NEW YORK (dpa-AFX) - Die Zinsentscheidung der US-Notenbank hat den Euro am Mittwoch im späten US-Devisenhandel auf den tiefsten Stand des Tages gedrückt. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,1661 US-Dollar. Zuletzt stabilisierte sie sich wieder etwas bei 1,1674 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1706 (Dienstag: 1,1680) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8542 (0,8561) Euro gekostet.
Die US-Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins angesichts von Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Krieges unangetastet. Eine Mehrheit des Zentralbankrates stimmte dafür, den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten. Fed-Chef Jerome Powell, der in Kürze von Kevin Warsh im Amt abgelöst werden könnte, kündigte auf der anschließenden Pressekonferenz seinen Verbleib im Vorstand der Fed an.
Die Entscheidungssituation für die Fed sei durch die Folgewirkungen des Iran-Krieges deutlich schwieriger geworden, sagte Michael Heise vom Vermögensverwalter HQ Trust. "Zinssenkungen sind vorerst kein Thema mehr", konstatierte der Chefökonom. Die geldpolitische Diskussion in den USA werde sich vielmehr zunehmend mit der Frage von Zinserhöhungen zu befassen haben./bek/he
