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MÄRKTE USA/Wall Street nach Rekordjagd weiter aufwärts

DJ MÄRKTE USA/Wall Street nach Rekordjagd weiter aufwärts

DOW JONES--Nach der Vortagesrally mit neuen Rekordständen läuft die Wall Street am Freitag noch einen Tick weiter. Für gute Laune sorgt der Geschäftsausweis von Apple, der Kurs des Technologiegiganten steigt um 3,9 Prozent. Der iPhone-Hersteller hat die Gewinn- und Umsatzerwartungen des Marktes für das erste Quartal übertroffen. Händler sprechen von einem Abschiedsgeschenk des scheidenden CEO Tim Cook an seinen Nachfolger John Ternus und loben starke Mobiltelefon-Verkäufe bei soliden Margen. Im frühen Geschäft zieht der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 49.918 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,7 bzw. 0,9 Prozent zu.

Positiv werden die Konjunktusdaten aufgenommen, die die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft manifestieren. Das Wachstum der Aktivität in der US-Industrie hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im April gegenüber dem Vormonat deutlicher als veranschlagt verstärkt, wie die Zweitveröffentlichung offenbarte. Der ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe im gleichen Monat stagnierte und blieb damit aber klar im Wachstum anzeigenden Bereich.

Der solide Start in die Berichtssaison hat das Vertrauen der Anleger in die US-Wirtschaft gestärkt und die Sorgen über den Krieg im Nahen Osten, der die Ölpreise in die Höhe getrieben hat, gemildert. S&P-500 und Nasdaq-Indizes verbuchten im April ihre besten Monate seit 2020 und schlossen am Vortag auf Allzeithochs. Angesichts von Ölpreisen klar über der Marke von 100 Dollar zeigen sich Marktteilnehmer beeindruckt von Widerstandsfähigkeit der US-Börsen. "Die globalen Märkte befinden sich in einer dieser seltsamen Phasen, in denen die Nachrichten chaotisch wirken, aber der Markt selbst fast unverwundbar erscheint. (...) Wenn der Ölpreis für längere Zeit im Bereich von 100 Dollar pro Barrel bleibt, werden die gesamtwirtschaftlichen Kosten irgendwann schwerer zu ignorieren sein, aber im Moment sind die Unternehmensgewinne das größere Thema", erläutert Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown.

Die Renditen der US-Staatsanleihen zeigen sich kaum verändert und verharren damit auf erhöhtem Niveau, da der Krieg im Iran in den dritten Monat geht und es keine Anzeichen für eine Normalisierung des Ölhandels gibt. Der Präsident der Minneapolis Fed, Kashkari, und sein Amtskollege aus Cleveland, Hammack, äußerten ihre Sorge über die kriegsbedingte Inflation und begründen damit, warum sie sich gegen eine Kommunikation der Zentralbank ausgesprochen haben, die eine Zinssenkung als wahrscheinlichsten nächsten Schritt andeute.

Der Dollar gibt indes leicht nach - der Dollar-Index büßt 0,1 Prozent ein. Am Markt machen Schlagzeilen die Runde, wonach ein US-Regierungsbeamter die Feindseligkeiten mit Iran für beendet erklärt haben soll. Allerdings scheint es sich dabei um einen juristischen Schachzug zu handeln, um eine Kongressabstimmung zu Kriegsvollmachten zu umgehen. Es gibt es unterschiedliche Auslegungen zum genannten Fristende. Am Markt nimmt man die Schlagzeilen daher nicht besonders ernst, die Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem Greenback lässt gleichwohl etwas nach.

Die Ölpreise halten sich im dreistelligen Bereich, nachdem sie am Vortag ein Kriegshoch erreicht hatten, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran weiterhin in einer Sackgasse stecken. Die Seestraße von Hormus bleibt derweil geschlossen - das Angebot aus dem Persischen Golf damit sehr beschränkt. Der Goldpreis bewegt sich kaum.

Unter den Einzelaktien geben Exxon Mobil um 0,1 Prozent nach, Chevron klettern um 0,1 Prozent. Handelseffekte haben die Gewinne der beiden Mineralölkonzerne im ersten Quartal gedämpft, obwohl die Ergebnisse ansonsten die Markterwartungen übertrafen.

Sandisk steigen um 1,1 Prozent, der Flash-Speicher-Hersteller hat herausragende Drittquartalszahlen vorgelegt. Western Digital rutschten um 2,1 Prozent ab. Obwohl der Festplattenhersteller die Gewinnerwartungen für das dritte Geschäftsquartal übertroffen hat, hatten Anleger möglicherweise noch mehr erhofft. Bis Freitag waren die Aktien in den vergangenen 12 Monaten um 152 Prozent gestiegen.

Reddit springen um 7,5 Prozent nach oben, das Social-Media-Unternehmen hat im ersten Quartal mehr verdient als gedacht. Atlassian haussieren um 29 Prozent, nachdem das Softwareunternehmen sowohl die Gewinn- als auch die Umsatzerwartungen für das dritte Geschäftsquartal übertroffen hat. Atlassian hob zudem ihre Prognose für das Umsatzwachstum an. Roblox sacken um 17 Prozent ab - das Unternehmen hatte seine Prognose gesenkt. Das Kosmetikunternehmen Estee Lauder hat die Gewinnprognose angehoben - der Kurs zieht um 5,5 Prozent.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.918,24  +0,5  +266,10    49.652,14 
S&P-500     7.258,91  +0,7   +49,90    7.209,01 
NASDAQ Comp  25.114,19  +0,9  +221,88    24.892,31 
NASDAQ 100   27.706,12  +0,9  +254,00    27.452,12 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,89 +0,00    3,90      3,87 
5 Jahre       4,02 +0,00    4,04      4,00 
10 Jahre      4,39 -0,00    4,40      4,36 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:29 
EUR/USD      1,1760  +0,3   0,0030     1,1730   1,1691 
EUR/JPY      184,08  +0,2   0,3700     183,71  187,2500 
EUR/CHF      0,9174  +0,1   0,0009     0,9165   0,9237 
EUR/GBP      0,8624  +0,0   0,0003     0,8621   0,8669 
USD/JPY      156,5  -0,0  -0,0700     156,57  160,2200 
GBP/USD      1,3635  +0,3   0,0035      1,36   1,3485 
USD/CNY      6,8273  -0,2  -0,0102     6,8273   6,8380 
USD/CNH      6,8269  -0,1  -0,0042     6,8311   6,8424 
AUS/USD      0,7212  +0,2   0,0013     0,7199   0,7130 
Bitcoin/USD  78.789,44  +3,0  2.326,03    76.463,41 76.240,38 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     100,57  -4,3   -4,50     105,07 
Brent/ICE     108,91  -1,4   -1,49     110,40 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.625,09  +0,1    3,50    4.621,59 
Silber       76,22  +3,4    2,49      73,74 
Platin     2.012,30  +1,3   26,77    1.985,53 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 01, 2026 10:05 ET (14:05 GMT)

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