DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
MITTWOCH: In Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.
DONNERSTAG: In Schweden findet wegen des Mai-Feiertages am Freitag ein verkürzter Handel statt.
TAGESTHEMA
Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank wird voraussichtlich mehrheitlich für eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus stimmen. Ökonomen und Börsianer gehen davon aus, dass die Zielspanne der Fed Funds Rate bei 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben wird. Auf der einen Seite zeigen sich am US-Arbeitsmarkt klare Abkühlungstendenzen und auf der anderen Seite erweist sich die Inflation als zu hartnäckig, um der von US-Präsident Donald Trump geforderten Zinssenkung einfach nachzukommen. Es könnte der letzte Auftritt von Powell sein, dessen Amtszeit im Mai endet. Marktteilnehmer und Analysten werden die anstehenden Äußerungen von Powell zum Zinskurs sowie zum anstehenden Führungswechsel genauestens unter die Lupe nehmen. Nachdem das Justizministerium die Ermittlungen gegen Powell eingestellt hat, scheint der Weg für eine Bestätigung des designierten Nachfolgers Kevin Warsh frei. Weiterhin offen ist jedoch die Frage, ob Powell nach dem Ende seiner Amtszeit als Fed-Chef ein Mitglied im Board der Fed bleiben will. Powell könnte bei dieser Sitzung die Antwort auf diese Frage liefern.
Das makroökonomische Umfeld für die Fed hat sich angesichts des Krieges gegen den Iran zuletzt spürbar eingetrübt. Die jüngsten Entwicklungen unterstrichen dies: Seit Kriegsbeginn Ende Februar ist der Preis für Rohöl der Sorte Brent um mehr als 55 Prozent in die Höhe geschnellt. Dies schürt die Sorge vor einem neuen Inflationsschub,während die Verbraucherzuversicht bereits auf ein Rekordtief gefallen ist. Als Faustregel gilt unter Ökonomen, dass solche Energiepreisschocks die Inflation zeitverzögert nach oben treiben, weshalb das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß (PCE) zuletzt mit 3,0 Prozent bereits wieder deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent lag.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
ADIDAS (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Margen in Prozent):
PROG PROG 1. QUARTAL 2026 1Q26 ggVj 1Q25 Umsatz 6.298 +2% 6.153 Bruttomarge 51,6 -- 52,1 Betriebsergebnis 647 +6% 610 Operative Marge 10,3 -- 9,9 Ergebnis vor Steuern 603 +3% 58 Ergebnis nach Steuern 452 +4% 436 Ergebnis je Aktie 2,53 +4% 2,44
SCOUT24 (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent):
PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25 Umsatz 177 +12% 4 158 EBITDA* 108 +15% 4 94 EBITDA-Marge* 60,6 -- 4 59,5 Ergebnis nach Steuern 49 -2% 3 50 Ergebnis je Aktie 0,64 -7% 2 0,69 -*aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit
SYMRISE (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Umsatzentwicklung und Marge in Prozent):
PROG PROG PROG 1. QUARTAL 2026 1Q26 ggVj Zahl 1Q25 Umsatz Konzern 1.231 -7% 11 1.317 - Scent & Care 483 -7% 11 518 - Taste, Nutrition & Health 748 -6% 11 799 Organische Umsatzentwicklung Konzern -1,6 -- 12 4,2 - Scent & Care -1,6 -- 10 1,7 - Taste, Nutrition & Health -1,6 -- 10 5,9
PORSCHE AG (17:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Rendite in Prozent):
PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25 Umsatz 8.417 -5% 10 8.860 Operatives Ergebnis 557 -27% 10 760 Operative Umsatzrendite 6,6 -- -- 8,6 Ergebnis nach Steuern/Dritten 385 -25% 9 517 Ergebnis je Vorzugsaktie 0,43 -25% 3 0,57 Netto-Cashflow Automobile 567 +187% 4 198
SILTRONIC (7:00)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent):
PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25 Umsatz 314 -9% 5 346 EBITDA 67 -15% 5 78 EBITDA-Marge 21,2 -- -- 22,6 EBIT -54 -- 5 15 Ergebnis nach Steuern -60 -- 5 4,3 Ergebnis je Aktie -1,79 -- 4 0,08
TRATON (8:00)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent):
PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25 Umsatz 10.600 0% 13 10.606 Operatives Ergebnis bereinigt 518 -20% 13 646 Operative Marge bereinigt 4,9 -- 13 6,1 Ergebnis nach Steuern/Dritten k.A. -- -- 466 Ergebnis je Aktie 0,63 -32% 11 0,93 ===
Weitere Termine:
06:45 CH/UBS Group AG, Ergebnis 1Q
07:00 DE/Wacker Chemie AG, ausführliches Ergebnis 1Q
07:00 SE/Volvo Car Corp, Ergebnis 1Q (08:00 PK)
07:30 DE/Baader Bank AG, Ergebnis 1Q
07:30 DE/Nagarro SE, Jahresergebnis und Geschäftsbericht
07:30 KR/LG Electronics Inc, Ergebnis 1Q
07:30 NL/KPN NV, Ergebnis 1Q
08:00 FR/Totalenergies SE, Ergebnis 1Q
08:00 GB/Astrazeneca plc, Ergebnis 1Q
08:00 GB/GSK plc, Ergebnis 1Q
08:00 GB/Haleon plc, Trading Statement 1Q
08:00 GB/Lloyds Banking Group plc, Ergebnis 1Q
09:00 ES/Iberdrola SA, Ergebnis 1Q
09:00 GB/Aston Martin Lagonda Global Holdings plc, Ergebnis 1Q
10:00 DE/Gea Group AG, HV
10:00 DE/Munich Re, HV
10:00 DE/Rational AG, HV
10:00 DE/BayernLB, Geschäftsbericht (10:00 BI-PK)
10:30 DE/Hochtief AG, HV
12:30 US/GE Healthcare Technologies Inc, Ergebnis 1Q
12:45 US/Abbvie Inc, Ergebnis 1Q
17:45 FR/Cie Generale des Etablissements Michelin SCA, Trading Statement 1Q
21:45 US/Qualcomm Inc, Ergebnis 2Q
22:00 US/Meta Platforms Inc, Ergebnis 1Q
22:05 US/Alphabet Inc (Google-Holding), Ergebnis 1Q
22:05 US/Amazon.com Inc, Ergebnis 1Q
22:05 US/Microsoft Corp, Ergebnis 3Q
22:05 US/Ebay Inc, Ergebnis 1Q
22:10 US/Ford Motor Co, Ergebnis 1Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende Tick Trading Software 0,85 EUR Inditex 0,88 EUR L'Oreal 7,20 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
- ES
09:00 HVPI und Verbraucherpreise (vorläufig) April
HVPI
PROGNOSE: +3,5% gg Vj
zuvor: +3,4% gg Vj
- EU
10:00 EZB, Geldmenge M3 und Kreditvergabe März
Geldmenge M3
PROGNOSE: +3,0% gg Vj
zuvor: +3,0% gg Vj
11:00 Index Wirtschaftsstimmung April
Wirtschaftsstimmung Eurozone
PROGNOSE: 95,0
zuvor: 96,6
Industrievertrauen Eurozone
PROGNOSE: -7,0
zuvor: -7,0
Verbrauchervertrauen Eurozone
PROGNOSE: -20,6
Vorabschätzung: -20,6
zuvor: -16,3
- DE
14:00 Verbraucherpreise (vorläufig) April
PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+2,9% gg Vj
zuvor: +1,1% gg Vm/+2,7% gg Vj
HVPI
PROGNOSE: +0,8% gg Vm/+3,1% gg Vj
zuvor: +1,2% gg Vm/+2,8% gg Vj
- US
14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter März
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: -1,3% gg Vm
Baubeginne/-genehmigungen Februar und März
Baubeginne
PROGNOSE: -8,5% gg Vm
zuvor: +7,2% gg Vm
Baugenehmigungen
PROGNOSE: +1,0% gg Vm
zuvor: -5,4% gg Vm
- CA
15:45 Bank of Canada (BoC), Ergebnisse des geldpolitischen Rats
Overnight Rate
PROGNOSE: k.A.
