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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Alphabet sehr fest - Meta-Kurs stürzt ab

DJ MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Alphabet sehr fest - Meta-Kurs stürzt ab

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Für die US-Börsen geht es im frühen Handel am Donnerstag moderat nach oben. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,7 Prozent auf 49.190 Punkte, der breite S&P-500 legt um 0,1 Prozent zu. Der technologielastige Nasdaq-Composite kommt minimal zurück, gebremst von teils kräftigen Kursabschlägen bei Technologie-Schwergewichten.

Von der US-Notenbanksitzung am Vortag geht kaum ein Impuls aus. Sie brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Notenbank nahm in ihrer Erklärung zu den wie erwartet unveränderten Leitzinsen keine Änderungen an der im Herbst gewählten Formulierung vor. Demnach ist die nächste Zinsänderung eher nach unten als nach oben zu erwarten. Die Zinsentwicklung dürfte laut Marktteilnehmern für den Rest des Jahres zunehmend von der Dauer des Nahostkonflikts bestimmt werden.

Rückenwind kommt von den Ölpreisen. Sie waren am frühen Morgen auf das höchste Niveau seit Beginn des Nahostkonflikts gestiegen vor dem Hintergrund eines Berichts, wonach die USA möglicherweise neue militärische Optionen gegen den Iran erwägen. Brent-Öl erreichte über 126 Dollar je Fass. Inzwischen hat sich die Lage aber wieder stark entspannt und das Nordseeöl wird mit knapp 114 Dollar gehandelt, 3,5 Prozent unter dem Vortagsniveau.

Von neuen Konjunkturdaten kommt zumindest kein Störfeuer. Das US-BIP-Wachstum ist im ersten Quartal mit einer Jahresrate von 2,0 Prozent zum Vorquartal gestiegen, nah an der Schätzung von 2,2 Prozent. Zugleich lag das von der Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben, exakt wie erwartet 3,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Es liegt damit weiter klar über dem angestrebten Wert von 2,0 Prozent. Der Anleihemarkt reagiert auf dem jüngst gestiegenen Niveau entspannt auf den Datenmix, die Renditen sinken. Im Zehnjahresbereich geht es um 3 Basispunkte auf 4,39 Prozent nach unten.

Im Blick stehen somit vor allem Unternehmenszahlen, zumal einige Technologie-Dickschiffe ihre Bücher geöffnet haben. Den Zahlen kommt auch deswegen erhöhte Aufmerksamkeit zu, weil zuletzt wieder die Bedenken zunahmen, ob sich die massiven Investitionen vieler Unternehmen in Künstliche Intelligenz (KI) am Ende auch rentieren.

Die Quartalszahlen an sich sind überwiegend überzeugend ausgefallen, sie stoßen aber dennoch auf unterschiedliche Resonanz. Die Google-Mutter Alphabet meldete einen Umsatzanstieg von 22 Prozent im ersten Quartal und einen Sprung des Nettogewinns um 81 Prozent, wobei das Wettrennen um KI das Wachstum des Cloud-Geschäfts antrieb. Für die Alphabet-Aktie geht es um 6,1 Prozent aufwärts.

Meta Platforms berichtete den größten vierteljährlichen Umsatzsprung seit fast fünf Jahren. Überschattet wird dies aber davon, dass der Technologieriese noch mehr Geld in den Ausbau von KI-Rechenzentren investieren will. Meta sacken daher um 9,8 Prozent ab.

Für Microsoft geht es um 3,1 Prozent abwärts. Der Softwaregigant informierte über starkes Cloud-Wachstum und einen Anstieg der zahlenden KI-Abonnenten und erwartet für das Juni-Quartal ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent. Ähnlich wie bei Meta belasten aber auch hier Investitionspläne: Microsoft will die Ausgaben im Vergleich zu 2025 um 61 Prozent steigern.

Bei Amazon sind Umsatz und Gewinn im ersten Quartal gestiegen, angetrieben durch wachsende KI-Dienstleistungen und Cloud-Verkäufe. Die Aktie verliert dennoch 0,9 Prozent.

Sehr gut kommen Zahlen und eine Neuigkeit des Chipherstellers Qualcomm an, der Kurs wird 6,2 Prozent nach oben genommen. Qualcomm will in den lukrativen Markt für Rechenzentren einsteigen und mit einem führenden Hyperscaler an maßgeschneiderten Chips arbeiten. Das Unternehmen meldete außerdem einen höheren Umsatz im jüngsten Quartal.

Merck & Co hat im ersten Quartal höhere Umsätze als erwartet erzielt und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Treiber ist die starke Nachfrage nach dem Krebsmedikament Keytruda. Merck büßen dennoch 0,6 Prozent ein, möglicherweise auch, weil Akteure in das Wettbewerberwerpapier Eli Lilly wechseln. Der Konkurrent konnte den Gewinn weit über den Erwartungen steigern und erhöhte dazu passend die Prognose für das Gesamtjahr. Der Kurs legt um gut 6 Prozent zu.

Der Zigarettenhersteller Altria hat einen höheren Umsatz erzielt, wobei höhere Preise niedrigere Absatzmengen ausglichen. Die Aktie verteuert sich um 6,2 Prozent.

Ebay verlieren 5,2 Prozent, nachdem die Online-Auktionsplattform eine enttäuschende Prognose für das zweite Quartal abgegeben hat. Ein ebenso berichteter Gewinnanstieg tritt dagegen in den Hintergrund.

Ford geben um 4,3 Prozent nach. Der Autohersteller hat die Gewinnerwartungen deutlich übertroffen und seine Prognose angehoben. Allerdings konnte Ford Bedenken hinsichtlich steigender Kosten nicht ausräumen.

Im Blick dürften die Akteure auch die Apple-Aktie haben, die iPhone-Ikone präsentiert nach Handelsende ihre Quartalszahlen. Die Aktie liegt knapp behauptet im Markt.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.190,45  +0,7  +328,64    48.861,81 
S&P-500     7.142,41  +0,1   +6,46    7.135,95 
NASDAQ Comp  24.657,33  -0,1   -15,91    24.673,24 
NASDAQ 100   27.171,11  -0,1   -15,88    27.186,99 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,90 -0,04    3,95      3,88 
5 Jahre       4,03 -0,03    4,08      4,02 
10 Jahre      4,39 -0,02    4,44      4,38 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    Mi, 17:29 
EUR/USD      1,1690  +0,1   0,0013     1,1677      1,1691 
EUR/JPY      183,34  -2,1  -3,8700     187,21     187,2500 
EUR/CHF      0,9171  -0,8  -0,0069     0,9240      0,9237 
EUR/GBP      0,8651  -0,2  -0,0014     0,8665      0,8669 
USD/JPY      156,81  -2,2  -3,5800     160,39     160,2200 
GBP/USD      1,351  +0,3   0,0037     1,3473      1,3485 
USD/CNY      6,826  -0,2  -0,0115     6,8375      6,8380 
USD/CNH      6,8326  -0,2  -0,0138     6,8464      6,8424 
AUS/USD      0,7158  +0,6   0,0042     0,7116      0,7130 
Bitcoin/USD  76.513,14  +1,1   853,83    75.659,31    76.240,38 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     105,62  -1,2   -1,26     106,88 
Brent/ICE     114,26  -3,2   -3,77     118,03 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.621,52  +1,8   79,77    4.541,75 
Silber       73,21  +2,4    1,73      71,48 
Platin     1.957,57  +4,2   78,25    1.879,31 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

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April 30, 2026 09:51 ET (13:51 GMT)

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