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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Berichtssaison liefert starke Akzente

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Berichtssaison liefert starke Akzente

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich im Frühhandel am Mittwoch wenig verändert mit einer knapp behaupteten Tendenz. Viele Akteure dürften zunächst eher abwarten. Im Fokus stehen in den kommenden 36 Stunden die Zinsentscheidungen der US-Notenbank, der Bank of England und der EZB, wobei insgesamt im Umfeld steigender Inflationsdaten und sich abschwächenden Wirtschaftswachstum mit keinen Zinsänderungen gerechnet wird. Begleitet wird dies von einer Flut an Quartalszahlen der Unternehmen. Nach dem Energiepreisschock durch den Krieg im Iran warten Börsianer außerdem gespannt auf die deutschen Verbraucherpreise am frühen Nachmittag. Prognostiziert wird ein Anstieg von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der DAX notiert fast unverändert bei 24.017 Punkten, der Euro-Stoxx-50 kommt dagegen um 0,3 Prozent zurück.

Im DAX geht es für Adidas um 6,6 Prozent nach oben. Adidas hat im ersten Quartal trotz eines herausfordernden Konsumumfeldes zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn erreicht und dabei die viel beachtete Marge für den operativen Gewinn verbessert. Scout24 legen um knapp 5 Prozent zu. Das Digitalunternehmen habe ein solides Ergebnis für das erste Quartal vorgelegt, meinen die Analysten von Metzler. Die Analysten heben zudem das beschleunigte Aktienrückkaufprogramm als positiven Faktor hervor.

Airbus hat im ersten Quartal 2026 weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern konnte wegen fehlender Triebwerke außerdem weniger Flugzeuge ausliefern. Dagegen lief es in der Rüstungssparte gut und Airbus bestätigte die Jahresprognose. Der Markt quittiert das mit einem Plus von 2,4 Prozent.

Als durchwachsen werden die Zahlen von Mercedes-Benz gesehen. Das China-Geschäft laufe noch schlechter als erwartet. Überraschend hoch sei dagegen die Profitabilität. Mut mache auch der bestätigte Jahresausblick. Der Kurs steigt um gut 1 Prozent.

Symrise ziehen um rund 5 Prozent an. Der Aromenhersteller hat zum Auftakt des laufenden Geschäftsjahres nach teils hohen Vorjahreswerten wie erwartet Umsatz verloren, allerdings weniger deutlich als prognostiziert. Symrise bestätigte außerdem die Jahresprognose, die ein Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent vorsieht.

Deutsche Bank verlieren dagegen 2,3 Prozent, trotz eines Gewinnanstiegs im Auftaktquartal. Die Bank übertraf trotz einer deutlich erhöhten Risikovorsorge die Erwartungen der Analysten. Die Analysten der UBS sprechen aber von einem schwachen Ergebnismix und bemängeln die Kernkapitalquote als schwach. In Zürich geht es in der Branche für UBS um 4,0 Prozent aufwärts. Das Geldinstitut habe im ersten Quartal in den Geschäftsbereichen Vermögensverwaltung, Investmentbanking und Schweizer Bankgeschäft hervorragende Ergebnisse erzielt, so die Analysten von Jefferies. In Madrid zeigen sich Santander ebenfalls nach dem Geschäftsbericht kaum verändert.

Im MDAX geht es nach Zahlen der Vermögensverwaltungstochter DWS der Deutschen Bank für das Papier um gut 1 Prozent südwärts. Der Schmierstoffhersteller Fuchs ist auf der Ertragsseite überraschend stark ins Jahr gestartet. Das wird mit einem Plus von gut 9 Prozent honoriert. Mit einem Kursplus von gut 10 Prozent reagieren Thyssenkrupp auf die Übernahme von TK Elevator durch den Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller Kone. In der Transaktion wird TK Elevator mit 29,4 Milliarden Euro bewertet. Thyssenkrupp hält 16,5 Prozent an TK Elevator, der Verkauf spült also Geld in die Kasse der Düsseldorfer. Die Kone-Aktie verteuert sich um 1,6 Prozent.

Im SDAX geht es für Hypoport um 5,3 Prozent nach oben, nachdem der Immobilienfinanzierer im ersten Quartal 2026 Zuwächse beim operativen Ergebnis und beim Rohertrag verzeichnete.

In London fallen AstraZeneca um 1,2 Prozent. Der Pharmariese meldete für das erste Quartal steigende Umsätze und Kerngewinne und bestätigte die kurz- und mittelfristigen Ziele. Beim Konkurrenten GSK stieg der Gewinn dank höherer Verkäufe von Spezialmedikamenten. Auch GSK bestätigte den Ausblick. Die Analysten von JP Morgan weisen derweil auf einen möglichen ungünstigen Lagerbestandseffekt hin.

Totalenergies nimmt angesichts steigender Gewinne Aktienrückkauf in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar wieder auf. Hintergrund ist ein Gewinnschub als Folge der gestiegenen Ölpreise. Die Aktie verteuert sich um 1 Prozent.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.818,68  -0,3   -17,42    5.836,10    0,5 
Stoxx-50    5.009,92  -0,3   -16,41    5.026,33    1,9 
DAX      24.016,72  -0,0   -1,54    24.018,26    -1,9 
MDAX      30.235,63  +0,6   178,17    27.039,42    -1,3 
TecDAX     3.629,10  +0,9   32,45    3.091,28    0,2 
SDAX      17.716,96  +0,7   126,35    13.062,07    3,2 
CAC       8.071,20  -0,4   -32,89    8.104,09    -1,0 
SMI      13.131,13  -0,1   -16,81    13.147,94    -1,0 
ATX       5.827,24  +0,8   47,81    5.779,43    9,4 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:30 
EUR/USD      1,1705  -0,1  -0,0006     1,1711   1,1710 
EUR/JPY      186,84  -0,0  -0,0500     186,89  186,8600 
EUR/CHF      0,9238  -0,0  -0,0003     0,9241   0,9242 
EUR/GBP      0,8668  +0,1   0,0005     0,8663   0,8669 
USD/JPY      159,68  +0,0   0,0700     159,61  159,5900 
GBP/USD       1,35  -0,1  -0,0016     1,3516   1,3505 
USD/CNY      6,8303  -0,1  -0,0071     6,8374   6,8374 
USD/CNH      6,8321  -0,1  -0,0072     6,8393   6,8387 
AUS/USD      0,7161  -0,3  -0,0019      0,718   0,7173 
Bitcoin/USD  77.104,54  +0,8   635,13    76.469,41 76.022,22 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     101,60  +1,7    1,67      99,93 
Brent/ICE     112,39  +1,0    1,13     111,26 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.571,67  -0,5   -22,84    4.594,51 
Silber       73,08  -0,0    0,00      73,08 
Platin     1.929,15  -0,6   -10,93    1.940,08 
 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 29, 2026 04:19 ET (08:19 GMT)

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