
© Foto: Laurenz Heymann auf Unsplash (Symbolbild)
Apple hat sensationell geliefert. Die jüngsten Quartalszahlen des iPhone-Konzerns haben selbst skeptische Analysten überrascht, Rekordgewinn, China-Comeback, Services auf Hochtouren. Dazu ein CEO-Wechsel, der frischen Wind verspricht, und eine Charttechnik, die auf höhere Kurse hindeutet. Die Aktie notiert aktuell nur noch wenige Prozent unter ihrem Allzeithoch. Jetzt heißt es aufgepasst, denn was sich gerade bei Apple zusammenbraut, könnte der Startschuss für eine neue, starke Aufwärtsbewegung sein, mit Kurszielen, die vor wenigen Monaten noch nach Zukunftsmusik klangen. Was steckt wirklich dahinter? Und lohnt sich jetzt der Einstieg?
Starke Zahlen, starkes Signal
Das zweite Fiskalquartal 2026 hat Apple mit Bravour gemeistert. Der Umsatz kletterte auf 111,2 Milliarden US-Dollar. Im Schnitt hatten Analysten mit gut zwei Milliarden weniger gerechnet. Noch beeindruckender ist aber, dass der Gewinn je Aktie von 1,65 auf 2,01 US-Dollar gesprungen ist. Das ist ein Plus von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erwartet worden waren lediglich 1,95 US-Dollar. Apple hat also auch hier die Messlatte locker übersprungen. Besonders das Servicegeschäft läuft rund. Musik-Abos, Streaming, iCloud, zusammen brachte dieser Bereich fast 31 Milliarden US-Dollar ein, ein Zuwachs von 16 Prozent. Die Margen dort liegen bei über 70 Prozent. Das ist der stille Motor, der Apple von einem reinen Hardware-Konzern zu einer echten Cash-Wunder verwandelt hat. China war lange ein Sorgenkind, jetzt dreht der Markt richtig auf. Der Umsatz in Greater China stieg um satte 28 Prozent. iPhones sind dort gefragter denn je, nicht zuletzt dank staatlicher Subventionsprogramme, die das iPhone 17 für viele Käufer attraktiv gemacht haben. Das zeigt, dass Apple auch in einem momentan schwierigem geopolitischem Umfeld mit Konflikten und Kriegen überzeugend liefern kann.

Charttechnik
Die Apple-Aktie hat nach den Quartalszahlen etwas zugelegt und schloss bei über 280 US-Dollar, nah am Allzeithoch bei etwas über 288 US-Dollar aus dem Dezember 2025. Genau dort wird es nun spannend. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, wäre der Weg nach oben technisch frei. Aus der Struktur der ersten Aufwärtswelle lässt sich ein Kursziel für die nächste Bewegung ableiten: 330 bis 340 US-Dollar. Das wäre ein Anstieg von rund 18 bis 21 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Kurzfristig gilt die Zone um 290 US-Dollar als erste wichtige Hürde. Wird sie überwunden, beschleunigt sich das Momentum erfahrungsgemäß deutlich. Der RSI hatte zuletzt mit einem Wert von 63 eine noch nicht ganz, aber möglicherweise bald überkaufte Lage signalisiert. Aber positiv gesehen ist noch Platz nach oben.
Was tun?
Apple ist auf dem Papier nicht gerade billig. Das KGV liegt bei rund 34, für einen Konzern dieser Größe ein Premiumpreis. Den zahlt man aber nicht ohne Grund. Die Fundamentaldaten stimmen: Rekordgewinne, wachsendes Servicegeschäft, ein starkes China-Comeback und ein neuer CEO, der als technikgetriebener Macher gilt. John Ternus übernimmt im September von Tim Cook, und der Markt sieht das zunehmend als Chance, nicht als Risiko. Einziger Wermutstropfen könnte sein, dass steigende Speicherpreise die Margen im laufenden Quartal belasten könnten. Analyst Edison Lee von Jefferies warnte, dass Memory-Chips im zweiten Quartal um 70 bis 100 Prozent teurer werden könnten, deutlich mehr als der Markt bisher eingepreist hat. Das ist ein reales Risiko, das Anleger nicht ignorieren sollten. Unterm Strich bleibt Apple aber eine der stärksten Aktien weltweit. Wer bereits investiert ist, hat durchaus guten Grund, dabei zu bleiben. Wer noch nicht drin ist: Ein gestaffelter Einstieg in der aktuellen Zone, mit einem ersten Teilkauf und einem zweiten nach einem bestätigten Ausbruch über 290 US-Dollar, erscheint ein möglicher Ansatz. Das Kursziel von 330 bis 340 US-Dollar ist zwar ehrgeizig, aber angesichts der aktuellen Datenlage keineswegs unrealistisch.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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