EQS-News: DWS Group GmbH & Co. KGaA
/ Schlagwort(e): Quartalsergebnis/Quartals-/Zwischenmitteilung
Geschäftsentwicklung im Überblick
Die DWS ist gut ins Jahr gestartet. Die positive Dynamik bei den Zuflüssen ließ Ende Februar nach, als sich das geopolitische Umfeld merklich verschlechterte. Vermehrte Unsicherheit und erhöhte Volatilität waren die Folge, Märkte, Energiepreise und Inflationsraten gerieten unter Druck. Als Folge reduzierten Kunden ihre Risikopositionen. Dessen ungeachtet konnte die DWS insgesamt Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 11 Milliarden und im Quartalsvergleich stabile Managementgebühren verzeichnen, während sie die Kosten im ersten Quartal reduzierte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verbesserte die DWS ihre Schlüsselkennzahlen deutlich, darunter die Erträge, die Kosten, den Vorsteuergewinn, das Konzernergebnis, die Aufwand-Ertrag-Relation und das verwaltete Vermögen.
Entwicklung des verwalteten Vermögens Aufgrund von Nettomittelzuflüssen in den Bereich Passive einschließlich Xtrackers und unterstützt durch Zuflüsse in Active SQI[1], Active Multi Asset und Alternatives, erzielte das Unternehmen im ersten Quartal 2026 ein Langfrist-Nettomittelaufkommen (ohne Cash-Produkte und Advisory Services) in Höhe von EUR 6,6 Milliarden. Einschließlich Cash-Produkte und Advisory Services belief sich das Nettomittelaufkommen im ersten Quartal insgesamt auf EUR 11,0 Milliarden. Das langfristig verwaltete Vermögen (Long-term Assets under Management) erhöhte sich im Vergleich zum Vorquartal leicht um EUR 4 Milliarden auf EUR 966 Milliarden. Grund waren die Langfrist-Nettomittelzuflüsse sowie günstige Wechselkursbewegungen im ersten Quartal. Aufgrund derselben Faktoren stieg das insgesamt verwaltete Vermögen im Vergleich zum Vorquartal um EUR 9 Milliarden auf den neuen Höchststand von EUR 1.093 Milliarden.
Finanzergebnis Die Erträge gingen im Vergleich zum Vorquartal um 9 Prozent zurück. Während die Managementgebühren stabil blieben, sanken die Performance- und Transaktionsgebühren vor dem Hintergrund, dass die DWS im vorangegangenen Quartal eine signifikante Performancegebühr im Bereich Multi Asset verbucht hatte. Die sonstigen Erträge fielen im Quartalsvergleich ebenfalls niedriger aus. Im Jahresvergleich stiegen die Erträge um 9 Prozent. Die Kostenbasis wurde im Vergleich zum Vorquartal um 9 Prozent reduziert. Ursächlich war ein niedrigerer Sach- und sonstiger Aufwand, wobei auch der Personalaufwand geringer ausfiel. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sanken die Kosten um 5 Prozent. Die Aufwand-Ertrag-Relation erhöhte sich im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum vierten Quartal leicht um 0,3 Prozentpunkte und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,1 Prozentpunkte auf 54,1 Prozent. Der Vorsteuergewinn ging im Vergleich zum Vorquartal um 10 Prozent zurück und legte im Jahresvergleich um 32 Prozent zu. Das den Aktionären der DWS Group zurechenbare Konzernergebnis fiel im Vergleich zum Vorquartal um 11 Prozent niedriger aus und stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 33 Prozent an.
Geschäftsentwicklung im Detail
Die Erträge sanken im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 9 Prozent auf EUR 821 Millionen (Q4 2025: EUR 902 Millionen; Q1 2025: EUR 753 Millionen). Während die Managementgebühren stabil blieben, gingen die Performance- und Transaktionsgebühren zurück. Grund war, dass die DWS im vorangegangenen Quartal eine signifikante Performancegebühr im Bereich Multi Asset verbucht hatte. Dies wurde auch durch signifikante Performancegebühren im Bereich Infrastruktur im ersten Quartal nicht kompensiert. Die sonstigen Erträge fielen im Quartalsvergleich ebenfalls niedriger aus. Im Jahresvergleich stiegen die Erträge um 9 Prozent.
