DJ Deutsche Importpreise steigen im März sprunghaft
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Die Importpreise in Deutschland sind im März stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, stieg der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Prozent. Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt im März 2022 mit 5,4 Prozent gegeben, als die Importpreise für Energie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sprunghaft gestiegen waren. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg von 2,0 Prozent prognostiziert.
Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Preisanstieg von 2,3 Prozent registriert. Die befragen Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 0,6 Prozent erwartet.
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte der Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter und für Energie. Vorleistungsgüter verteuerten sich um 1,2 Prozent im Monats- und um 4,1 Prozent im Jahresvergleich. Die Preise für Energie schossen um 33,6 Prozent im Monats- und um 13,2 Prozent im Jahresvergleich in die Höhe. Im Vormonatsvergleich stiegen die Importpreise für Energie damit stärker als je zuvor seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lagen die Importpreise um 0,8 Prozent höher als im Vormonat. Binnen Jahresfrist ergab sich ein Plus von 1,0 Prozent.
Die Importpreise beeinflussen die Erzeuger- und Verbraucherpreise und geben damit Hinweise auf einen sich aufbauenden Inflationsdruck. Die Exportpreise lassen Rückschlüsse auf die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu.
Der Index der Ausfuhrpreise lag im März um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg um 1,5 Prozent registriert.
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April 30, 2026 02:23 ET (06:23 GMT)
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