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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Inflationsrisiken nehmen zu

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Inflationsrisiken nehmen zu

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag mit kleinen Verlusten gezeigt. Im Handel sprach man von Abwarten vor diversen Notenbanksitzungen im Wochenverlauf, dazu bremste der weiter gestiegene Ölpreis die Kaufbereitschaft. Der Preis für Brent lag zu Börsenschluss mit 111,22 Dollar das Fass nur noch unweit des seit Ausbruch des Iran-Kriegs bei 120 Dollar erreichten Hochs. Die Inflationserwartungen von Konsumenten im Euroraum waren im März unter dem Eindruck des Kriegs gestiegen, die kurzfristigen sogar sehr deutlich. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 24.018 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent nach unten. Der Euro gab leicht nach auf 1,1712 Dollar.

Die Bemühungen um eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg kamen derweil nicht voran. US-Präsident Donald Trump und sein nationales Sicherheitsteam standen einem neuen Vorschlag des Iran laut US-Regierungsvertretern skeptisch gegenüber. Teheran hatte angeboten, die Blockade der Straße von Hormus zu beenden, wenn der Krieg dafür beendet wird und die USA die Blockade iranischer Häfen einstellen. Außerdem sollen die Diskussionen über das iranische Atomprogramm zunächst zurückgestellt werden.

Der Ölpreis zeigte sich unbeeindruckt vom Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Opec. Und das, obgleich die Nachricht laut CMC wie eine "Bombe an den Finanzmärkten" eingeschlagen sei. Wie sich das mittelfristig auf die Ölpreise auswirken werde, sei bislang zwar nicht abschätzbar, in jedem Falle stelle es eine Erosion des Erdölkartells dar, hieß es. Beobachter sind der Meinung, dass, solange die Straße von Hormus geschlossen bleibt, mit einem deutlichen Ölpreisrückgang nicht zu rechnen sei.

Die Bank of Japan hat bereits getagt und die Leitzinsen wie erwartet bestätigt. Zugleich erhöhte sie aber die Inflationserwartungen und senkte die Wachstumsprognose. Am Mittwoch steht nach Handelsschluss hierzulande die Zinsentscheidung der US-Notenbank auf dem Kalender. Auch von ihr wird keine Änderung der Leitzinsen erwartet. Am Donnerstag folgen die EZB und die Bank of England. Überall dürften die begleitenden Kommentare zumindest ähnlich ausfallen wie nun in Japan.

Unternehmensseitig nahm die Berichtssaison Fahrt auf und sorgte vor allem bei Einzelwerten für Impulse. Schlusslicht im DAX war die Qiagen-Aktie mit einem Abschlag von 10,8 Prozent. Das Diagnostikunternehmen hatte die Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach unten genommen und erwartet nun ein Umsatzwachstum von etwa 1 bis 2 Prozent bei konstanten Wechselkursen nach zuvor mindestens 5 Prozent.

Bayer verloren 4,6 Prozent nach einer Anhörung vor dem Obersten US-Gericht zu Glyphosat-Klagen. Die Richter hatten sich empfänglich gezeigt für Argumente, dass Bayer nach einem Gesetz in Missouri auf Schadensersatz verklagt werden kann, wobei es im Kern um fehlende Warnhinweise geht. Bayer hatte dagegen zusammen mit der US-Regierung dargelegt, dass Warnhinweise auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten, die sich von dem durch die US-Umweltbehörde genehmigten Produktlabel unterscheiden, durch Bundesrecht ausgeschlossen seien. Ein Urteil des Gerichts stand zunächst weiter aus.

Die Aktie der Deutschen Börse legte nach überzeugenden Erstquartalszahlen um 0,3 Prozent zu. Nettoerlöse und operatives Ergebnis zogen im Auftaktquartal kräftig an. Neben strukturellem Wachstum profitierte der Börsenbetreiber von der gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten. Henkel verloren 2 Prozent, die Aktie wurde allerdings ex Dividende gehandelt.