Der Vorsteuergewinn sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 10 Prozent auf EUR 377 Millionen (Q4 2025: EUR 416 Millionen; Q1 2025: EUR 284 Millionen). Im Jahresvergleich erhöhte er sich um 32 Prozent. Nach Steuern wies die DWS für das erste Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal ein um 11 Prozent niedrigeres, den Aktionären der DWS Group zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von EUR 264 Millionen aus (Q4 2025: EUR 295 Millionen; Q1 2025: EUR 199 Millionen). Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg es um 33 Prozent.
Das langfristig verwaltete Vermögen (LT AuM) stieg im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal leicht um EUR 4 Milliarden auf EUR 966 Milliarden (Q4 2025: EUR 963 Milliarden). Grund waren Langfrist-Nettomittelzuflüsse sowie günstige Wechselkursbewegungen, während sich die Marktentwicklungen negativ auswirkten.
Das gesamte verwaltete Vermögen (AuM) stieg im ersten Quartal auf einen neuen Höchststand von EUR 1.093 Milliarden (Q4 2025: EUR 1.085 Milliarden). Ursächlich hierfür waren dieselben Faktoren wie bei den LT AuM.
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die DWS ein Langfrist-Nettomittelaufkommen von EUR 6,6 Milliarden (Q4 2025: EUR 8,0 Milliarden). Einschließlich Cash-Produkte und Advisory Services belief sich das Nettomittelaufkommen insgesamt auf EUR 11,0 Milliarden (Q4 2025: EUR 10,5 Milliarden). Die gesamten Nettomittelzuflüsse im ersten Quartal waren hauptsächlich durch Zuflüsse in den Bereich Passive einschließlich Xtrackers getrieben und wurden durch Zuflüsse in Cash-Produkte sowie in Active SQI, Active Multi Asset und Alternatives unterstützt.
Der Bereich Active Asset Management verzeichnete im ersten Quartal geringe Nettomittelabflüsse in Höhe von minus EUR 0,1 Milliarden (Q4 2025: EUR 1,1 Milliarden). Dabei konnten die Nettomittelzuflüsse in Active SQI (EUR 1,6 Milliarden) und Active Multi Asset (EUR 0,3 Milliarden) die Nettomittelabflüsse aus Active Equity (minus EUR 1,2 Milliarden) und Active Fixed Income (minus EUR 0,8 Milliarden) nahezu ausgleichen.
Der Bereich Passive Asset Management verzeichnete im ersten Quartal ein nahezu unverändertes Nettomittelaufkommen in Höhe von EUR 6,5 Milliarden (Q4 2025: EUR 6,6 Milliarden). Verantwortlich hierfür waren börsengehandelte Xtrackers-Produkte (börsengehandelte Fonds (ETF) und Rohstoffe (ETC)) sowie institutionelle Mandate.
Der Bereich Alternatives generierte im ersten Quartal fast unveränderte Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 0,2 Milliarden (Q4 2025: EUR 0,3 Milliarden). Dies war hauptsächlich bedingt durch Liquid Real Assets und Infrastrukturprodukte, während Immobilienfonds in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld weiterhin Nettomittelabflüsse verzeichneten.
Cash-Produkte hatten im ersten Quartal Nettomittelzuflüsse von EUR 4,6 Milliarden (Q4 2025: EUR 4,8 Milliarden).
Advisory Services verzeichneten im ersten Quartal Mittelabflüsse von minus EUR 0,2 Milliarden (Q4 2025: minus EUR 2,3 Milliarden).
Die Kosten wurden im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 9 Prozent auf EUR 444 Millionen reduziert (Q4 2025: EUR 486 Millionen; Q1 2025: EUR 469 Millionen). Dieser Rückgang war auf einen niedrigeren Sach- und sonstigen Aufwand - unter anderem aufgrund geringerer IT-Kosten und Beratungsdienstleistungen - zurückzuführen und wurde durch einen niedrigeren Personalaufwand unterstützt. Im Jahresvergleich verringerten sich die Kosten um 5 Prozent.
Die Aufwand-Ertrag-Relation (CIR) stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 54,1 Prozent (Q4 2025: 53,9 Prozent; Q1 2025: 62,2 Prozent). Verantwortlich hierfür waren niedrigere Erträge. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verbesserte sich die CIR um 8,1 Prozentpunkte.
