WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Ölpreisschock mit dem Iran-Krieg hat das Leben in Deutschland sprunghaft verteuert, im April könnte die Inflation noch weiter gestiegen sein. Volkswirte halten es für möglich, dass die Teuerungsrate erstmals seit Ende 2023 wieder die Marke von drei Prozent überschritten hat. An diesem Mittwoch (14.00 Uhr) veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Berechnung dazu auf Basis vorläufiger Daten.
Der Krieg im Nahen Osten hat die Energiepreise nach oben getrieben, vor allem Sprit an der Tankstelle und Heizöl wurden erheblich teurer. Das katapultierte die Inflationsrate im März mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024. Im Februar dieses Jahres waren es noch 1,9 Prozent.
Weil teure Energie Produktions- und Transportkosten steigen lässt, könnten in der Folge die Preise für Lebensmittel, Restaurantbesuche und Dienstleistungen anziehen. Mit Beginn der Reisesaison dürften sich ohnehin Flugtickets und Pauschalreisen verteuern.
Je höher die Inflationsrate, umso weniger können sich Verbraucherinnen und Verbraucher für einen Euro leisten. In Umfragen sagen jetzt schon viele Menschen, dass sie kaum noch die laufenden Kosten für das tägliche Leben aufbringen können und ihre Rücklagen bereits aufgebraucht sind./ben/als/DP/jha
