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MÄRKTE EUROPA/Fest - Gute Quartalszahlen verdrängen Ölpreissorgen

DJ MÄRKTE EUROPA/Fest - Gute Quartalszahlen verdrängen Ölpreissorgen

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstagmittag mit kräftigen Aufschlägen. Vor allem gute Unternehmenszahlen treiben die Indizes an. Sorgen über die Entwicklung im Nahen Osten und die weiter hohen Ölpreise treten einstweilen in den Hintergrund. Zwar fällt der Preis für Brent-Öl aktuell leicht auf 113,52 Dollar, er bleibt damit aber auf sehr hohem Niveau vor dem Hintergrund der weiter kaum passierbaren Straße von Hormus, in der es zuletzt sogar zu Angriffen auf Schiffe gekommen war. Für den DAX geht es um 1,2 Prozent auf 24.283 Punkte nach oben, der Euro-Stoxx-50 steigt ebenfalls um 1,2 Prozent auf 5.834 Punkte.

Am Anleihemarkt geht es ruhig zu, die deutsche Zehnjahrersendite liegt wenig verändert bei 3,09 Prozent, einem seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich erhöhten Niveau. Sollte die Inflation im Euroraum aufgrund des Iran-Kriegs weiter steigen, könnte die Europäische Zentralbank im Juni die Zinsen anheben, sagte am Montag gerade erst der Chef der Deutschen Bundesbank . Derweil hat die australische Notenbank am Dienstag ihre Zinsen zum dritten Mal in Folge erhöht wegen der hohen Inflation, und sie schließt weitere Erhöhungen nicht aus.

Bei den Einzelwerten bewegt die Berichtssaison. Die Aktie des Brauerei-Konzerns AB Inbev zieht um 7,2Prozent an. Die Belgier konnten zur Überraschung des Marktes den Bierabsatz steigern, der von Analysten in einem Abwärtstrend erwartet worden war. Entsprechend fielen auch Gewinn und Umsatz besser als erwartet aus.

Gesucht sind auch Unicredit, die sich um 6,0 Prozent verteuern. Die Italiener haben nicht nur gute Zahlen vorgelegt, sondern auch noch die Jahresprognose erhöht. Nachdem die Unicredit ihr Kaufangebot für die Commerzbank offiziell gemacht hat, steigt der Kurs der Commerzbank-Aktie im Fahrwasser des UniCredit-Kurses. um 3,6 Prozent. Die italienische Großbank, die bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile kontrolliert, will sich weitere Anteile sichern und bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 neue UniCredit-Aktien.

In London geht es für BT Group um 3,3 Prozent voran. Die Bank of America hat die Aktie auf "Buy" hoch gestuft.

Klares Schlusslicht im DAX sind Fresenius Medical Care mit einem Minus von über 6 Prozent, nach insgesamt unspektakulär ausgefallenen Geschäftszahlen. Der Ausblick animiert ebenfalls nicht zu Käufen. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Bad Homburger Konzern unverändert mit einem Umsatz ungefähr auf Höhe des Vorjahres. Das operative Ergebnis sieht er auf einem konstanten Niveau, mit einer Veränderungsrate im Vergleich zum Vorjahr zwischen einem positiven und negativen mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Kurs der Mutter Fresenius fällt um 1,5 Prozent.

DAX-Tagessieger sind Infineon mit einem Aufschlag von 4,3 Prozent. Im MDAX liegt mit Aixtron eine weitere Chip-Aktie auffallend fest im Markt, sie verteuert sich um gut 5 Prozent. Rheinmetall legen um 3,9 Prozent zu. Die Auftragsbücher sind derzeit so voll, dass der Rüstungshersteller mit der Produktion nicht mehr hinterherkommt und Kapazitätsengpässe hat. Dadurch verschieben sich einige Liefertermine ins nächste Quartal. Der Auftragsbestand kletterte im ersten Quartal um 31 Prozent, für das Gesamtjahr erwartet Rheinmetall ein Umsatzplus von 40 bis 45 Prozent.

Schaeffler steigen um 7,5 Prozent. Der Autozulieferer hat im ersten Quartal sowohl auf der Umsatz- als auch der Gewinnseite besser abgeschnitten als befürchtet. Im DAX geht es für den Wettbewerber Continental um 1,5 Prozent nach oben.

Hugo Boss haben anfängliche deutliche Gewinne wieder abgegeben und liegen zur Mittagszeit 1,1 Prozent im Minus. Analysten sehen den Modekonzern weiter in einer Übergangsphase. Die Analysten der DZ Bank konstatieren eine Straffung der Sortimente und eine Verbesserung der Vertriebsqualität. Die (vorsichtigen) Markterwartungen seien leicht übertroffen worden.

Einen Satz um über 12 Prozent machen Hochtief und setzen damit ihre Rally fort. Vor den Erstquartalszahlen heißt es von Analysten, dass die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazität weiterhin deutlich das Angebot übersteige. Davon dürfte auch Hochtief profitieren.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.834,35  +1,2   70,74    5.763,61    0,7 
Stoxx-50    5.031,41  +0,5   24,61    5.006,80    2,3 
DAX      24.283,44  +1,2   292,17    23.991,27    -0,8 
MDAX      30.957,45  +1,7   511,71    27.039,42    1,1 
TecDAX     3.767,97  +1,6   60,12    3.091,28    4,0 
SDAX      18.181,74  +1,0   173,06    13.062,07    5,9 
FTSE      10.241,81  -1,2  -122,12    10.363,93    3,1 
CAC       8.013,36  +0,5   37,24    7.976,12    -1,7 
SMI      13.057,16  +0,4   53,83    13.003,33    -1,6 
ATX       5.788,43  +0,9   51,81    5.736,62    8,7 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1685  -0,0  -0,0005     1,1690   1,1695 
EUR/JPY      184,28  +0,3   0,4700     183,81  183,8300 
EUR/CHF      0,9157  -0,1  -0,0008     0,9165   0,9174 
EUR/GBP      0,8632  -0,1  -0,0007     0,8639   0,8636 
USD/JPY      157,69  +0,3   0,4700     157,22  157,1400 
GBP/USD      1,3535  +0,0   0,0004     1,3531   1,3540 
USD/CNY       6,83  +0,0   0,0027     6,8300   6,8300 
USD/CNH      6,8314  +0,0   0,0010     6,8304   6,8278 
AUS/USD      0,7166  -0,0  -0,0001     0,7167   0,7176 
Bitcoin/USD  80.917,34  +1,2   986,14    79.931,20 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     104,75  -1,6   -1,67     106,42 
Brent/ICE     113,52  -0,8   -0,92     114,44 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.553,99  +0,7   33,59    4.520,40 
Silber       73,54  +1,1    0,83      72,72 
Platin     1.970,45  +1,3   25,53    1.944,92 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

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May 05, 2026 07:57 ET (11:57 GMT)

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