TEHERAN (dpa-AFX) - Die iranische Führung legt im Konflikt mit den USA rhetorisch nach. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb auf X, Irans Kontrolle über die Straße von Hormus ermögliche nicht nur dem Iran, sondern auch Nachbarländern eine "unabhängige Zukunft frei von der Präsenz und Einmischung der USA".
Auch Irans Präsident Massud Peseschkian äußerte sich nach Angaben des Staatsenders Irib in einem Telefonat mit Japans Premierministerin Sanae Takaichi. Der Iran sei bereit, den diplomatischen Prozess fortzusetzen und eine faire Lösung sowie regionalen Frieden zu erreichen. Dies setze ein Ende der "überzogenen Forderungen und provokativen Maßnahmen der USA" voraus.
Zuvor war eine Rede, die Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei zugeschrieben wird, im staatlichen Fernsehen verlesen worden. Anlässlich des Tags des Persischen Golfs hieß es darin unter anderem: "Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns - außer auf dem Grund seiner Gewässer."
An diesem Donnerstag wird im Iran der Tag des Persischen Golfs als Feiertag begangen. Er erinnert jährlich an gemeinsame Feldzüge britischer und persischer Streitkräfte, nach denen im 17. Jahrhundert die Portugiesen die Kontrolle über die Insel Hormus und umliegende Regionen verloren./mar/DP/nas
