DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
PCE-Inflationsrate in den USA steigt im März auf 3,5 Prozent
Eine wichtige US-Inflationsrate ist im März kräftig gestiegen. Das von der Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), lag 3,5 (Vormonat: 2,8) Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Bureau of Economic Analysis mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eine Jahresrate von 3,5 Prozent erwartet. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an.
US-Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 2,0 Prozent
Die US-Wirtschaft hat im ersten Quartal 2026 an Schwung gewonnen. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Veröffentlichung mitteilte, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal und auf das Jahr hochgerechnet um 2,0 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 2,2 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal 2025 war das US-BIP um bestätigt 0,5 Prozent gewachsen.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fallen stärker als erwartet
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 25. April viel stärker abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 26.000 auf 189.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 212.000 vorhergesagt.
Chicagoer Einkaufsmanagerindex fällt im April zurück
Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im April eingetrübt. Der Indikator fiel auf 49,2 Punkte, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager mitteilte. Im März stand der Index bei 52,8 Punkte. Volkswirte hatten einen Wert von 53,5 Punkte erwartet. Der Frühindikator liegt damit unter der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert somit eine wirtschaftliche Abschwächung in der für die US-Konjunktur wichtigen Metropolregion. Hinter dem Rückgang standen Abnahmen bei den Auftragsbeständen, neuen Aufträgen und der Produktion. Ein Anstieg der Beschäftigung sorgte für einen gewissen Ausgleich.
US-Arbeitskosten steigen im ersten Quartal
Die Arbeitskosten in den USA sind im ersten Quartal 2026 gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Arbeitskosten um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Volkswirte hatten eine Zunahme in genau dieser Höhe vorhergesagt. Im vierten Quartal 2025 hatte der Anstieg 0,7 Prozent betragen.
US-Staatsschulden übersteigen 100 Prozent des BIP
Die US-Staatsverschuldung hat die Marke von 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) überstiegen. Damit ist eine einst undenkbare Schwelle überschritten. Sie ist auf dem Weg, den nach dem Zweiten Weltkrieg aufgestellten Rekord zu brechen. Zum 31. März beliefen sich die öffentlich gehaltenen Schulden des Landes auf 31,265 Billionen US-Dollar. Das BIP lag im vorangegangenen Jahr bei 31,216 Billionen Dollar, wie aus Statistikdaten hervorgeht. Damit liegt die Quote bei 100,2 Prozent.
EZB lässt Leitzins bei 2,00 Prozent
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet nicht geändert. Wie sie am Nachmittag mitteilte, bleibt der Bankeinlagensatz bei 2,00 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten diese Entscheidung ungeachtet des kriegsbedingten Inflationsanstiegs erwartet. Die EZB hatte ihren Leitzins zwischen Juni 2024 und Juni 2025 acht Mal gesenkt, ihn seither aber unverändert gelassen.
Lagarde: EZB-Rat hat ausführlich Zinserhöhung diskutiert
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat nach den Worten von Präsidentin Christine Lagarde über eine sofortige Zinserhöhung diskutiert. "Wir haben auch ausführlich die Möglichkeit einer Zinserhöhung diskutiert", sagte Lagarde in der Pressekonferenz nach der jüngsten EZB-Ratssitzung. Anschließend habe der Rat aber einstimmig beschlossen, den Leitzins unverändert zu lassen. "Es herrscht eine solche Unsicherheit, dass wir all dies bei unserer nächsten geldpolitischen Sitzung verstehen und neu bewerten müssen", fügte sie hinzu.
Lagarde: Richtung für Juni-Sitzung scheint klar
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde einige Formulierungen seines Statements verändert, die auf eine veränderte Einschätzung des Gremiums zum Ausblick hindeuten. In ihrer Pressekonferenz nach der jüngsten Ratssitzung verwies Lagarde darauf, dass im aktuellen Dokument nicht mehr von aufwärts "geneigten" Aufwärtsrisiken für die Inflation und abwärts "geneigten Wachstumsrisiken die Rede sei, sondern einfach von Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wachstum.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Index der Frühindikatoren März -0,6% gegen Vormonat
US/Index der gleichlaufenden Indikatoren März unverändert gegen Vormonat
US/Index der nachlaufenden Indikatoren März +0,3% gg Vm
Kanada Feb BIP +0,2% gg Jan
DJG/DJN/apo/brb
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April 30, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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