and umbilical cord blood as sources of cell therapy. Int J Mol Sci. 2013 Sep 3;14(9):17986-8001.
5. Marino L, et al. Mesenchymal Stem Cells from the Wharton's Jelly of the Human Umbilical Cord: Biological Properties and Therapeutic Potential. Int J Stem Cells. 2019 Jul 31;12(2):218-226
6. Farmer DL, et al. Feasibility and safety of cellular therapy for in-utero repair of myelomeningocele (CuRe Trial): a first-in-human, phase 1, single-arm study. Lancet. 2026 Feb 28;407(10531):867-875.
7. English SW, et al. Cellular immunotherapy for COVID-19-induced acute respiratory distress syndrome: Results of the CIRCA-19 phase 1 safety and phase 2 randomized controlled trials. Stem Cell Reports. 2026 Mar 12:102854.
8. Umbilical Mesenchymal Stromal Cells as Cellular Immunotherapy for Septic Shock (UC-CISSII); https://clinicaltrials.gov/study/NCT05969275. Letzter Zugriff April 2026.
Pressekontakt:
Benedikta Springer
dpmed GmbH
Tel: +49 89 71 67 231 - 10
Mobil: +49 171 - 790 26 42
E-Mail: benedikta.springer@dpmed.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/41319/6264545
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