DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Vereinigte Arabische Emirate treten zum 1. Mai aus der Opec aus
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben angekündigt, zum 1. Mai aus der Opec auszutreten. Dieser Schritt soll nach eigenen Angaben dazu beitragen, die sich ändernde Nachfrage zu decken, wird von Analysten jedoch als schwerer Schlag für die Organisation gewertet. "Diese Entscheidung folgt einer umfassenden Überprüfung der Förderpolitik der VAE sowie ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Kapazitäten, und basiert auf unserem nationalen Interesse und unserer Verpflichtung, wirksam zur Deckung der dringenden Bedürfnisse des Marktes beizutragen", teilte der Golfstaat mit.
Weltbank: Nahostkonflikt dämpft Wachstum durch Rohstoffpreisanstieg
Ein sprunghafter Anstieg der Rohstoffpreise infolge des Nahostkonflikts wird nach Einschätzung der Weltbank die Inflation in den Entwicklungsländern in die Höhe treiben und das Wachstum bremsen. Seit die USA und Israel Ende Februar ihre ersten Angriffe auf den Iran gestartet haben, ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen gekommen, was zu einem drastischen Rückgang der Lieferungen von Öl, Erdgas, Harnstoff und anderen Rohstoffen in den Rest der Welt geführt hat. Die Preise sind in Reaktion darauf sprunghaft angestiegen. In einem Ausblick für Rohstoffe erklärte die Weltbank, dass sie für dieses Jahr einen Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Brent von 86 US-Dollar pro Barrel erwartet, selbst wenn die Meerenge ab nächstem Monat schrittweise wieder geöffnet werde - ein drastischer Anstieg gegenüber 65 US-Dollar im Jahr 2025.
Stimmung der US-Verbraucher hellt sich im April auf
Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im April aufgehellt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, stieg der Index des Verbrauchervertrauens auf 92,8. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 89,0 erwartet. Der Vormonatswert wurde auf 92,2 von zunächst 91,8 nach oben revidiert. Der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich auf 123,8 (Vormonat: 124,1), jener für die Erwartungen erhöhte sich auf 72,2 (71). "Das Verbrauchervertrauen stieg im April leicht an, blieb aber insgesamt nahezu unverändert, trotz der erheblichen Besorgnis über steigende Benzinpreise, da der Krieg im Nahen Osten zu einem sprunghaften Anstieg der Preise für Brent-Rohöl führte", erklärte Dana M. Peterson, Chefökonomin bei The Conference Board.
Schiffsverkehr in der Straße von Hormus erreicht Tiefstand
Die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, ist auf den niedrigsten Stand seit Kriegsbeginn gesunken, nachdem die US-Blockade iranischer Häfen in Verbindung mit den erneuten Angriffen des Iran auf die Handelsschifffahrt in der Meerenge Wirkung zeigte, wie aus Daten von Lloyd's List Intelligence hervorgeht. In der Woche vom 20. bis 26. April gab es 35 Durchfahrten, gegenüber 78 in der Vorwoche. Etwa 24 dieser Durchfahrten standen im Zusammenhang mit dem iranischen Handel, wobei 16 Schiffe der iranischen Schattenflotte betrafen, die organisiert wurde, um Sanktionen zu umgehen, erklärte Lloyd's.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste 3 Wochen Apr +7,1% gg Vorjahr
DJG/DJN/apo/brb
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April 28, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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