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MÄRKTE USA/Wall Street dürfte auf Fed-Impulse warten

DJ MÄRKTE USA/Wall Street dürfte auf Fed-Impulse warten

DOW JONES--Anleger scheinen am US-Aktienmarkt am Mittwoch eine abwartende Haltung einzunehmen. Denn der Aktienterminmarkt lässt auf eine kaum veränderte Handelseröffnung am Kassamarkt schließen. Dabei gerät der Iran-Krieg immer weiter in den Hintergrund - trotz erneut steigender Ölpreise. Bereits am Vortag spielte der Nahost-Krieg keine große Rolle, als KI-Sorgen rund um OpenAI den Technologiesektor belastet hatten. Dieser steht auch zur Wochenmitte mit den Geschäftsausweisen von Amazon, Meta Platforms, Microsoft, Alphabet und Ebay im Fokus.

Doch gewähren all diese Unternehmen erst nach der Schlussglocke den Blick in die Bücher. Die vier erstgenannten Technologiegrößen investieren viel Geld in KI, daher könnte ihre Investitionsprognose dazu beitragen, die jüngste Unruhe zu beruhigen. "Die Ergebnisse und Ausblicke dieser Unternehmen können die Entwicklung auf Indexebene und die Stimmung der Anleger maßgeblich beeinflussen", urteilt SWBC-Chefmarktstratege Chris Brigati.

Doch zunächst muss der Markt die Zinsentscheidung im späten Geschäft verdauen. Jerome Powell wird voraussichtlich seine letzte Pressekonferenz als Vorsitzender der US-Zentralbank abhalten. Die Entscheidung selbst dürfte keinen Aufreger liefern, weil der Markt fest davon ausgeht, dass die Notenbank die Zinssätze bestätigen wird. Doch angesichts des ölpreisgetriebenen Inflationsschubs bei gleichzeitig weniger rosigen Konjunkturaussichten dürften die Worte Powells genau analysiert werden. Denn Anleger wollen wissen, in welche Richtung sich die Zinsen bewegen werden.

Am Anleihe- und Devisenmarkt tut sich wenig. Die abermals anziehenden Ölpreise schüren Inflationssorgen und liefern keine Argumente für Zinssenkungen. Das gilt auch für den stärker als gedacht gestiegenen Auftragseingang langlebiger US-Wirtschaftsgüter im März. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt um 1 Basispunkt auf 4,37 Prozent. Der Dollar-Index legt daher um 0,1 Prozent zu. Doch könnte mit den Aussagen der US-Notenbank im späten Geschäft Bewegung in diese beiden Märkte kommen, heißt es. Der Dollar könnte steigen, wenn sich die Fed "falkenhaft" zeige, sagt MUFG-Analyst Derek Halpenny.

Die Ölpreise steigen um rund 4 Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit angedeutet hat, die US-Militäraktionen gegen den Iran könnten wieder aufgenommen werden. Zudem hat Trump Mitarbeiter nach Aussagen von Regierungsvertretern angewiesen, sich auf eine länger andauernde Blockade des Iran - und damit der Straße von Hormus - vorzubereiten.

Unter den Einzelaktien stürzen GE HealthCare nach Vorlage von Erstquartalszahlen um 8,3 Prozent vorbörslich ab. Das Medizintechnikunternehmen senkte den Ausblick und plant die Zusammenlegung der beiden größten Segmente. AbbVie hat dagegen ihre Prognose für den bereinigten Jahresgewinn angehoben. Das Pharmaunternehmen meldete zudem einen höheren Umsatz im ersten Quartal.

Seagate Technology haussieren um 15,5 Prozent, der Festplattenhersteller überbot die Gewinn- und Umsatzerwartungen des Marktes für das dritte Geschäftsquartal - zudem sprechen Händler von einem überzeugenden Ausblick. Auch andere Aktien aus dem Speicher- und Speicherchipbereich legen zu: Micron Technology um 3,9 Prozent und Sandisk um 6,3 Prozent. NXP Semiconductors haussieren um 21,3 Prozent, der niederländische Chiphersteller hat seinen Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt.

Das Kreditkartenunternehmen Visa hat die Gewinnerwartungen für das zweite Geschäftsquartal übertroffen, der Kurs zieht um 5,6 Prozent an. Robinhood Markets stürzen um 11,8 Prozent ab, nachdem der Online-Wertpapierhändler schwache Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt hat. Starbucks steigen um 4,3 Prozent, die Kaffeehauskette hat erstmals seit 2023 wieder ein Gewinnwachstum verbucht. Bloom Energy schnellen um 18,1 Prozent nach oben, der Anbieter erneuerbarer Energien meldete Rekordergebnisse für das erste Quartal. Für Brown-Forman geht es um 6,3 Prozent talwärts, nachdem der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard die Gespräche mit dem Jack-Daniel's-Hersteller über eine mögliche Fusion beendet hat.

=== 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,86 +0,02    3,87      3,84 
5 Jahre       4,00 +0,02    4,01      3,97 
10 Jahre      4,37 +0,01    4,37      4,34 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:30 
EUR/USD      1,1700  -0,1  -0,0011     1,1711   1,1710 
EUR/JPY      187,06  +0,1   0,1700     186,89  186,8600 
EUR/CHF      0,9239  -0,0  -0,0002     0,9241   0,9242 
EUR/GBP      0,8664  +0,0   0,0001     0,8663   0,8669 
USD/JPY      159,93  +0,2   0,3200     159,61  159,5900 
GBP/USD      1,3503  -0,1  -0,0013     1,3516   1,3505 
USD/CNY      6,8333  -0,1  -0,0041     6,8374   6,8374 
USD/CNH      6,8375  -0,0  -0,0018     6,8393   6,8387 
AUS/USD      0,7157  -0,3  -0,0023      0,718   0,7173 
Bitcoin/USD  77.166,36  +0,9   696,95    76.469,41 76.022,22 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     103,89  +4,0    3,96      99,93 
Brent/ICE     115,47  +3,8    4,21     111,26 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.555,91  -0,8   -38,60    4.594,51 
Silber       72,39  -0,9   -0,69      73,08 
Platin     1.908,83  -1,6   -31,25    1.940,08 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

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April 29, 2026 09:00 ET (13:00 GMT)

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