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MÄRKTE ASIEN/Leichter - Geopolitik sorgt für Kaufzurückhaltung

DJ MÄRKTE ASIEN/Leichter - Geopolitik sorgt für Kaufzurückhaltung

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die Geopolitik hat am Dienstag an den ostasiatischen Börsen für Zurückhaltung gesorgt. Angesichts der wieder zunehmenden Feindseligkeiten im Nahostkonflikt mit gegenseitigen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus bei einer insgesamt aber wenig durchsichtigen Nachrichtenlage, trennten sich die Akteure eher von Aktien. Dazu kam eine leichtere Vorgabe der Wall Street.

Die Anleger hatten außerdem den Preissprung beim Öl vom Vortag zu verdauen und die damit einhergehenden Inflationssorgen und verkomplizierten Zinserwartungen. Daran änderte auch nichts, dass sich die Ölpreise im asiatischen Dienstaghandel leicht rückläufig zeigten. Brent-Öl kostete zuletzt 114 Dollar. Zur gleichen Vortageszeit waren es rund 107 Dollar.

In Hongkong (Späthandel) ging es für den HSI nach dem deutlichen Plus vom Vortag um 1,2 Prozent nach unten. In Singapur und Malaysia gaben die Indizes jeweils leicht nach, wohingegen Indonesien fest tendierte. Im australischen Sydney lautet die Tendenz wie schon am Montag leichter. Bremsend wirkte, dass die Notenbank des Landes wegen der beharrlich hohen Inflation wie erwartet erneut die Leitzinsen erhöhte und zwar um 25 Basispunkte auf 4,35 Prozent. Es war bereits die dritte Anhebung in Folge. Nicht gehandelt wurde wegen nationaler Feiertage an den Aktienmärkten in Japan, China und Südkorea.

Unter den Einzelwerten ging es in Hongkong für HSBC um 4,6 Prozent südwärts. Die britisch-asiatische Großbank hatte für das erste Quartal einen stagnierenden Quartalsgewinn gemeldet und damit enttäuscht. CK Hutchison verteuerten sich um 2,8 Prozent, Hier stützte die Nachricht, dass Vodafone die alleinige Kontrolle über das bisheriges Joint Venture mit CK Hutchison übernehmen wird. Der Hongkonger Mischkonzern rechnet daraus nach eigenen Angaben mit einem Nettogewinn von umgerechnet ca. 510 Millionen Euro.

In Sydney gaben Westpac um 2,3 Prozent nach. Nach der National Australia Bank am Vortag hatte nun Westpac ihre Bücher für das erste Halbjahr geöffnet. Die Bank wies einen weitgehend unveränderten Nettogewinn aus und verfehlte damit die Markterwartung.

Am Devisenmarkt hatten die Akteure den Yen im Blick. Nachdem dieser am vergangenen Donnerstag einen kräftigen Satz nach oben gemacht hatte, der alle Zeichen einer Intervention trug, kam es an den Tagen danach immer wieder zu kleineren auffallenden steilen Aufwärtsbewegungen, die Schwächetendenzen des Yen im Keim erstickten. Schon in der Vorwoche hatte es aus dem Handel geheißen, dass man sich während der Feiertage der sogenannten Golden Week in Japan auf eine Intervention der japanischen Regierung gefasst machen sollte. Hintergrund waren entsprechende Andeutungen von Japans oberstem Währungsdiplomat. Geringe Handelsvolumen während geschlossener Märkte machen Bemühungen, eine Währung in die gewünschte Richtung zu bewegen, effektiver. Zuletzt ging der Yen mit 157,24 Yen je Dollar um.

Der Yen dürfte sich aber auch trotz möglicher Deviseninterventionen eher weiterhin unterdurchschnittlich entwickeln, erwartete Analyst Abbas Keshvani von RBC Capital Markets. Hohe Energiekosten und fiskalische Bedenken belasteten den Kurs, zugleich werde von der Bank of Japan erwartet, dass sie die Geldpolitik nur langsam strafft.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.680,50  -0,2    -0,4      08:00 
Topix 500 (Tokio)     Feiertag       +9,4 
Kospi (Seoul)       Feiertag       +64,6 
Hang-Seng (Hongkong)   25.812,53  -1,1    +0,7      10:00 
Shanghai-Composite     Feiertag       +3,6 
Straits-Times (Singapur)  4.897,42  -0,6    +5,4      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.038,63  +1,0   -18,6      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.739,27  -0,0    +3,5      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Mo, 09:24 % YTD 
EUR/USD           1,1686  -0,0   1,1690     1,1711  -0,5 
EUR/JPY           183,78  -0,0   183,81     184,91  -0,1 
EUR/GBP           0,8636  -0,0   0,8639     0,8664  -0,9 
USD/JPY           157,24  +0,0   157,22     157,98  +0,4 
USD/KRW          1.474,23  -0,1  1.475,52    1.472,70  +2,3 
USD/CNY           6,8300  +0,0   6,8300     6,8260  -2,3 
USD/CNH           6,8330  +0,0   6,8304     6,8287  -2,0 
USD/HKD           7,8358  +0,0   7,8324     7,8337  +0,7 
AUD/USD           0,7143  -0,3   0,7167     0,7156  +7,1 
NZD/USD           0,5872  NULL   0,5872     0,5862  +2,0 
BTC/USD          80.835,07  +1,1 79.931,20    76.046,02  -7,8 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex          104,41  -1,9   -2,01     106,42 
Brent/ICE          114,07  -0,3   -0,37     114,44 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.546,09  +0,6   25,69    4.520,40 
Silber            73,15  +0,6    0,44      72,72 
Platin           1.976,55  +1,6   31,63    1.944,92 
 
Angaben ohne Gewähr 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 05, 2026 02:58 ET (06:58 GMT)

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