DJ Aktien Schweiz fester - Erholt von Ölpreis-Schock
DOW JONES--Mit Aufschlägen hat der schweizerische Aktienmarkt am Donnerstag den Handel beendet. Damit wurde ein Teil der Verluste der vergangenen beiden Handelstage wieder aufgeholt. Dabei hatte es zu Handelsbeginn noch nach deutlichen Abgaben ausgesehen mit den stark gestiegenen Ölpreisen. Brent-Öl hatte am frühen Morgen in der Spitze über 126 Dollar gekostet, 6 Dollar mehr als im bisherigen Hoch seit Beginn des Nahostkonflikts. Zum Handelsende in der Schweiz kostet es 114,25 Dollar, 3,2 Prozent weniger als am Vortag. Für den Preissprung hatten Berichte gesorgt, die USA bereiteten neue Angriffe auf den Iran vor, um den Verhandlungsdruck zu erhöhen.
Der SMI gewann 0,8 Prozent auf 13.136 Punkte, nachdem er im Tagestief schon bei 12.941 Punkten gelegen hatte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 25,72 (zuvor: 27,23) Millionen Aktien. In der Schweiz findet aufgrund des 1. Mai am Freitag kein Handel statt.
Von der US-Notenbank kam kein Impuls, sie ließ die Zinsen wie erwartet unverändert und wartet weiter, wie sich die Ölpreise und damit die Inflation entwickelt, und geht zunächst weiter davon aus, dass der nächste Zinsschritt eher eine Senkung sein dürfte. Trotz der steigenden Inflation infolge des Iran-Kriegs hält die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst weiter an ihrem abwartenden Kurs fest. Die Leitzinssätze blieben unverändert. Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, sah nach der Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christine Lagarde deutliche Hinweise auf eine Leitzinserhöhung im Juni. "Gleich zu Beginn hat sie darauf hingewiesen, dass wir uns vom Basisszenario der EZB entfernen - das sehen wir auch so", sagte Krüger. Auch die Bank of England (BoE) hat das Zinsniveau unverändert gelassen.
Bei den Einzelwerten zeigten sich konjunktursensitive Werte mit Aufschlägen. So stiegen die Aktien von ABB um 2,3 Prozent, und die Papiere von Luxusgüter-Hersteller Richemont verbesserten sich um 1,8 Prozent. Die Titel von Novartis kletterten um 2,3 Prozent. Das Pharma-Unternehmen plant, in North Carolina eine Anlage zur Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen zu errichten. Der Standort ist die letzte von sieben geplanten Anlagen, zu deren Bau sich Novartis im Rahmen einer im vergangenen Jahr angekündigten Investition von 23 Milliarden US-Dollar in die US-Produktion verpflichtet hat.
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