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MÄRKTE USA/Wall Street auf Erholungskurs - Nahost-Eskalation bleibt aus

DJ MÄRKTE USA/Wall Street auf Erholungskurs - Nahost-Eskalation bleibt aus

DOW JONES--Nach den Vortagesverlusten geht die Wall Street am Dienstag auf Erholungskurs. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt - scheint aber aktuell nicht mehr stark zu belasten. Die militärischen Auseinandersetzungen am Vortag schüren zwar Ängste, der Konflikt könnte sich nach Wochen relativer Ruhe wieder verschärfen. Wohlwollend nehmen Händler aber zur Kenntnis, dass US-Präsident Donald Trump bislang darauf verzichtet, Teheran einen Waffenstillstandsbruch vorzuwerfen. Im frühen Handel steigt der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 49.181 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,6 bzw. 0,8 Prozent zu.

Derweil hat ein Containershiff des dänischen Reederei Moller-Maersk die Straße von Hormus mit Hilfe des US-Militärs passiert. Auch Schlagzeilen wie diese schüren Hoffnung, dass die US-Marine Schiffe gegen iranischen Widerstand durch die Meerenge eskortieren könnte. Solange das Weiße Haus und Teheran in Friedensgespräche eingebunden sind, "sollte das ausreichen, um die Risikobereitschaft zu stützen", erläutert Analyst Michael Brown von Pepperstone. Einen Treiber am US-Aktienmarkt stellt nach Aussage von Marktteilnehmern vor allem die Gewinnentwicklung der Unternehmen dar. Für Mike Wilson von Morgan Stanley sind diese derzeit wichtiger als Ölpreis oder Zinstrend.

Für etwas Entspannung sorgen ganz leicht sinkende Renditen am Anleihemarkt, im Zehnjahresbereich geht es um 2 Basispunkte auf 4,42 Prozent nach unten. Am Vortag waren die Renditen stärker gestiegen, angetrieben von Spekulationen über einen steigenden Finanzierungsbedarf im Vorfeld der am Mittwoch anstehenden entsprechenden Mitteilung des US-Finanzministeriums. Hintergrund sind die Kosten des Kriegs gegen den Iran, dazu kommen mögliche Rückforderungen von Trump'schen Importzöllen, die das Oberste US-Gericht inzwischen als rechtswidrig deklariert hat.

Auf Konjunkturseite stehen im Tagesverlauf noch diverse Daten auf dem Kalender, die für Impulse sorgen könnten - unter anderem nach dem Börsenstart der ISM-Index für den Dienstleistungssektor und Daten über offene Stellen (Jolts).

Die Rohölpreise sinken um rund 3 Prozent, machen aber kaum Anstalten, deutlicher von den hohen Vortagesniveaus zurückzukommen. Der Markt warte auf Klarheit über die Aussichten für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, heißt es. Das jüngste Wiederaufflammen der Feindseligkeiten drohe, den Waffenstillstand zunichte zu machen, wodurch die Risikoprämie bestehen bleibe, urteilt Analyst Nikos Tzabouras von Tradu. Während der Dollar stagniert, steigt der Goldpreis, gestützt von nachgebenden Marktzinsen.

Auf Unternehmensseite hat Palantir Technologies den Umsatz um 85 Prozent gesteigert. Das ist der größte bisher verzeichnete jährliche Zuwachs und liegt über den Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn vervierfachte sich, dazu hob Palantir die Umsatzprognose an. Für die Aktie geht es dennoch um 2,6 Prozent nach unten. Die hohe Bewertung bleibe trotz starker Umsätze ein Anlass zur Sorge, urteilen die Analysten von Jefferies. Selbst wenn die ehrgeizigen Umsatzziele im Jahr 2027 erreicht würden, sehe die Aktie überbewertet aus.

Intel werden 6,9 Prozent höher gehandelt. Treiber ist ein Bericht, wonach Apple Sondierungsgespräche mit Intel und Samsung Electronics über die Produktion von Hauptprozessoren für ihre Geräte führt. Hintergrund ist laut Informanten das Bestreben von Apple, sich über den langjährigen Partner TSMC hinaus zu diversifizieren. Apple tendieren knapp behauptet.

Der Halbleiterhersteller ON Semiconductor verringerte zwar den Verlust, schrieb aber weiter rote Zahlen. Der Umsatz stieg, angetrieben durch die Nachfrage von Erbauern von KI-Datenzentren. ON sieht die zyklische Talsohle nun hinter sich. Der Kurs fällt um 3,8 Prozent. Marktteilnehmer vermuten Gewinnmitnahmen. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn fast 90 Prozent im Plus.

Pinterest schießen um 12,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen erzielte im ersten Quartal ein zweistelliges prozentuales Erlöswachstum sowie einen Anstieg der monatlichen Nutzerzahlen. Auch die Ergebnisse und der Ausblick des Social-Media- und Bild-Sharing-Unternehmens übertreffen die Schätzungen. Die Medienholding IAC verzeichnete einen geringeren Umsatz, belastet durch Rückgänge im Suchmaschinengeschäft und bei den Printverkäufen von People. Der Kurs fällt um 3,7 Prozent.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     49.180,86  +0,5  +238,96    48.941,90 
S&P-500    7.246,01  +0,6  +45,26    7.200,75 
NASDAQ Comp 25.280,41  +0,8  +212,61    25.067,80 
NASDAQ 100  27.902,26  +0,9  +250,44    27.651,82 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,94 -0,02    3,96      3,92 
5 Jahre       4,07 -0,02    4,09      4,06 
10 Jahre      4,42 -0,02    4,44      4,41 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1702  +0,1   0,0012     1,1690   1,1695 
EUR/JPY      184,57  +0,4   0,7600     183,81  183,8300 
EUR/CHF      0,916  -0,1  -0,0005     0,9165   0,9174 
EUR/GBP      0,8632  -0,1  -0,0007     0,8639   0,8636 
USD/JPY      157,71  +0,3   0,4900     157,22  157,1400 
GBP/USD      1,3554  +0,2   0,0023     1,3531   1,3540 
USD/CNY       6,83  +0,0   0,0027     6,8300   6,8300 
USD/CNH      6,829  -0,0  -0,0014     6,8304   6,8278 
AUS/USD      0,7182  +0,2   0,0015     0,7167   0,7176 
Bitcoin/USD  81.445,64  +1,9  1.514,44    79.931,20 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     102,60  -3,6   -3,82     106,42 
Brent/ICE     111,39  -2,7   -3,05     114,44 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.579,19  +1,3   58,79    4.520,40 
Silber       73,68  +1,3    0,97      72,72 
Platin     1.975,25  +1,6   30,33    1.944,92 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

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May 05, 2026 09:43 ET (13:43 GMT)

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