DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Schweizer Inflation steigt auf den höchsten Stand seit 2024
Die Inflation in der Schweiz ist im April gestiegen, da der Krieg im Iran die Kosten für Energieimporte in die Höhe getrieben hat. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 0,6 Prozent und lagen damit über der Inflationsrate von 0,3 Prozent im März, wie das Schweizer Bundesamt für Statistik mitteilte. Es war der zweite Anstieg in Folge, womit die Inflation ihren höchsten Stand seit Dezember 2024 erreichte.
Weniger Spielraum für Spekulationen über US-Zinssenkung
Ein solides Beschäftigungswachstum in den USA schränkt den Spielraum für eine Rückkehr zu nennenswerten Zinssenkungsspekulationen ein, schreibt Elmar Voelker von der LBBW in einer Research Note. "Dies gelte selbst für den Fall, dass bei den Verhandlungen im Nahen Osten wieder Bewegung in die Sache komme", so der Senior-Rentenanalyst. Die Daten zu den neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA für April werden am Freitag veröffentlicht. Die von The Wall Street Journal befragten Ökonomen prognostizieren einen Zuwachs von 55.000 Stellen, verglichen mit 178.000 im März. "In Verbindung mit dem derzeitigen starken Preisdruck (energieimportierte Inflation) werden wir genau auf alle Anzeichen einer Abschwächung des Arbeitsmarktes und auf implizite stagflationäre Bedingungen achten", so die Analysten.
Wirtschaftliche Kosten des Nahost-Krieges werden zunehmend deutlich
Die wirtschaftlichen Kosten des Nahost-Krieges dürften in den kommenden Tagen und Wochen zunehmend deutlich werden, schreiben die Analysten der First Abu Dhabi Bank in einer Research Note. In diesem Zusammenhang würden die Analysten am Dienstag die endgültigen US-Daten zum PMI für den Dienstleistungssektor und den Composite-PMI genau analysieren, während der makroökonomische Schwerpunkt am Freitag auf den US-Arbeitsmarktdaten für April liegen werde, heißt es weiter.
Australiens Zentralbank erhöht Zinsen bei dritter Sitzung in Folge
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ihre dritte Zinserhöhung in Folge vorgenommen. Sie verwies dabei auf sich verschlechternde Inflationsaussichten. Zudem warnte sie vor "plausiblen" Szenarien, in denen der Preisdruck bei Kraftstoffen stärker als erwartet zunimmt. Die Zentralbank hob ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,35 Prozent an. Damit knüpfte sie an die Erhöhungen im Februar und März an. Sie hat nun alle Zinssenkungen, die sie im Jahr 2025 angekündigt hatte, wieder rückgängig gemacht.
+++ Konjunkturdaten +++
Indonesien BIP 1Q +5,61% gg Vorjahr (PROG +5,35%)
Philippinen Verbraucherpreise Kernrate Apr +3,9% gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
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May 05, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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