zuvor: 2,25%
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell:
zuletzt +/- %
DAX Futures 24.193,00 +0,1
E-Mini-Future S&P-500 7.185,25 +0,2
E-Mini-Future Nasdaq-100 27.295,25 +0,5
Topix (Tokio) 3.772,19 +1,0
Hang-Seng (Hongk.) 26.052,67 +1,5
Shanghai-Comp. 4.099,87 +0,5
Dienstag:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.018,26 -0,3
DAX-Future 24.119,00 -0,4
XDAX 23.990,23 -0,1
MDAX 30.057,46 -1,0
TecDAX 3.596,65 -1,5
SDAX 17.590,61 -0,5
Euro-Stoxx-50 5.836,10 -0,4
Stoxx-50 5.026,33 -0,3
Dow-Jones 49.141,93 -0,1
S&P-500 7.138,80 -0,5
Nasdaq Composite 24.663,80 -0,9
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Händler rechnen weiter mit einer volatilen Seitwärtsbewegung an Europas Börsen. Im Fokus stehen die Fed-Zinsentscheidung und -Kommentare am Abend. Dazu gibt es eine Flut von Quartalszahlen, darunter aus den USA von Technologierschwergewichten mit KI-Fokus. Alphabet, Amazon.com, Microsoft und Meta öffnen nachbörslich am späten Abend die Bücher. Viele Akteure erwarten, dass die Zahlen die Rally auf die Probe stellen werden, die die wichtigsten Indizes zuletzt auf Rekordstände getrieben hat. Begrüßt wird an den Börsen der Ausstieg der VAE aus der Opec, weil es dem Land erlauben würde, mehr Öl zu fördern, als das Kartell derzeit zulässt.
Rückblick: Etwas leichter - Im Handel sprach man von Abwarten vor den Notenbanksitzungen im Wochenverlauf, dazu bremste der weiter gestiegene Ölpreis die Kaufbereitschaft. Vor allem Quartalsberichte bewegten Einzelwerte. Die hohen Ölpreise bescherten BP zum Jahresstart sprudelnde Gewinne, was mit einem Kursplus von 1,1 Prozent goutiert wurde. Air Liquide gaben um 3,2 Prozent nach, weil das vergleichbare Umsatzwachstum die Erwartungen nicht erfüllte. Telenor verbilligten sich nach einem gesenkten Ausblick des Telekommunikationsanbieters um 5,7 Prozent. Die Aktie der Werbeagentur WPP schloss nach dem Geschäftsausweis 0,2 Prozent leichter. Die Branche ist einer der Hauptleidtragenden der befürchteten KI-Disruption. Seit Jahresbeginn haben WPP mehr als 20 Prozent an Wert verloren.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Etwas leichter - Schlusslicht im DAX war die Qiagen-Aktie mit einem Abschlag von 10,8 Prozent. Das Diagnostikunternehmen hatte die Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach unten genommen. Bayer verloren 4,6 Prozent nach einer Anhörung vor dem Obersten US-Gericht zu Glyphosat-Klagen. Die Richter hatten sich empfänglich gezeigt für Argumente, dass Bayer nach einem Gesetz in Missouri auf Schadensersatz verklagt werden kann, wobei es im Kern um fehlende Warnhinweise ging. Deutsche Börse legten nach überzeugenden Erstquartalszahlen um 0,3 Prozent zu. Henkel verloren 2 Prozent, die Aktie wurde ex Dividende gehandelt. Mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent lagen Commerzbank mit an der DAX-Spitze. Am 5. Mai startet das etwa 35 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot per Aktientausch der Unicredit. Init Innovation haussierten um 11,9 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag in Australien erhalten hatte. Salzgitter gaben um 9,2 Prozent nach. Der Stahlhersteller bringt rund 3 Millionen Aktien aus dem eigenen Bestand auf den Markt.
XETRA-NACHBÖRSE
Die Airbus-Aktie wurde gut 1 Prozent tiefer gesehen. Der Konzern verdiente im ersten Quartal 2026 weniger und konnte wegen fehlender Triebwerke weniger Flugzeuge ausliefern, wie er am Abend berichtete. Scout24 legten um 7 Prozent zu. Das Unternehmen will im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms im Volumen von bis zu 500 Millionen Euro in einer zweiten Tranche bereits bis Ende dieses Jahres bis zu 250 Millionen Euro an eigenen Aktien zurückkaufen. Hypoport wurden 7,3 Prozent höher getaxt. Das Finanzunternehmen verzeichnete im ersten Quartal Zuwächse bei EBIT und Rohertrag.