Mit Aufschlägen von 2,1 Prozent auf 35,48 Euro lagen Commerzbank mit an der DAX-Spitze. Am 5. Mai startet das etwa 35 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot per Aktientausch der Unicredit an die Commerzbank-Aktionäre, was zum Zeitpunkt der Bekanntgabe in etwa 30,8 Euro je Anteilsschein entsprach. Die Annahmequote dürfte sehr gering ausfallen, Analysten werten das Gebot denn auch als rein taktisch, um die eigene Beteiligung über die Schwelle von 30 Prozent zu hieven. Die Unicredit könnte dann zukünftig den Anteil weiter auszubauen, ohne ein neues Übernahmeangebot lancieren zu müssen und könnte dann zu einem späteren Zeitpunkt ein neues Angebot vorlegen, was auch die Erwartung im Handel ist.

Im SDAX haussierten Init Innovation Traffic Systems um 11,9 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag in Australien zur Modernisierung von Fahrkartensystemen erhalten hatte. Salzgitter gaben um 9,2 Prozent nach. Der Stahlhersteller will den Streubesitz und die Liquidität seiner Aktie mit dem Verkauf selbst gehaltener Aktien erhöhen und zunächst rund 3 Millionen Aktien auf den Markt bringen.

Die hohen Ölpreise haben derweil dem britischen Ölkonzern BP zum Jahresstart sprudelnde Gewinne beschert, was an der Börse mit einem Kursplus von 1,1 Prozent goutiert wurde. Air Liquide gaben an der Pariser Börse hingegen um 3,2 Prozent nach. Das vergleichbare Umsatzwachstum hatte die Erwartungen nicht erfüllt.

In Oslo verbilligten sich Telenor nach einem gesenkten Ausblick des Telekommunikationsanbieters um 5,7 Prozent. In London schloss die Aktie der Werbeagentur WPP nach dem Geschäftsausweis 0,2 Prozent leichter. In schwierigen Zeiten hatte WPP ein besser als erwartet ausgefallenes organisches Umsatzwachstum ausgewiesen. Die Branche ist einer der Hauptleidtragenden der KI-Disruption. Seit Jahresbeginn haben WPP mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.836       -0,4          1,19 
Stoxx-50       5.026       -0,3          2,48 
Stoxx-600        607       -0,4          2,81 
DAX         24.018       -0,3         -1,66 
FTSE-100 London   10.321        0,1          3,92 
CAC-40 Paris     8.142       -0,5         -0,09 
AEX Amsterdam     1.009       -0,8          6,06 
ATHEX-20 Athen    5.633       -0,8          5,27 
BEL-20 Brüssel    5.355       -0,4          5,46 
BUX Budapest    133.169       -0,2         19,94 
OMXH-25 Helsinki   6.239       -0,9          9,39 
OMXC-20 Kopenhagen  1.472        0,3         -8,44 
PSI 20 Lissabon    9.178        1,0         11,06 
IBEX-35 Madrid    17.693        0,5          2,23 
FTSE-MIB Mailand   47.674        0,8          6,07 
OBX Oslo       1.932        0,2         20,88 
PX Prag        2.592        0,2         -3,50 
OMXS-30 Stockholm   3.080       -0,8          6,83 
WIG-20 Warschau   128.887       -0,7         10,71 
ATX Wien       5.764        0,3          8,21 
SMI Zürich      13.165       -0,1         -0,77 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 19:56 
EUR/USD     1,1713  -0,1  -0,0007     1,1720   1,1723 
EUR/JPY     186,88  +0,0  0,0600     186,82  186,8600 
EUR/CHF     0,9241  +0,4  0,0035     0,9206   0,9209 
EUR/GBP     0,8669  +0,1  0,0010     0,8659   0,8657 
USD/JPY     159,56  +0,1  0,1400     159,42  159,3600 
GBP/USD     1,3508  -0,2  -0,0022      1,353   1,3538 
USD/CNY     6,8374  +0,2  0,0146     6,8228   6,8228 
USD/CNH     6,8374  +0,2  0,0122     6,8252   6,8261 
AUS/USD     0,7179  -0,1  -0,0005     0,7184   0,7189 
Bitcoin/USD 76.038,15  -1,2  -935,38    76.973,53 76.767,74 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    99,86  +3,6   3,49      96,37 
Brent/ICE    111,19  +2,7   2,96     108,23 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.582,89  -2,1  -98,96    4.681,85 
Silber      73,05  -3,2   -2,44      75,50 
Platin    1.949,61  -1,7  -32,84    1.982,45 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 28, 2026 12:14 ET (16:14 GMT)

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