Weitere Quartals-Highlights
Im ersten Quartal wurde ein wesentlicher Meilenstein in der geplanten strategischen Zusammenarbeit mit Nippon Life India Asset Management Ltd (NAMI) erreicht: Die DWS hat Vereinbarungen unterzeichnet, um sich an der Nippon Life India AIF Management Limited (NIAIF) zu beteiligen, einer Tochtergesellschaft von NAMI. Die DWS wird eine 40-prozentige Beteiligung an NIAIF erwerben und damit ihre Rolle als Minderheitsgesellschafter und strategischer Partner beim Ausbau Indien-fokussierter Alternatives-Kompetenzen formalisieren. Im Rahmen des Joint Ventures soll das Produktangebot weiter ausgebaut und die Reichweite auf Offshore-Anleger ausgeweitet werden. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen regulatorischen Genehmigungen sowie weiterer geschäftsbezogener Bedingungen.
Zudem hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bank beschlossen, Stefan Hoops mit Wirkung zum 1. Mai in den Vorstand der Deutschen Bank zu berufen. Er wird weiterhin als CEO der DWS tätig sein und zusätzlich im Vorstand der Deutschen Bank die Verantwortung für das Segment Asset Management übernehmen. Die DWS bleibt eine separat börsennotierte Rechtseinheit mit eigener Strategie, eigenem Management und eigener Governance. Die Berufung von Stefan Hoops in den Vorstand der Deutschen Bank eröffnet für die DWS die Möglichkeit, stärker im Entscheidungsgremium ihres größten Aktionärs vertreten zu sein. Zudem soll die Kombination der beiden Rollen von Hoops die DWS und die Deutsche Bank noch besser befähigen, in einem sich verändernden Umfeld gezielt Chancen für profitables Wachstum zu adressieren.
Die Deutsche Bank und die DWS haben außerdem ihre Absicht mitgeteilt, ihre Zusammenarbeit zur Stärkung des Diskretionären Portfolio Managements zu vertiefen. Künftig ist vorgesehen, dass die Portfolio-Implementierung der Deutschen Bank durch die institutionelle Investment- und Ausführungsplattform der DWS unterstützt wird. Das Ziel dieser Maßnahme besteht darin, die jeweiligen Stärken der Privatkundenbank der Deutschen Bank und der DWS noch effizienter zu nutzen, und so die Umsetzung der Anlagen für vermögende Privatkundinnen und -kunden (High-Net-Worth Private Clients) weiter zu verbessern.
Ausblick
Gegenüber dem im DWS-Geschäftsbericht 2025 veröffentlichten Ausblick ergeben sich keine Änderungen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Webcast/Call Stefan Hoops, Chief Executive Officer, und Markus Kobler, Chief Financial Officer, werden die Ergebnisse in einem Investoren- und Analysten-Call am 29. April 2026, um 10 Uhr deutscher Zeit im Detail erläutern. Der Call wird auf Englisch abgehalten und kann sowohl live als auch im Anschluss als Aufnahme hier abgerufen werden: https://group.dws.com/de/ir/berichte-und-events/finanzberichte/. Weitergehende Informationen werden unter https://group.dws.com/de/ir/ veröffentlicht.
Über die DWS Group Die DWS Group (DWS) ist mit einem gesamten verwalteten Vermögen von 1.093 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2026) ein führender Vermögensverwalter in Europa mit globaler Reichweite. Mit rund 5.000 Mitarbeitern an Standorten in der ganzen Welt bietet die DWS Privatpersonen, Institutionen und großen Unternehmen Zugang zu umfassenden Anlagelösungen und maßgeschneiderten Portfolios über das gesamte Spektrum der Anlagedisziplinen hinweg. Ihre breitgefächerte Expertise als Vermögensverwalter im Active-, Passive- und Alternatives-Geschäft ermöglicht es der DWS, Kunden gezielte Lösungskonzepte in allen wichtigen liquiden und illiquiden Anlageklassen anzubieten.
www.dws.com/de
Wichtiger Hinweis Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sie umfassen auch Aussagen über unsere Einschätzungen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsführung der DWS Group GmbH & Co. KGaA derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.
Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken.
Diese Mitteilung enthält alternative Finanzkennzahlen (Alternative Performance Measures - "APMs"). Eine Beschreibung dieser APMs finden Sie im Geschäftsbericht 2025, der unter https://group.dws.com/de/ir/berichte-und-events/geschaeftsbericht/ verfügbar ist. [1] Systematische und quantitative Anlagen 29.04.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. |
| Sprache: | Deutsch |
| Unternehmen: | DWS Group GmbH & Co. KGaA |
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| ISIN: | DE000DWS1007 |
| WKN: | DWS100 |
| Indizes: | MDAX |
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