USA - AKTIEN
Etwas leichter - Abgaben im Technologiesektor dominierten das Geschehen. Dahinter stand ein Bericht, wonach die KI-Ikone OpenAI zuletzt die selbstgesteckten Nutzer- und damit auch die Umsatzziele nicht erreichte. Damit stünden die Investitionen in Datenzentren auf dem Prüfstand. In der Folge fielen Aktien mit Bezug zum ChatGPT-Entwickler - so Oracle und CoreWeave um 4,0 bzw. 5,8 Prozent. Im Chipsektor verloren AMD 3,4, Nvidia 1,6 und Intel 0,5 Prozent. Für Zurückhaltung sorgte laut Händlern auch, dass am Mittwoch Geschäftsausweise großer Technologiekonzerne anstehen. United Parcel Service verzeichnete im ersten Quartal einen geringeren Gewinn und Umsatz. Die Aktie verlor 4 Prozent. GM gewannen nach dem Geschäftsausweis 1,3 Prozent. Der Automobilhersteller hob die bereinigte Gewinnprognose wegen geringerer Zollkosten an. Höhere Gewinne hievten den Kurs von Coca-Cola 3,9 Prozent an.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,84 +0,03 3,85 3,79 5 Jahre 3,98 +0,03 4,00 3,94 10 Jahre 4,35 +0,01 4,38 4,33
Die auf die höchsten April-Stände gekletterten Ölpreise schürten Inflationssorgen. Daher stiegen am Anleihemarkt die Renditen, wenn auch nur leicht. Im Zehnjahresbereich ging es um 1 Basispunkt auf 4,35 Prozent nach oben.
DEVISENMARKT
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:30 EUR/USD 1,1701 -0,1 -0,0010 1,1711 1,1710 EUR/JPY 186,76 -0,1 -0,1300 186,8900 186,8600 EUR/CHF 0,9237 -0,0 -0,0004 0,9241 0,9242 EUR/GBP 0,8662 -0,0 -0,0001 0,8663 0,8669 USD/JPY 159,65 +0,0 0,0400 159,6100 159,5900 GBP/USD 1,3506 -0,1 -0,0010 1,3516 1,3505 USD/CNY 6,8361 -0,0 -0,0013 6,8374 6,8374 USD/CNH 6,8385 -0,0 -0,0008 6,8393 6,8387 AUS/USD 0,7161 -0,3 -0,0019 0,7180 0,7173 Bitcoin/USD 77.232,44 +1,0 763,03 76.469,41 76.022,22
Die Spekulation auf weiter hohe Zinsen stützte die US-Währung - der Dollarindex zog um 0,2 Prozent an, konnte das Tageshoch aber nicht halten.
ROHSTOFFE
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.599,19 +0,1 4,68 4.594,51 Silber 73,72 +0,9 0,64 73,08 Platin 1.936,79 -0,2 -3,29 1.940,08
Der feste Dollar und steigende Marktzinsen belasteten den Goldpreis - die Feinunze fiel um 1,9 Prozent auf 4.595 Dollar.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 99,69 -0,2 -0,24 99,93 Brent/ICE 111,69 +0,4 0,43 111,26
Für die Ölpreise ging es weiter nach oben. Das Barrel der Sorte Brent verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 111,14 Dollar. Dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Opec austreten, bewegte nicht. Und das, obgleich die Nachricht laut CMC wie eine "Bombe an den Finanzmärkten" eingeschlagen sei. Wie sich das mittelfristig auf die Ölpreise auswirken werde, sei bislang zwar nicht abschätzbar, in jedem Falle stelle es eine Erosion des Erdölkartells dar.
MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 17.30 UHR
NUTZFAHRZEUGMARKT EUROPA
Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist mit Wachstum in das Jahr gestartet, nachdem er 2025 infolge des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes geschrumpft war. Während das Wachstum bei leichten Nutzfahrzeugen und Lkw eine Erholung von einem niedrigen Niveau widerspiegelt, zeichnet sich das Bussegment zu Jahresbeginn durch eine robuste Dynamik aus, wie die Herstellervereinigung Acea mitteilte. Die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen stiegen im ersten Quartal in der EU, der Freihandelszone Efta und Großbritannien im Jahresvergleich um 1,1 Prozent auf rund 454.545 Einheiten. Die Neuzulassungen von Lkw über 3,5 Tonnen zogen um 10,4 Prozent auf 97.950 Einheiten an. Bei Bussen wurden 13.057 Einheiten neu zugelassen, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
AIRBUS
hat im ersten Quartal 2026 weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern konnte wegen fehlender Triebwerke weniger Flugzeuge ausliefern. Dagegen verbuchte die Sparte Defence und Space eine starke Leistung. Airbus bestätigte die Jahresprognose. In den drei Monaten von Januar bis März sank der Konzernumsatz um 7 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach um 52 Prozent auf 300 Millionen Euro ein. Der Nettogewinn lag mit 586 Millionen Euro um mehr als ein Viertel unter dem Vorjahreszeitraum, je Aktie verdiente der im DAX notierte Konzern 0,74 Euro nach 1,01 Euro.
