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MÄRKTE USA/Wall Street mit Abgaben - KI-Sorgen belasten Tech-Sektor

DJ MÄRKTE USA/Wall Street mit Abgaben - KI-Sorgen belasten Tech-Sektor

DOW JONES--Abgaben im Technologie-Sektor haben am Dienstag die Wall Street ins Minus gedrückt. Laut einem Bericht verfehlte die KI-Ikone OpenAI zuletzt die selbstgesteckten Nutzer- und damit auch die Umsatzziele. Damit stünden die Investitionen in Datenzentren auf dem Prüfstand. Finanzchefin Sarah Friar habe intern gesagt, dass sie besorgt sei, das Unternehmen könne künftige Computing-Verträge möglicherweise nicht bezahlen, wenn der Umsatz nicht schnell genug steige. In der Folge fielen Aktien mit Bezug zum ChatGPT-Entwickler - so Oracle und CoreWeave um 4,0 bzw. 5,8 Prozent. Im Technologiesektor verloren AMD 3,4 Prozent, Nvidia 1,6 Prozent und Intel 0,5 Prozent.

Zudem deutete sich im Iran-Krieg weiterhin keine diplomatische Lösung an. Die wechselseitigen Angriffe Israels und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauerten an, und US-Präsident Donald Trump zeigte sich über die jüngsten Vorschläge aus dem Iran zur Beendigung des Krieges skeptisch. Die Seestraße von Hormus bleibt weiter geschlossen - die Ölpreise stiegen auf die höchsten Stände des Monats.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent auf 49.142 Punkte, gestützt vom deutlichen Aufschlag der Aktie von Coca-Cola. Dagegen ging es für den S&P-500 um 0,5 Prozent nach unten und der Nasdaq-Composite büßte 0,9 Prozent ein. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 1.164 (Montag: 1.456) Kursgewinner und 1.589 (1.278) -verlierer. Unverändert schlossen 47 (94) Titel.

Zudem stehen mit dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung am Mittwoch und Geschäftsausweisen großer Tech-Konzerne im Wochenverlauf wichtige Impulsgeber noch aus. Bis dahin hielten sich Anleger eher bedeckt. Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im April dagegen etwas aufgehellt. "Das Verbrauchervertrauen stieg im April leicht an, blieb aber insgesamt nahezu unverändert, trotz der erheblichen Besorgnis über steigende Benzinpreise, da der Krieg im Nahen Osten zu einem sprunghaften Anstieg der Preise für Brent-Rohöl führte", erklärte Dana M. Peterson, Chefökonomin bei The Conference Board.

Die auf die höchsten April-Stände gekletterten Ölpreise schürten Inflationssorgen und lassen baldige Zinssenkungen unwahrscheinlicher erscheinen. Daher stiegen am Anleihemarkt die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen um 1 Basispunkt auf 4,35 Prozent. Die Spekulation auf weiter hohe Zinsen stützte die US-Währung - der Dollar-Index zog um 0,2 Prozent an, gab aber einen Teil seiner Gewinne wieder ab.

Für die Ölpreise ging es weiter nach oben. Ein Barrel der Sorte Brent erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 111,14 Dollar. Gleichwohl zeigte sich der Ölpreis weitgehend unbeeindruckt vom Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Opec. Und das, obgleich die Nachricht laut CMC wie eine "Bombe an den Finanzmärkten" eingeschlagen sei. Wie sich das mittelfristig auf die Ölpreise auswirken werde, sei bislang zwar nicht abschätzbar, in jedem Falle stelle es eine Erosion des Erdölkartells dar, hieß es.

Der feste Dollar und steigende Marktzinsen belasteten den Goldpreis - die Feinunze fiel um 1,9 Prozent auf 4.595 Dollar. "Die anhaltende Störung der Lieferströme von Öl, Gas und raffinierten Produkten durch die Straße von Hormus hat die weltweiten Inflationssorgen verschärft und damit die Erwartung erhöht, dass wichtige Zentralbanken, einschließlich der Fed und der EZB, die Zinssätze länger hoch halten könnten", so MUFG-Analystin Soojin Kim.

Bei den Einzelwerten verloren Meta Platforms 1,1 Prozent. Die Facebook-Mutter bereitet sich auf eine Rückabwicklung der Übernahme des auf Künstliche Intelligenz spezialisierten Startups Manus vor, nachdem China das Geschäft aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt hat, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten.

United Parcel Service (-4%) hat im ersten Quartal einen geringeren Gewinn und Umsatz verzeichnet. GM gewannen nach Geschäftsausweis 1,3 Prozent. Der Automobilhersteller hob die bereinigte Gewinnprognose wegen geringerer Zollkosten zwar an, pro Aktie sank der Gewinn allerdings in der Periode. Höhere Gewinne hievten den Kurs von Coca-Cola 3,9 Prozent an. Auch Sherwin-Williams (-3,5%) hat im ersten Quartal mehr verdient als gedacht. Der Hersteller von Wandfarben teilte aber mit, dass die Nachfrage von Heimwerkern schwach geblieben sei.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     49.141,93  -0,1  -25,86    49.167,79 
S&P-500    7.138,80  -0,5  -35,11    7.173,91 
NASDAQ Comp 24.663,80  -0,9  -223,30    24.887,10 
NASDAQ 100  27.029,01  -1,0  -276,67    27.305,68 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,84 +0,03    3,85      3,79 
5 Jahre       3,98 +0,03    4,00      3,94 
10 Jahre      4,35 +0,01    4,38      4,33 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 19:56 
EUR/USD      1,1709  -0,1  -0,0011     1,1720   1,1723 
EUR/JPY      186,92  +0,1   0,1000     186,82  186,8600 
EUR/CHF      0,9243  +0,4   0,0037     0,9206   0,9209 
EUR/GBP      0,8662  +0,0   0,0003     0,8659   0,8657 
USD/JPY      159,66  +0,2   0,2400     159,42  159,3600 
GBP/USD      1,3515  -0,1  -0,0015      1,353   1,3538 
USD/CNY      6,8374  +0,2   0,0146     6,8228   6,8228 
USD/CNH      6,8394  +0,2   0,0142     6,8252   6,8261 
AUS/USD      0,718  -0,1  -0,0004     0,7184   0,7189 
Bitcoin/USD  76.329,25  -0,8  -644,28    76.973,53 76.767,74 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     99,90  +3,7    3,53      96,37 
Brent/ICE     111,14  +2,7    2,91     108,23 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.595,22  -1,9   -86,63    4.681,85 
Silber       73,15  -3,1   -2,34      75,50 
Platin     1.940,92  -2,1   -41,53    1.982,45 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 28, 2026 16:17 ET (20:17 GMT)

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