NEW YORK (dpa-AFX) - Japan hat nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg für eine Devisenintervention zur Stützung der heimischen Währung wohl umgerechnet mehr als 29 Milliarden Euro eingesetzt. Eine am Freitag veröffentlichte Analyse ergibt, dass das Ausmaß der ersten Intervention zur Stützung des Yen seit Sommer 2024 vermutlich bei rund 5,4 Billionen Yen (etwa 29,4 Milliarden Euro) gelegen habe.
Am Donnerstag war der Kurs des Yen im Handel mit dem US-Dollar deutlich gestiegen und am Markt war über eine Devisenintervention spekuliert worden. Zuvor hatte Finanzministerin Satsuki Katayama vor einem unmittelbar bevorstehenden "mutigen Vorgehen" gesprochen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person teilte Bloomberg später mit, dass die Behörden in den Markt eingegriffen hätten.
Am Markt wird die Währungsintervention weitgehend als Erfolg gewertet, da sie einen Yen-Anstieg von zeitweise mehr als drei Prozent auslöste. Am Freitag hat sich der Kurs der japanischen Währung zum Dollar kaum noch verändert. Zuvor hatte der Yen im Verlauf eines Jahres etwa zehn Prozent an Wert verloren./jkr/men
