DJ MÄRKTE ASIEN/Schwächer - Hohe Ölpreise und Technologie-Zahlen belasten
DOW JONES--An den Börsen in Ostasien und Australien haben am Donnerstag negative Vorzeichen dominiert. Auf der Stimmung lastete zum einen der weiter gestiegene Ölpreis. Zum anderen hatten die am späten Mittwoch veröffentlichten Geschäftszahlen großer US-Technologieunternehmen, nahmentlich Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft, nicht in allen Punkten überzeugt. Die US-Notenbank ließ derweil ihren Leitzins wie weithin erwartet unverändert. Am Donnerstag stehen Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank auf der Agenda.
In Tokio schloss der Nikkei-225-Index 1,1 Prozent niedriger. Der breiter gefasste Topix fiel um 1,2 Prozent. In Seoul gab der Kospi um 1,4 Prozent nach - allerdings hat der südkoreanische Leitindex im April um 31 Prozent zugelegt und in dieser Woche ein weiteres Rekordhoch erreicht. An der Börse in Hongkong lag der Hang-Seng-Index im späten Handel 1,2 Prozent im Minus. Der australische Aktienmarkt sank um 0,2 Prozent. Dagegen trotzte die Börse in Schanghai der negativen Tendenz. Der Composite-Index gewann 0,2 Prozent, nachdem der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im April besser als erwartet ausgefallen war. Der Index sank zwar auf 50,3 Punkte von 50,4 im März, Volkswirte hatten aber einen Rückgang auf 50,1 erwartet.
Am Ölmarkt zog der Preis für ein Barrel Brent zeitweise auf über 125 Dollar an - und damit auf die höchsten Stände seit Ausbruch des Iran-Krieges. Zuletzt notierte er 3,6 Prozent höher bei 122,24 Dollar. Beobachter verwiesen auf die Aussage von US-Präsident Donald Trump am Vortag, wonach die Straße von Hormus noch längere Zeit geschlossen bleiben könnte. Über die Meerenge wird ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert. Trumps Äußerungen wurden auch dahingehend interpretiert, dass die USA ihre Angriffe gegen den Iran wieder aufnehmen könnten.
Der Kurs des Kospi-Schwergewichts Samsung Electronics fiel um 2,4 Prozent. Der südkoreanische Chipkonzern hat den Gewinn im ersten Quartal fast versechsfacht dank einer hohen Nachfrage nach KI-Chips. Umsatz und Gewinn erreichten Rekordniveaus. Allerdings sieht sich das Unternehmen mit einem Tarifstreit konfrontiert. Die Gewerkschaften fordern, dass Samsung 15 Prozent seines operativen Jahresgewinns als Boni an die Mitarbeiter auszahlt. Andernfalls droht ein Streik vom 21. Mai bis zum 7. Juni.
In Tokio brachen Fujitsu um fast 14 Prozent ein. Das Software- und IT-Unternehmen hatte mit seiner Umsatz- und Gewinnprognose die Erwartungen des Markts verfehlt. NTN verbesserten sich um 8,8 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose erhöht hatte. Positiv wurde auch die neue Gewinnprognose von TDK (+8%) aufgenommen.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.665,80 -0,2 -0,6 08:00 Topix 500 (Tokio) 2.907,94 -1,2 +9,3 08:00 Kospi (Seoul) 6.598,87 -1,4 +56,6 08:30 Hang-Seng (Hongkong) 25.816,47 -1,1 +0,7 10:00 Shanghai-Composite 4.113,83 +0,2 +3,7 09:00 Straits-Times (Singapur) 4.895,76 +0,7 +5,4 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 6.909,54 -2,7 -20,4 10:00 KLCI (Malaysia) 1.715,82 -0,3 +2,1 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:40 Uhr % YTD EUR/USD 1,1678 +0,0 1,1677 1,1706 -0,6 EUR/JPY 187,41 +0,1 187,21 186,80 +1,9 EUR/GBP 0,8659 -0,1 0,8665 0,8667 -0,6 USD/JPY 160,47 +0,1 160,39 159,64 +2,4 USD/KRW 1.483,08 -0,4 1.488,46 1.477,27 +3,0 USD/CNY 6,8360 -0,0 6,8375 6,8297 -2,3 USD/CNH 6,8398 -0,1 6,8464 6,8305 -2,0 USD/HKD 7,8334 -0,1 7,8370 7,8364 +0,7 AUD/USD 0,7127 +0,2 0,7116 0,7165 +6,8 NZD/USD 0,5837 +0,1 0,5829 0,5864 +1,4 BTC/USD 75.793,40 +0,2 75.659,31 77.111,81 -13,6 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 108,05 +1,1 1,17 106,88 Brent/ICE 122,24 +3,6 4,21 118,03 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.591,84 +1,1 50,09 4.541,75 Silber 73,01 +2,1 1,53 71,48 Platin 1.933,50 +2,9 54,19 1.879,31 Angaben ohne Gewähr ===
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