DEUTSCHE BANK
Nachfolgend die Erstquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro, je Aktie in Euro, Rendite in Prozent):
BERICHTET PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25 Erträge 8.671 +1,7% 8.534 +0,1% 8.524 -Investmentbank 3.373 +0,3% 3.352 -0,3% 3.362 -Fixed Income & Currencies 2.853 -1,5% 2.849 -1,6% 2.896 Aufwand-Ertrags-Relation 58,9 -- 61,8 -- 61,2 Risikovorsorge 519 +10% 447 -5,1% 471 Eigenkapitalrendite (RoTE) 12,7 -- 11,8 -- 11,9 Ergebnis vor Steuern 3.041 +7,2% 2.813 -0,8% 2.837 Ergebnis nach Steuern 2.174 +8,1% 2.009 -0,1% 2.012 Ergebnis nach Steuern/Dritten 2.118 +7,6% 1.963 -0,2% 1.968 Ergebnis je Aktie verwässert 1,06 +7,1% 0,92 -7,5% 0,99
Die Deutsche Bank hat im November neue Ziele für den Strategiehorizont bis 2028 ausgegeben. Sie strebt bis dahin eine Rendite von über 13 Prozent an. Die Erträge sollen um mehr als 5 Prozent pro Jahr auf dann 37 Milliarden Euro zulegen. Die Aufwand-Ertrags-Relation soll auf unter 60 Prozent sinken. Die Bank will weiter in Wachstum und Technologie investieren, gleichzeitig 2 Milliarden Euro einsparen. Für das laufende Jahr erwartet die Bank weiterhin Erträge von 33 Milliarden Euro nach 32,1 Milliarden im Vorjahr.
DEUTSCHE TELEKOM
Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks im Zuge der Tarifverhandlungen am Mittwoch aus.
MERCEDES-BENZ
Nachfolgend die Erstquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro, Rendite in Prozent):
BERICHTET PROG PROG 1. QUARTAL 2026 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25 Umsatz 31.602 -4,9% 31.847 -4,1% 33.224 EBIT 1.904 -17% 1.614 -29% 2.289 Ergebnis nach Steuern 1.433 -17% -- -- 1.731 Ergebnis je Aktie unverwässert 1,49 -14% 1,34 -23% 1,74 Umsatz Cars 22.958 -5,3% 23.086 -4,8% 24.238 EBIT bereinigt Cars 933 -47% 855 -52% 1.768 bereinigte Umsatzrendite Cars 4,1 -- 3,7 -- 7,3 Umsatz Vans 4.124 +1,1% 4.009 -1,7% 4.080 EBIT bereinigt Vans 415 -13% 364 -23% 475 bereinigte Umsatzrendite Vans 10,1 -- 9,1 -- 11,6 Umsatz Mobility 6.105 -4,9% 6.343 -1,2% 6.422 EBIT bereinigt Mobility 399 +39% 346 +21% 287 ber. Eigenkapitalrendite Mobility 13,3 -- -- -- 8,6 Free Cashflow Industriegeschäft 1.857 -21% 1.366 -42% 2.357
Der Umsatz soll 2026 wie geplant auf Vorjahresniveau liegen. Das EBIT dürfte dagegen dieses Jahr deutlich über dem Wert des Vorjahres liegen. Der Freie Cashflow des Industriegeschäfts soll leicht sinken.
SCOUT24
will im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms im Volumen von bis zu 500 Millionen Euro in einer zweiten Tranche bereits bis Ende dieses Jahres bis zu 250 Millionen Euro an eigenen Aktien zurückkaufen. Die zweite Tranche soll direkt im Anschluss an die erste Tranche, die ein Kaufpreisvolumen von bis zu 100 Millionen Euro hat, beginnen. Daraus ergibt sich für dieses Jahr ein neues Volumen von bis zu 350 Millionen Euro.
DWS
Nachfolgend die Erstquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro, Aufwand/Ertrag in Prozent, je Aktie in Euro):
BERICHTET PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25 Erträge 821 +9% 766 +1,8% 753 Aufwand-Ertrags-Relation 54,1 -- 60,3 -- 62,2 Nettomittelflüsse 11,0 -45% 12,8 -35,6% 19,9 Verwaltetes Vermögen 1.093 +8% 1.090 +7,9% 1.010 Ergebnis vor Steuern 377 +33% 304 +7,0% 284 Ergebnis je Aktie 1,32 +33% 1,08 +8,7% 0,99
Für das laufende Jahr stellt die DWS weiterhin eine Aufwand-Ertrags-Relation von 55 bis 57 Prozent in Aussicht. Das Ergebnis je Aktie soll um 10 bis 15 Prozent zulegen, das Nettomittelaufkommen 2 bis 5 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.
FUCHS
hat im ersten Quartal vor allem dank besserer Geschäfte in Europa den Umsatz und das Ergebnis erhöht. Der Umsatz stieg leicht um 1 Prozent auf 934 Millionen Euro. Das Konzern-EBIT kletterte um 16 Prozent auf 125 Millionen Euro. Analysten hatten im Konsens nur 114 Millionen Euro erwartet. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern weiter mit einem EBIT bei etwa 450 Millionen Euro. Den Umsatz sieht das Unternehmen inflationsbedingt nun deutlich über der Marke von 3,7 Milliarden Euro. Bisher wurden rund 3,7 Milliarden Euro erwartet. Den Freien Cashflow vor Akquisitionen sieht Fuchs dagegen unter 270 Millionen Euro - bisher wurden circa 270 Millionen Euro erwartet.
HELLA
hat belastet von niedrigerem Geschäftsvolumen im Lichtbereich im ersten Quartal bei nahezu stabilen Umsätzen weniger verdient. Die operative Marge sank auf 5,0 von 5,5 Prozent im Vorjahr. Für das Gesamtjahr bestätigte der Autozulieferer seinen Ausblick vom März. Der operative Gewinn stieg auf 96 von 109 Millionen Euro. Der Umsatz sank, wie bereits seit vergangener Woche bekannt, marginal um 2,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet Hella den weiteren Angaben zufolge mit einem währungsbereinigten Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro. Die Operating-Income-Marge soll zwischen rund 5,4 und 6,0 Prozent liegen.
HYPOPORT
hat im ersten Quartal 2026 Zuwächse bei EBIT und Rohertrag verzeichnet. Der Rohertrag wuchs auf 71 von 66 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Das EBIT legte auf 12,1 von 8,6 Millionen Euro zu. Die positive Entwicklung wurde von allen drei operativen Segmenten getragen.
REDCARE PHARMACY
muss sich einen neuen Chief Commercial Officer (CCO) suchen, weil der aktuelle, Dirk Brüse, mit sofortiger Wirkung aus persönlichen Gründen ausscheidet.
ORANGE
will Scorefit für 1,3 Milliarden Euro kaufen.
PERNOD RICARD
hat die Fusionsgespräche mit dem Jack-Daniel's-Hersteller Brown-Forman beendet. Beide Seiten konnten keine Einigung über die Bedingungen erzielen.
SANTANDER
hat für das erste Quartal einen Nettogewinn von 5,455 Milliarden Euro ausgewiesen. Dies entspricht einem Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Darin enthalten ist ein Gewinn von 1,9 Milliarden Euro aus dem Abschluss des Verkaufs der polnischen Tochtergesellschaft. Der bereinigte Gewinn stieg um 12 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen von 3,47 Milliarden Euro aus einem vom Unternehmen erstellten Konsens. Die Einnahmen stiegen um 4 Prozent auf 15,14 Milliarden Euro und übertrafen damit die Konsenserwartung von 15,00 Milliarden Euro. Die Bank erhöhte ihre Risikovorsorge für Kreditausfälle um 5 Prozent auf 3,225 Milliarden Euro.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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April 29, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)
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